214598

Virtuelle Schattenwirtschaft wächst und wächst

In Zeiten der Finanzkrise gibt es eine „Branche“, die wächst statt zu schrumpfen: Der Handel mit geklauten Daten im Internet ist aktiv wie nie und verzeichnet Zuwachsraten.

280 Millionen Dollar verdienten Internetkriminelle schätzungsweise 2009 mit dem Handel von gestohlenen Daten. Kreditkartendaten machten im Jahr 2009 32 Prozent des illegalen Internethandels aus, während es 2008 noch 21 Prozent waren. Dabei werden alle relevanten Informationen angeboten: Von der Kartennummer, Ausstellungsdatum bis hin zur PIN können Internetkriminelle alles bekommen, was sie für ihre Aktivitäten benötigen – und das zu minimalen Preisen ab 5 Euro-Cent pro Karte.

Auf Platz zwei mit rund 19 Prozent sind Bankkontodaten im Visier der virtuellen Diebe – je nach Kontostand werden die Informationen zu 7,50 bis 750 Euro pro Datensatz gehandelt, wie die Sicherheitsexperten von Symantec feststellten.

Die Online-Gangster kommen auf verschiedenen Wegen an die Daten: Beispielsweise über gefälschte Webseiten, welche Originalseiten nachahmen und dann unter einem dubiosen Vorwand Daten abfischen. Aber auch ganz beliebt ist derzeit das Einschleusen von Schadprogrammen über Webseiten. Hierbei wird beim bloßen betrachten einer präparierten Webseite eine Schwachstelle im Browser ausgenutzt, um eben dann den Schädling auf dem Rechner einzuspielen. Und dieser stiehlt dann unbemerkt Passwörter, Accounts und Kreditkarten-Daten. Aber auch bei Social-Networking Seiten werden häufig zu viele persönliche Informationen preisgegeben, welche dann im Nachhinein missbraucht werden können - ganz zu schweigen von gezielten Diebstählen von Kundendaten.

0 Kommentare zu diesem Artikel
214598