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Kostenpflichtige Musik-Downloads vor dem Durchbruch?

15.10.2002 | 14:36 Uhr |

Bisher konnten kostenpflichtige Musik-Downloads den Peer-to-Peer-Tauschbörsen nicht das Wasser abgraben. Das Angebot an legalen Musik-Titeln bei Pressplay und Musicnet ist stark eingeschränkt und obendrein unterliegt der Download zahlreichen Beschränkungen. Damit soll es aber bald vorbei sein, die beiden kommerziellen Onlineshops wollen in Zukunft nahezu das gesamte Titelrepertoire der fünf großen Musik-Produzenten anbieten.

Bisher konnten kostenpflichtige Musik-Downloads den Peer-to-Peer-Tauschbörsen nicht das Wasser abgraben. Das Angebot an legalen Musik-Titeln bei Pressplay und Musicnet ist stark eingeschränkt und obendrein unterliegt der Download zahlreichen Beschränkungen. Damit soll es aber bald vorbei sein, die beiden kommerziellen Onlineshops stehen nach einem Bericht des Wall Street Journal (WSJ) kurz vor dem Abschluss von Verträgen, die ihnen den Zugriff auf das gesamte Titel-Repertoire der fünf großen Musik-Unternehmen sichern soll. Der Großangriff auf Kazaa und Co. kann damit beginnen.

Pressplay (im Besitz von den Labels Sony und Vivendi Universal) und Musicnet (hinter dem AOL Time Warner, EMI und Bertelsmann stehen) wollen damit endlich eine ernstzunehmende Konkurrenz für die Napster-Nachfolger Kazaa, Morpheus und Co. werden. Pressplay hat einen Vertrag mit Bertelsmanns BMG unterzeichnet, ein weiterer Vertrag mit der Warner Music Group soll vor dem Abschluss stehen. Eine Vereinbarung zwischen Pressplay und EMI existiert bereits. Musicnet soll sich wiederum mit Universal Music einig sein, mit Sony stehe eine Einigung unmittelbar bevor.

Damit könnten die beiden Online-Musikanbieter alle Titel der fünf großen Labels in ihr Online-Angebot aufnehmen, die bisherige starke Einschränkung der angebotenen Titel wäre aufgehoben und damit der erste große Nachteil der legalen Online-Musikanbieter im Vergleich zu den zumeist illegalen Tauschbörsen beseitigt.

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