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Google Docs vs. Zoho Docs & Microsoft Office Online

Kostenloses Online-Office im Praxis-Test

14.02.2015 | 08:34 Uhr |

Obwohl es kostenlose Alternativen gibt, greifen immer noch viele Anwender zu Microsoft Office. Wir klären, welche Alternative was leistet und ob Microsoft Office eine sinnvolle Investition oder Geldverschwendung ist.

In Zeiten knapper (Haushalts-)Kassen sollten Sie sich schon mal die Frage stellen, ob Sie das klassische Office-Paket von Microsoft wirklich benötigen, oder ob nicht auch eine kostenlose Alternative für Ihre Anwendungszwecke völlig ausreichend wäre.

Gratis-Desktop-Office oder gleich Online-Office?

Besonders naheliegend wäre natürlich ein Umstieg auf ein kostenloses, klassisches Office-Paket wie Openoffice.org oder den Ableger LibreOffice . Beide stehen Word, Excel und Powerpoint in kaum einem Punkt nach, insbesondere wenn es um die Bewältigung von Alltagsaufgaben geht.

Office in der Cloud: Google Docs
Vergrößern Office in der Cloud: Google Docs

Aber da inzwischen alles in Richtung "Cloud" geht, stellt sich die Frage, ob es nicht sinnvoll wäre, gleich auf kostenlose Office-Web-Apps umzusteigen und traditioneller Desktop-Software den Rücken zu kehren. Was grundsätzlich dafür und dagegen spricht, erläutern wir im Beitrag " Gratis-Online-Office - die Vorteile und Nachteile im Überblick ". In diesem Artikel schauen wir uns nun die drei wichtigsten Online-Office-Pakete genauer an. Die Frage lautet: Lassen sich damit trotz des abgespeckten Funktionsumfangs übliche Alltags-Aufgaben bewältigen?

Alltags-Szenarien: Das sollte ein Online-Office können

Dazu haben wir die folgenden Szenarien und Anforderungen aufgestellt.

Textverarbeitung: Hier geht es darum, einen ansehnlichen Brief zu erstellen. Es sollte möglich sein, zwischen mehreren Schriftarten auszuwählen, gängige Textformatierungen wie Fett, Kursiv und Unterstrichen anzuwenden und die Ausrichtung  von Textteilen festzulegen (linksbündig, rechtsbündig, Blocksatz). Die Anpassungen sollten sich als Absatzformat hinterlegen lassen. Wünschenswert wäre außerdem, wenn sich ein (selbstaktualisierendes) Datumsfeld, eine automatische Aufzählung, eine Tabelle und Bilder hinzufügen lassen würden. Die Bilder sollten frei positionierbar sein und auf Wunsch vom Text umflossen werden. Was bei einer Textverarbeitung nicht fehlen sollte, ist eine automatische Markierung von Rechtschreibfehlern.

Tabellenkalkulation: Wir wollen eine Tabelle mit einigen einfachen Berechnungen erstellen. Die Web-App sollte uns mit einem Formelassistenten und einer Mustererkennung zur automatischen Weiterführung von fortlaufenden Werten unterstützen. Zur Visualisierung der Werte erwarten wir Diagramm-Funktionen und die Möglichkeit, die Darstellung von Zellen abhängig von Ihrem Wert automatisch ändern zu lassen (bedingte Formatierung). Wichtig sind uns außerdem eine Sortierungs- und eine Filterfunktion.

Präsentations-Programm: Wir möchten eine Präsentation mit Bildern, Texten und Tabellen erstellen. Sowohl für einzelne Folien-Elemente als auch für den Wechsel zwischen den Charts wollen wir zwischen mindestens einer Handvoll Übergangseffekte wählen können. Zu sehr verschnörkeln wollen wir die „Präsi“ aber nicht, denn das würde zu sehr vom Inhalt ablenken.

Übergreifende Funktionen: Generell sollten sich in den Web-Apps auch Dokumente in den Microsoft-Office-Formaten (.doc/.docx, .xls/.xlsx und .ppt/.pptx) öffnen und speichern lassen, da sie sich als Quasi-Standard etabliert haben. Die Darstellung sollte wenn, dann nur minimal abweichen. Besonders wichtig für die Bearbeitung von fremden Dokumenten: Die Dokumentenstruktur und die vorhandenen Auszeichnungen und Elemente sollten beim Speichen erhalten bleiben, selbst wenn sie in der Web-App nicht korrekt dargestellt werden. Wünschenswert ist eine Option, um die Web-App auch dann zu nutzen, wenn gerade keine Internet-Verbindung verfügbar ist.

Unseren Vergleich starten wir auf der folgenden Seite mit "Google Docs, Tabellen & Präsentationen".

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