Die automatische Variante macht Sinn, wenn Sie häufig Dateien hochladen oder diese permanent im Zugriff haben möchten, weil Sie damit arbeiten. Ein mögliches Szenario wäre, dass Sie am Arbeitsplatz täglich Dokumente online ablegen, um auch von zuhause aus Zugriff darauf zu haben. Alles, was Sie dafür benötigen, ist die kostenlose englischsprachige Firefox-Erweiterung Gspace – und Firefox selbst.
Nach der Installation starten Sie das Tool in Firefox über „Extras, Gspace". Daraufhin erscheint eine zweigeteilte Fensteransicht. Links sehen Sie die Inhalte Ihrer Festplatte, rechts ein leeres Feld. Dort werden die Dateien erscheinen, die Sie mit dem Tool in Ihr Google-Mail-Postfach transferiert haben.
Gspace konfigurieren: Zunächst müssen Sie auf „Manage Accounts" klicken und Ihre Benutzerdaten eingeben. Achten Sie darauf, bei „Google Mail ID" Ihre komplette Google-Mail-Adresse inklusive @googlemail.com beziehungsweise @Google Mail.com einzugeben – je nachdem, welche Endung korrekt ist. Beim Eintippen müssen Sie sich beeilen, denn bei einer Pause fügt das Tool automatisch @Google Mail.com an. Nachdem Sie auch Ihr Passwort eingegeben haben, klicken Sie auf „Add" und dann auf „Schließen". Wenn Sie nun aus dem Drop-down-Feld in der Symbolleiste Ihre Mailadresse auswählen und die Schaltfläche „Login" betätigen, stellt das Tool eine Verbindung zu Ihrem Postfach her. Die Erfolgsmeldung lautet immer „Logged in as ...@Google Mail.com", auch wenn Ihre Mailadresse auf @googlemail.com endet.
Sie können nun in der linken Fensterhälfte durch Ihre Festplatte navigieren und Dateien durch einen Klick auf den Pfeil nach rechts in Ihr Google-Mail-Postfach übertragen. Standardmäßig sind der Übersichtlichkeit halber alle Dateien ausgeblendet, die größer als 10 MB sind. Über das kleine Trichter-Icon schalten Sie diesen Filter aus.
Über den Pfeil nach links transferieren Sie Daten in die umgekehrte Richung. Auch Ordner lassen sich in dem virtuellen Laufwerk anlegen. Mit Umlauten hat das Tool kein Problem. Dateinamen sollten nicht länger als 200 Zeichen sein, sonst werden sie zwar hochgeladen, aber nicht in Gspace angezeigt.
So funktioniert’s: Das Tool geht im Hintergrund im Prinzip genauso vor, wie zuvor bei der manuellen Methode beschrieben: Es erstellt jeweils eine Mail an Sie selbst und hängt die Datei sowie ein Textdokument mit Meta-Informationen an. Darin stehen das Dateidatum und das virtuelle Verzeichnis, in dem das Tool die Datei anzeigt. Weitere Metadaten, etwa Dateiname und -größe, stehen im Betreff der Mail, außerdem das Erkennungsmerkmal „d$".
Zu beachten ist, dass Gspace Dateien, die größer als 14 MB sind, auf mehrere Mails aufteilt. Wenn Sie diese Dateien später von einem anderen PC aus herunterladen möchten, müssen Sie dort ebenfalls die Firefox-Erweiterung installieren.
Alle Mails von Gspace landen im Posteingang. Am besten legen Sie wieder einen Filter an: Alle Mails von Ihrer Mailadresse an Ihre Mailadresse, die im Betreff „d$" enthalten, sollen aus dem Posteingang ins Archiv verschoben werden. Gegebenenfalls arbeiten Sie mit einem Label.
Musik-Player integriert: Wenn Sie in Gspace über das zweite Drop-down-Menü in der Symbolleiste vom „File Transfer Mode" in den „Player Mode" wechseln, gelangen Sie zu einer kleinen Abspiel-Software für Musikdateien. Wenn Sie am Arbeitsplatz sind, können Sie so Ihre Lieblingsmusik anhören, die Sie von zuhause aus mit Gspace hochgeladen haben. Das Besondere: Die Musik spielt bereits während des Datentransfers und wird in diesem Modus nicht auf dem Arbeits-PC gespeichert. Wenn Sie statt dem „Player Mode" den „Photo Mode" wählen, können Sie mit einem Bildbetrachter bequem in allen Ihren online gespeicherten Fotos stöbern. Unter „Manage Accounts" lassen sich übrigens mehrere Google-Mail-Konten eintragen, sofern Sie weitere besitzen
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