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Kurz vorgestellt: Kodak Easyshare C813

16.01.2009 | 16:46 Uhr |

Mit einem Marktpreis von 66 Euro zählt die Kodak Easyshare C813 zu den günstigsten 8-Megapixel-Digicams. Wir haben das preiswerte Gerät angetestet.

Wer derzeit eine erschwingliche Digitalkamera für gelegentliche Schnappschüsse sucht, wird zwangsläufig über die Kodak Easyshare C813 stolpern. Momentan ist die Kamera bereits ab 66 Euro erhältlich. Grund genug für uns, den Schnäppchen-Kandidaten etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Gehäuse der Kodak-Digicam ist etwas dicker als bei teureren Modellen, aber immer noch flach genug, um unterwegs die Hemdtasche zu passen. Auch die Verarbeitungsqualität ist durchweg in Ordnung, lediglich die Klappe des Batteriefachs erweckt wenig Vertrauen.

Die technische Ausstattung kann sich trotz des niedrigen Preises sehen lassen: Ein 8,2-Megapixel-CCD ist für die Fotos verantwortlich. Ihm steht ein 3-fach-Zoom-Objektiv mit einer Brennweite von 36 bis 108 Millimetern äquivalent zum Kleinbildformat und einer Lichtstärke von f/2,7 bis f/4,8 zur Seite. Verwackelte Aufnahmen soll ein digitaler Bildstabilisator verhindern. Optimal wäre ein optischer Stabilisator gewesen, dessen Fehlen aber angesichts des Preises verschmerzt werden kann. Ein integrierter Objektivschutz bewahrt die Optik vor Staub und Beschädigungen. Die Verschlusszeit kann zwischen ½ und 1/1400 Sekunde variiert werden. Als Lichtempfindlichkeiten stehen ISO 80, 100, 200, 400, 800 und 1250 zur Auswahl.

Blasses Display, einfache Bedienung

Ein optischer Sucher ist wie bei Kompakt-Digicams üblich nicht an Bord. Als Ersatz dient das eingebaute 2,4-Zoll-Display mit 115.000 Bildpunkten. Bei Sonnenlicht lässt es sich nur schwer ablesen, tendiert zu unschöner Streifenbildung und neigt zudem leicht zum Nachziehen, was in der Praxis störend auffällt. Motive werden über einen TTL-Autofokus scharf gestellt. Im Test ging dieser eher träge zu Werke und verhinderte damit effektiv spontane Schnappschüsse. Pluspunkte konnte die Kodak-Kamera dagegen mit der unkomplizierten Menüführung und den zahlreichen Motivprogrammen sammeln. Foto-Neulinge kommen dadurch mit der Digicam sehr schnell zurecht.

Fotos legt die C813 im JPEG-Format ab. Abgelegt werden die Bilder entweder auf mageren 10 MByte integriertem Speicherplatz oder einer SD(HC)-/MMC-Speicherkarte. Im Test produzierte die Kamera ordentliche Aufnahmen, Farbwiedergabe und Bilddynamik konnten im Automatikmodus überzeugen. Auch der integrierte Blitz produzierte gute Ergebnisse. Bei höheren ISO-Empfindlichkeiten neigt die Kamera zu starkem Bildrauschen in dunklen Bildbereichen, wodurch die Aufnahmen fast unbrauchbar werden. Neben Fotos kann die C813 auch MJPEG-Videos unbegrenzter Länge aufzeichnen. Bei einer Auflösung von 640 x 480 Pixeln funktioniert das aber nur mit 15 Bildern pro Sekunde. Die deutlich flüssigeren 30 Bilder pro Sekunde sind nur bei 320 x 240 Bildpunkten möglich.

Die Energieversorgung der Kamera übernehmen zwei handelsübliche AA-Batterien, die im Lieferumfang enthalten sind. Mitgeliefert werden zudem eine Trageschlaufe, ein USB-Kabel sowie eine Einsatzplatte für Kodaks Easyshare-Kamera- und Druckerstationen. Eine Tragetasche oder ein Akku sind nicht dabei.

Fazit:

Kodaks Easyshare C813 ist eine brauchbare und günstige Digitalkamera für Einsteiger. Die Qualität der Fotos kann auch mit teureren Modellen mithalten. Für Schnappschüsse ist die Kamera aber aufgrund des langsamen Autofokus und des durchschnittlichen Displays nur wenig geeignet. Gelegenheitsknipser sollten trotzdem einen Blick auf die C813 riskieren.

Hersteller: Kodak
Web: www.kodak.de
Preis: ca. 66 Euro

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