Knowhow Drucker

Laser und LED

Laserdrucker sind in jedem Büro zu finden. Ihre Druckwerke basieren entweder auf Laser- oder LED-Technik. Der Ratgeber zeigt, wo die technischen Unterschiede liegen.Von Ralph Novak/iwc
Grundsätzlich arbeiten Laserdrucker schnell, vergleichsweise kostengünstig und verarbeiten bei Bedarf auch hohe Druckvolumina von mehr als 100.000 Seiten pro Monat.

Das Jahr 1942 gilt mit der Erteilung des Patents zur Elektrofotografie für den US-amerikanischen Physiker Chester Carlson als Geburtsjahr des Laserdruckers. Xerox (oder genauer gesagt der Unternehmens-Vorläufer) kaufte das Patent 1947 und brachte 1949 den ersten kommerziellen Kopierer auf den Markt.

Funktionsweise des Farblaserdrucks - hier: das
Single-Pass-Verfahren (Quelle: Xerox)
Vergrößern Funktionsweise des Farblaserdrucks - hier: das Single-Pass-Verfahren (Quelle: Xerox)
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Das wichtigste Bauteil eines Laserdruckers ist die beschichtete Fotoleiter-Trommel, die elektrisch geladen und per Licht entladen werden kann. Zunächst wird die Fotoleiter-Trommel von der Korona-Walze (oder vereinzelt noch von einem Korona-Draht) negativ geladen. Ein umgelenkter Laserstrahl malt anschließend ein nicht sichtbares Abbild des zu druckenden Bildes auf die Fotoleiter-Trommel. Dort wo der Laserstrahl trifft, entlädt sich die Trommel. Und dort wo die Trommel entladen ist, wird der negativ geladene Toner angezogen und gelangt somit auf die Fotoleiter-Trommel. Im nächsten Schritt presst die Fotoleiter-Trommel das Tonerbild auf das elektrostatisch geladene Papier, das an der Trommel vorbei gezogen wird. Dann schieben Transportrollen das Papier weiter zur Fixiereinheit. Dort wird der Toner mittels Hitze auf das Papier unveränderlich fixiert. Fertig ist der Laserdruck - siehe Grafik.

Ein kompliziertes Verfahren, daher sind Laserdrucker auch deutlich komplexer als Tinten-, Gel- oder Solid-Ink-Drucker. Nur der gewaltige Konkurrenzdruck, optimierte Fertigungsverfahren, Dumping-Löhne in Fernost und teure Tonerkartuschen ermöglichen es, dass Laserdrucker heutzutage für knapp 200 Euro über die Ladentheke wandern. Laserdrucker haben zwei gravierende Nachteile: Die Bildtrommeln verschleißen und müssen je nach Modell und Hersteller nach einem gewissen Druckvolumen ausgetauscht werden. Zudem kann ein Farblaser-Drucker nicht randlos drucken. Damit fehlt eine wichtige Funktion beispielsweise für Broschüren, Flyer, Poster und Fotos.

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