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Kleine Bastelei: Analoges Lauflicht mit 9 LEDs

26.06.2014 | 10:00 Uhr |

Den ersten Versuch machte Burkhard Kainka mit drei LEDs, die je nach verwendeter Stromquelle schnell und hell oder langsamer und weniger hell flackerten. Wie ein Lauflicht aussehen kann, wenn man neun LEDs verwendet, beschreibt er hier.

Burkhard Kainka ist Autor diverser Bücher und CDs und betreibt die Websites www.b-kainka.de und www.elektronik-labor.de .In seiner Bastelecke stellt er kleine Projekte "für junge und jung gebliebene Elektroniker" vor, die sich schnell nachbauen lassen. Vorgestellt haben wir bereits seinen Multi-LED-Blitzer in einer Glühbirne und ein Gammastrahlen-Mikrofon . Heute geht es um ein analoges Lauflicht mit 9 LEDs.

Mit drei LEDs habe ich die Schaltung ja schon mal gemacht. Aber im Prinzip müsste die Schaltung mit jeder beliebigen ungeraden Anzahl LEDs funktionieren. Also habe ich einen Test mit neun LEDs vorbereitet. Alles wurde mit Bauteilen aus der Bastelkiste auf einen Kaffeedosendeckel gelötet. Neun Stufen sind günstig, weil man freihändig ohne Winkelmesser die Verteilung einigermaßen hinbekommt. Übrigens: Die Ähnlichkeit mit einem Ringoszillator ist kein Zufall. Nur gibt es hier noch Verzögerungsglieder zwischen den Stufen.

Schaltplan für ein Lauflicht mit 9 LEDs
Vergrößern Schaltplan für ein Lauflicht mit 9 LEDs

Gebaut, ausprobiert - die Schaltung hat auf Anhieb funktioniert. Aber wie sie funktioniert, das hat mich überrascht. Wenn man nur zwei LEDs betrachtet, sieht es aus wie ein Wechselblinker. Im Wesentlichen sieht man immer eine leuchtende LED neben einer dunklen LED. Aber im schnellen Kreislauf wechseln die Zustände. Ich musste etwas länger nachdenken, bis ich verstanden habe, wie das abläuft. Jede Stufe ist ein Inverter. Im Prinzip wäre dies ein stabiler Zustand:


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Aber weil die letzte Stufe auf die erste zurückgekoppelt ist, passt da etwas nicht. Die linke Stufe kippt also mit einer kleinen Verzögerung um, was dann den nächsten Wechsel auslöst usw. Im Endeffekt läuft eine Störung im Kreis herum:


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Das sieht zwar ziemlich digital aus, aber tatsächlich gibt es weiche Übergänge. Und wenn man länger hinschaut, scheint ein Licht im Gegen-Uuhrzeigersinn im Kreis herumzusausen. Auf jeden Fall ist das Ergebnis völlig anders als bei drei Stufen.

Eigentlich wüsste ich jetzt gern, wie es mit fünf oder sieben Stufen funktioniert.

Hinweis für alle Bastler:
Wenn auch Sie ein kreatives Projekt entwickelt haben, schreiben Sie uns. Wir würden Ihre Konstruktionen, nützlich oder einfach nur schräg, gern im neuen PC-WELT-Hacks-Bereich auf www.pcwelt.de vorstellen. Schreiben Sie an Birgit Götz - bgoetz@pcwelt.de.
 

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