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Klage gegen RIAA wegen Anti-Piraterie-Kampagne

01.08.2003 | 12:58 Uhr |

Die RIAA löst mit ihrem energischeren Vorgehen gegen Raubkopierer und P2P-Nutzer immer mehr Widerstand in den USA aus. Der US-Telekom-Anbieter SBC Communications hat jetzt Klage gegen die RIAA eingereicht und will feststellen lassen, ob die Taktiken der RIAA Verfassungskonform sind. Auch der politische Widerstand nimmt zu.

Die RIAA löst mit ihrem energischeren Vorgehen gegen Raubkopierer und P2P-Nutzer immer mehr Widerstand in den USA aus. Laut eigenen Angaben verklagt der Verband derzeit jeden Tag knapp 75 User wegen Urheberrechtsverletzungen.

Der US-Telekom-Anbieter SBC Communications hat jetzt Klage gegen die RIAA eingereicht und will feststellen lassen, ob die Taktiken der RIAA Verfassungskonform sind.

Auch der politische Widerstand nimmt zu. So hat der republikanische Senator Norm Coleman aus Minnesota laut einem Bericht der New York Times Ermittlungen eröffnet. Er will klären, ob die Anti-Piraterie-Kampagne der RIAA Datenschutzrechte verletzt.

Coleman ist zwar ebenfalls der Ansicht, dass "jemandem sein Eigentum zu nehmen" ein Diebstahl sein. Er betont allerdings: "In diesem Land schneiden wir den Leuten nicht ihre Hände ab, wenn sie stehlen. Ich frage mich daher, ob die Tat die Strafe rechtfertigt."

Die RIAA nimmt als Anlass für ihr hartes Durchgreifen ein Gesetz, dass Teil des umstrittenen "Digital Millenium Copyright Act" (DMCA) ist. Coleman fordert, dass dieses Gesetz nun erneut überprüft werden müsse. "Wir haben es gesetzlich möglich gemacht, dass Vorladungen verschickt werden können, nun müssen wir kontrollieren, wie dieses Gesetz angewendet wird", so der Senator.

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