Crowd Funding
Die spannendsten Projekte auf Kickstarter
Wir zeigen Ihnen zehn Erfindungen der Website Kickstarter, die schon bald IT-Geschichte schreiben könnten. ©© iStockphoto.com/Pavjel Ignatob
Kickstarter: Beispiele von besonders erfolgreichen Projekten
Einerseits erweisen sich soziale Netzwerk als äußerst praktisch, um Informationen in kürzester Zeit zu verbreiten. Andererseits erhalten unerwünschte Dritte wie die Anbieter selbst Zugang zu Ihren übermittelten Daten. Privly schützt Ihre Privatsphäre. Beispiel: Installieren Sie die entsprechende Browser-Erweiterung für Firefox oder Chrome und senden den Tweet per Mausklick auf den entsprechenden Eintrag im Kontextmenü an Privly, erhalten Sie einen Link zu dem von Ihnen übertragenen Text. Posten Sie diesen Link anschließend auf Twitter, können lediglich diejenigen die Nachricht lesen, deren Browser über die Privly-Erweiterung verfügt. Obwohl der optische Eindruck entsteht, die Kommunikation laufe über Twitter, findet der Nachrichten-Austausch in Wirklichkeit über die Privly-Server statt. Twitter hat somit keinerlei Zugang zu den geteilten Inhalten. Hinweis: Privly hat laut Herstellerangaben dabei ebenfalls keinen Zugang zu Ihren Informationen, da die Erweiterung diese bereits vor der Übertragung zum Server verschlüsselt. Das Konzept scheint auf große Begeisterung gestoßen zu sein, denn entgegen dem ursprünglichen Ziel von 10.000 US-Dollar nahmen die Entwickler 26.891 US-Dollar und somit mehr als doppelt so viel ein.
Robey Holderith orientiert sich an künftigen Standards, indem er den von ihm geplanten Text Editor in HTML5 umsetzt. So wird der Text Editor plattformunabhängig und lässt sich flexibler einsetzen - wo immer ein Browser wie IE, Firefox oder Chrome installiert ist, läuft auch diese Anwendung. Der Editor unterstützt Javascript, Canvas für Text-Rendering sowie WebGL für die GPU-Beschleunigung - letzteres sorgt für flüssigere Bewegung von Grafiken. Die bereits im Browser enthaltene Tab- und Split-Screen-Funktion, aber auch die Syntax-Hevorhebung erleichtern Programmierern die Arbeit - wie der Hersteller bereits erwähnt, handelt es sich dabei allerdings nicht um eine umfangreiche IDE (Integrated Development Environment). Zudem bietet der Editor eine Anbindung an HTTP- beziehungsweise Javascript-Bibliothek unterschiedlicher Online-Dienste wie Dropbox. Legen Sie beispielsweise eine zu bearbeitende Datei darin ab, können Sie diese direkt bearbeiten. Dieses Projekt hat Spendengelder von insgesamt 7.061 US-Dollar eingenommen, wobei lediglich 4.096 US-Dollar angestrebt wurden.
Trigger Trap löst eine Kamera aus, sobald Sie den damit verbundenen Laser-Strahl unterbrechen oder ein Geräusch wie beispielsweise Händeklatschen erzeugen - äußerst praktisch, um nicht mehr länger auf andere beziehungsweise die zeitlichen Vorgaben des eingebauten Auto-Auslösers angewiesen zu sein. Doch das scheint bei weitem noch nicht alles zu sein. Über die AUX-Schnittstelle können Sie weitere Auslöserquellen festlegen - dazu gehört beispielsweise ein Handy. Da es sich dabei um ein Opensource-Projekt handelt, können Sie sich als Bastler die Anleitung auf Triggertrap.com herunterladen oder sich wahlweise das fertig gestellte Gerät gegen ein Entgelt bestellen. Trigger Trap scheint ebenfalls auf große Begeisterung gestoßen zu sein, denn entgegen der ursprünglich angestrebten 25.000 US-Dollar hat der Entwickler 77.262 US-Dollar an Förderspenden eingenommen.
Das kleine Gerät t?d überträgt per Bluetooth 4.0 Veränderungen in Ihrer Umgebung mit einer Reichweite bis zu rund 150 Meter an Ihr Smartphone oder Tablet. Bringen Sie das Gerät beispielsweise an Ihrem Sprößling an und entfernt sich dieser unerlaubt von Ihnen beziehungsweise entzieht sich Ihrer Aufsicht, schlägt die App Alarm. Anfang Mai haben 265 Befürworter ingesamt 15.289 US-Dollar für das Projekt gespendet. Das Ziel liegt bei 50.000 Dollar.
Sie sind von Ihrem Smartphone beziehungsweise den unterschiedlichen Funktionen begeistert, doch vertippen sich nach wie vor nur zu oft auf der virtuellen Tastatur - anstatt sich diesem Frust weiterhin auszusetzen oder sich gar für ein Handy samt physikalischen Tasten um zu entscheiden, können Sie alternativ auf das von Dennis Todora geplante Projekt Qwik-Keyz warten beziehungsweise dessen Entwicklung bei Interesse sogar finanziell unterstützen. Bei Qwik-Keyz handelt es sich um eine Schutzfolie für das iPhone, die kleine Luftblasen über die virtuelle Tastatur legt und somit die Druck- sowie Berührungspunkte verstärkt. Dadurch sollen Sie ein besseres Gefühl für die Tastatur bekommen und sich folglich weniger vertippen. Eine einfache, doch äußert praktisch klingende Erfindung. Anfang Mai hatten 89 Befürworter ingesamt 5.522 US-Dollar gestiftet. Das Ziel liegt bei 15.000 Dollar.
Über USB-Port verbundene Massespeicher-Geräte wie Festplatten oder Speicher-Sticks gehören zwar einerseits zu den am häufigsten verwendeten Speichermedien für digitale Inhalte, doch lassen sie sich andererseit nicht nativ und daher nur äußerst umständlich mit den immer beliebter werdenden Smartphones und Tablets verbinden. Der Hostentaschen-große Adapter CloudFTP verwandelt jedes USB-Massenspeicher-Gerät in einen drahtlosen Daten-Server. So können Sie auf dem USB-Massenspeicher-Gerät befindliche Daten nicht nur über ein von CloudFTP selbst erstelltes ad-hoc WLAN und somit kabellos auf ein Smartphone beziehungsweise Tablet übertragen und öffnen, sondern Daten zudem über das Internet mit Online-Speicherplätzen wie Dropbox oder Apple iCloud abgleichen und folglich allerort verwalten. Der eingebaute Akku versorgt das Massenspeicher-Gerät mit Strom - eine externe Stromquelle wie etwa der Anschluss an eine herkömmliche Steckdose wird dabei unnötig und erlaubt somit einen flexibleren Einsatz. Diese clevere Erfindung ist bei den Befürwortern offensichtlich auf sehr großen Anklang gestoßen, denn - entgegen dem Ziel von 100.000 US-Dollar - hat das Projekt stolze 262.351 US-Dollar an Fördergeldern und somit mehr als doppelt so viel eingestrichen.
Tragbare Geräte per Sonnenenergie aufzuladen und somit nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel zu schonen, ist prinzipiell nichts neues - der Bastler David Foster hingegen hat diese Idee nun aufgebohrt und mit dem LilyPad eine besonders pfiffige Allround-Lösung entwickelt. LilyPad setzt auf Solar-Ink-Technologie, die neben natürlichem Sonnenlicht auch Kunstlicht in Energie verwandelt - letzteres spart vor allem beim Heimgebrauch Strom. LilyPad beschränkt sich jedoch nicht nur auf das iPad, sondern lädt per integriertem USB-Anschluss gleichzeitig andere Geräte wie Handys auf. Die HDMI-Schnittstelle überträgt Video- und Audio-Signale und erlaubt es somit, Filme vom iPad auf den Fernseher zu übertragen und darauf anzuschauen - praktisch für alle diejenigen, die nicht auf AirPlay zurückgreifen können. Entgegen der gewünschten 27.000 US-Dollar hat die besonders clevere Erfindung stolze 104.482 US-Dollar an Fördergelder eingebracht.
Das iPhone 4S verfügt über eine eingebaute Kamera, die bei einer Auflösung von 8 Megapixel durchaus mehr als nur vorzeigbare Schnappschüsse hervorbringt. Während die Auflösung stetig steigt, bleibt die Linse immer gleich. Olloclip schafft hier nun Abhilfe. Der Aufsatz erweitert die Linse um weitere Effekt - darunter Weitwinkel, Makro und Fischauge. Zudem können Sie den Linsenaufsatz mit unterschiedlichen Foto- sowie Video-Apps verwenden. FaceTime und Hipstamatic sind dabei nur zwei von vielen Beispielen. Im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten fällt der Aufsatz nicht nur Hosentaschen-gerecht aus, sondern bietet zudem auf beiden Seiten jeweils eine Linse. Daher genügt es, den Aufsatz einfach umzudrehen. Die Fan- und Fördergemeinde scheint großen Gefallen an dieser durchaus cleveren Erfindung zu haben, denn entgegen dem Ziel von 15.000 US-Dollar erhielt das Projekt 68.201 US-Dollar.
Der schlüsselgroße USB-Speicher-Stick Isostick speichert nicht nur Daten, sondern ist zudem in der Lage, CD- und DVD-Images - auch als ISO bekannt - direkt zu booten. Das heißt: Isostick funktioniert ganz ohne Zusatz-Software und somit auf jedem Computer. Sobald Sie den Stick mit dem Computer verbinden, erscheinen im Windows-Explorer zwei Laufwerke - zum einen das des Speicher-Sticks, zum anderen ein optisches Laufwerk. Aktivieren Sie das optische Laufwerk, spielt der Stick das auf sich befindliche ISO-Format ab - ganz so, als ob Sie eine CD oder DVD in ein optisches Laufwerk einlegen. Eine durchaus praktische Erfindung für Geräte ohne optisches Laufwerk wie Netbooks. Die eingenommenen Fördergelder von 66.607 Dollar liegen bei dieser ebenfalls pfiffigen Erfindung deutlich über dem Ziel von 25.000 Dollar.
Möchten Sie die Wikipedia-App auf Ihrem iPhone nutzen, benötigen Sie eine aktive Internet-Verbindung. Dabei können gerade während einer Sightseeing-Tour im Urlaub enorme Kosten auf Sie zukommen. Der Programmierer Dan Phiffer plant derzeit das Projekt Offline Wikipedia, eine kostenlose iOS-App, die Inhalte des Online-Lexikons offline zur Verfügung stellt. Zuvor aufgerufene Inhalt speichert die App dabei lokal auf dem Smartphone. So können Sie selbst bei fehlender Internet-Verbindung jederzeit auf Informationen zugreifen. Das Projekt hat 145 US-Dollar an Unterstützung eingeholt, wobei das ursprüngliche Ziel bei 99 US-Dollar lag.






