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Kazaa schlägt zurück

28.01.2003 | 12:58 Uhr |

Sharman Networks, Besitzer der Tauschbörsen-Software Kazaa, hat in Los Angeles Klage gegen die Film- und Musikindustrie eingereicht. Laut Sharman sei die Industrie lediglich daran interessiert, mögliche Konkurrenten aus dem Weg zu räumen.

Sharman Networks, Besitzer der Tauschbörsen-Software Kazaa , hat in Los Angeles Klage gegen die Film- und Musikindustrie eingereicht. Laut Sharman sei die Industrie lediglich daran interessiert, mögliche Konkurrenten aus dem Weg zu räumen. Dies berichtet " Cnet ".

Dem Bericht zufolge haben sich Vertreter von Sharman (und seinem Geschäftspartner Altnet) mehrmals mit Vertretern der Musikindustrie getroffen. Ziel sei ein Lizenzvertrag gewesen, der den Vertrieb urheberrechtlich geschützter Titel per Internet legalisiert hätte.

In seiner Klage behauptet Sharman, dass einige Vertreter der Industrie durchaus Interesse an einer solchen Vereinbarung gezeigt hätten, aber von der RIAA zurückgepfiffen wurden. Diese hätte ihre Partner "wiederholt instruiert", die Kontakte mit Altnet und Sharman nicht fortzusetzen.

Somit kommt das Unternehmen zu dem Schluss, dass es der Industrie nicht um eine einvernehmliche Einigung gehe, sondern dass vielmehr unliebsame Konkurrenten aus dem Weg geräumt werden sollen, um den Weg für eigene Musik- und Filmangebote im Internet frei zu machen.

Erst vor wenigen Wochen urteilte ein Gericht in den USA, dass US-Studios die Muttergesellschaft von Kazaa, Sharman Networks, in den USA verklagen dürfen, obwohl das Unternehmen seinen Sitz in Australien hat ( wir berichteten ).

US-Gericht: Provider muss Kazaa-Nutzerdaten an RIAA rausrücken (PC-WELT Online, 22.01.2003)

US-Studios dürfen Kazaa-Muttergesellschaft verklagen - in den USA (PC-WELT Online, 13.01.2003)

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