Die Macher von Encarta scheinen auch keine großen Freunde des Filesharing zu sein, wie sonst ist es zu erklären, dass die Eingabe von "Kazaa" keine Eingebnisse liefert. "Napster" und "Peer-to-Peer" sind Encarta hingegen ein Begriff, ebenso das "ZIP-Laufwerk" (allerdings nicht in der Standard-Ausgabe von Encarta).
Dass sich Encarta ausgesprochen auskunftsfreudig zu Bill Gates und Microsoft gibt, dürfte niemanden überraschen. Bemerkenswert ist aber, dass im Microsoft-Artikel neben DOS und Windows auch Unix und Linux erwähnt und das Open Source-System keineswegs negativ beschrieben wird. Ein kleines Beispiel dafür? "In den letzten Jahren ist Linux der Durchbruch als ernst zu nehmendes Betriebssystem auf breiter Front geglückt: Große Unternehmen nutzen Linux als verlässliches Betriebssystem, besonders im Serverbereich". Außerdem kann man lesen: "Im Bereich der Büroapplikationen hat sich Staroffice erfolgreich bewährt".
Mehr Objektivität kann man von einem Lexikon aus dem Hause Microsoft wirklich nicht erwarten. Allerdings findet sich im gesamten Artikel zu "Microsoft", in dem die Unternehmensgeschichte bis 2001 beschrieben wird, nicht ein einziges Mal der seit Jahren andauernde Kartellprozess erwähnt.
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