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Kazaa: Anwender sollen ihre Stimmen erheben

18.11.2003 | 12:33 Uhr |

Im nicht enden wollenden Kampf zwischen Industrie und P2P-Börsen will Kazaa nun seine wohl schwerste Artillerie in Stellung bringen: seine Anwender. In einer am Mittwoch startenden Werbekampagne sollen Kazaa-Mitglieder dazu ermuntert werden, ihre Stimme gegen die Industrie zu erheben.

Im nicht enden wollenden Kampf zwischen Industrie und P2P-Börsen will Kazaa nun seine wohl schwerste Artillerie in Stellung bringen: seine Anwender. In einer Werbekampagne sollen die 60 Millionen Kazaa-Mitglieder dazu ermuntert werden, ihre Stimme gegen die Industrie zu erheben. Das Ziel: Die Entertainment-Industrie soll ihre Inhalte an Sharman Networks, dem Betreiber von Kazaa, lizenzieren.

Die rund eine Million Dollar schwere Kampagne soll am Mittwoch in den USA, Kanada und Australien starten und beinhaltet unter anderem Anzeigen in Studentenzeitungen von 34 der größten US-Colleges sowie Werbebanner bei Yahoo und rollingstone.com. Die Kampagne soll Kazaa-Anwender auffordern, von der Industrie zu verlangen, dass diese ihre Inhalte an Kazaa lizenzieren sollen, so Nikki Hemming, CEO bei Sharman Networks. Zudem sollen die Mitglieder auch die jeweiligen Politiker ihres Bezirks über den Sachverhalt aufklären.

"Es ist ein Aufruf zum Handeln", so Hemming. "Es ist Zeit, auf Peer-to-Peer zuzugehen. Wir möchten das Bewusstsein von Entscheidern weltweit dahingehend sensibilisieren, dass es einen besseren Weg gibt, Dinge zu machen, einen besseren Weg gibt, Inhalte zu vermarkten und zu verbreiten und einen besseren Weg gibt, sich mit Fans zu beschäftigen, ohne sie zu verklagen."

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