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Das ideale Netbook

16.03.2009 | 14:46 Uhr |

Klein, leicht, günstig: Netbooks eignen sich als idealer Begleiter für unterwegs oder als Zweit- oder Drittrechner. Doch die Auswahl ist groß – wir geben Tipps, wie Sie den richtigen Mini-Laptop finden.

Ein großer Akku bringt ein Laufzeit-Plus: Wichtig für einen mobilen Rechner
Vergrößern Ein großer Akku bringt ein Laufzeit-Plus: Wichtig für einen mobilen Rechner
© 2014

Das Angebot bei Netbooks ist groß und vielfältig. Die Mini-Laptops gibt es mit Linux oder Windows XP Home, mit robuster Flash- oder großer Notebook-Festplatte. Einige Eigenschaften haben sie allerdings gemeinsam: Sie sind sehr rechenschwach, besitzen eine kleines Display, das zwischen sieben und 12 Zoll misst, sind deutlich leichter als ein Standard-Notebook – die meisten Netbooks wiegen rund ein Kilogramm - , und besitzen kein optisches Laufwerk. Auf fünf Punkte sollten Sie bei der Auswahl eines Netbooks aber besonders genau achten:

Ein spiegelndes Display sieht gut aus, ist aber nicht ergonomisch
Vergrößern Ein spiegelndes Display sieht gut aus, ist aber nicht ergonomisch
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1. Display: Besser spiegelfrei
Ein entspiegeltes Display ist sinnvoll, denn dann lässt sich das Netbook auch unter freiem Himmel problemlos ablesen. So können Sie den Mini-Laptop überall mitnehmen, ohne sich um passende Beleuchtung kümmern zu müssen. Dazu sollte die Helligkeit aber auch bei einem entspiegelten Display bei rund 200 cd/m2 liegen.
Für gut ausgeleuchtete Innenräume reichen dagegen auch 130 bis 150 cd/m2 aus. Bei einer Helligkeit von rund 100 cd/m2 liegt die Grenze fürs ergonomische Arbeiten – darunter wird’s für die Augen unbequem.

2. Displaygröße: 10 Zoll sind das Mindestmaß
Der Trend bei Netbooks geht zum größeren Display. Die meisten neuen Geräte besitzen ein 10,2-Zoll- oder sogar ein noch größeres Display. Zwar zeigen Netbooks mit 8,9- oder 10,2-Zoll-Display meist die gleiche Auflösung – nämlich 1024 x 600 Bildpunkte. Damit sieht man auf dem größeren Display nicht mehr als auf dem kleineren.
Auf einem 10,2-Zoll-Netbook ist diese Auflösung für die Augen aber weniger ermüdend, weil Schriften und Icons größer erscheinen: Die Zeilenauflösung liegt nämlich bei 117 dpi (dots per inch: Bildpunkte pro Zoll), was etwa 1440 x 900 Bildpunkten auf einem 15,4-Zoll-Display entspricht. Ein 8,9-Zoll-Display mit 1024 x 600 Bildpunkten liegt bei 133 dpi, entsprechend 1680 x 1050 Bildpunkten bei 15,4 Zoll Diagonale.

3. Tastatur: Je größer, desto ergonomischer
Eine gute Tastatur ist besonders wichtig für ein Netbook, weil der Mini-Laptop sich vor allem zum Mailen, Chatten oder für sonstige Texte eignet. Doch die Tastatur der Mini-Laptops fällt deutlich kleiner aus als ein Standard-Notebook-Keyboard. Viele Tasten sind schmaler und teilweise anders platziert – Blind- und Schnellschreiber müssen daher auf jeden Fall eine Umgewöhnungszeit beim Umstieg aufs Netbook einplanen.
Recht gut funktioniert das Tippen auf den Schreibbrettern der Netbooks mit 10,2-Zoll-Display: Hier sind die Tasten ausreichend groß und liegen in einem 17,5-Millimeter-Raster. Das ist zwar immer noch deutlich kleiner als das 19-Millimeter-Raster bei einem Standard-Notebook. Doch auch Anwender mit größeren Händen können darauf sicher tippen.

Je größer die Netbook-Tastatur, umso schneller kann man darauf tippen
Vergrößern Je größer die Netbook-Tastatur, umso schneller kann man darauf tippen
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4. Akku: 6 Zellen sorgen für längere Laufzeit
Ein Netbook eignet sich ideal für unterwegs: Doch Sie müssen entscheiden, ob Ihnen geringes Gewicht oder eine lange Laufzeit wichtiger sind. Denn besonders leichte Mini-Laptops mit rund einem Kilogramm Gewicht bringen nur einen 3-Zellen-Akku mit: Der reicht beim Surfen per WLAN für rund 2,5 Stunden bis drei Stunden Laufzeit. Mit einem 6-Zellen-Akku können Sie über fünf – teilweise bis zu acht Stunden – Stunden kabellos per WLAN surfen. Zwar sind diese Netbooks rund 200 bis 400 Gramm schwerer als die Leichtgewichte: Doch die deutlich längere Akkulaufzeit macht diesen Nachteil auf jeden Fall wett.

5. Rechenleistung: Tempo spielt keine Rolle
Alle Netbooks bieten ausreichend Leistung für die begrenzten Aufgaben für die sie in Frage kommen – egal, ob mit Intel-, VIA- oder AMD-Prozessor. Die meisten Netbooks arbeiten mit dem Intel Atom N270. Damit entspricht ihr Leistungsniveau ungefähr einem vier bis fünf Jahre alten Notebook der Pentium-M-Klasse.
Für Surfen, Textarbeit und selbst einfache Bildbearbeitung – wenn dies auf dem kleinen Display überhaupt in Frage kommt – sind die kleinen Laptops ausreichend leistungsstark. Von einem externen optischen Laufwerk ist das Abspielen von DVDs möglich. Auch Divx-Filme von der Festplatte oder Flash-Videos aus dem Internet, zum Beispiel von You Tube klappen problemlos. Nicht geeignet sind die Netbooks für 3D-Spiele oder für Videobearbeitung. Auch das Umwandeln von Musik- oder Filmformaten sowie aufwändige Excelberechnungen dauern so lange, dass man sie besser auf einem normalen Notebook ausführen sollte.

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