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Kaufratgeber 2015: Die besten Smartphones

14.12.2015 | 12:00 Uhr |

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Soll es ein Smartphone für 200 Euro sein? 300? Oder gar über 500? Wir verraten, was sich beim Kauf lohnt.

Je größer das Smartphone, desto teurer ist es: Phablets, Riesen-Smartphones mit rund 6 Zoll Display-Diagonale, liegen an der Spitze der Preisskala. Doch bei den Top-Geräten zahlen Sie nicht nur fürs Display, sondern auch für hohe Rechenleistung und den Markennamen – Dinge, auf die Sie eventuell verzichten können. Deshalb lohnt sich ein Blick auf günstigere Geräte.

Siehe auch: Die 25 besten Smartphones unter 250 Euro

Darauf kommt es an: Schon für unter 100 Euro bekommen Sie ein Android- oder Windows-Mobile-Smartphone. Doch viel Spaß machen diese Smartphone-Schnäppchen nicht: Wegen eines langsamen Prozessors und wenig Arbeitsspeicher lassen sie sich nicht durchgängig flüssig bedienen. Außerdem sind sie häufig nur mit 4 GB Speicher ausgestattet. Empfehlenswerte Geräte bekommen Sie auf jeden Fall zwischen 200 und 300 Euro: Das Display ist zwischen 4,5 und 5 Zoll groß, mit qHD- (960 x 540) oder HD-Auflösung (1280 x 720). Ein Mittelklasseprozessor und 2 GB RAM bringen ausreichend Leistung für die meisten Apps. Auch LTE dürfen Sie bei diesen Smartphones erwarten, manche bringen sogar schon einen Amoled-Bildschirm mit, der einen hohen Kontrast und satte Farben garantiert.

Schnäppchen-Tipp: Wenn Sie auf Geräte von Herstellern aus der zweiten Reihe wie zum Beispiel das Huawei P8 Lite oder das Wiko Ridge ZTE setzen, sparen Sie Geld statt Ausstattung. Denn Smartphones von Top-Marken wie das Samsung A3 oder S5 Mini oder das Sony Xperia M4 kosten in diesem Preisbereich bei gleicher Ausstattung deutlich mehr.

Damit die Darstellung auch bei großem Display angenehm scharf bleibt, sollten Sie ab 5 Zoll auf jeden Fall ein Smartphone mit Full-HD-Auflösung auswählen. Die Preise für entsprechende Geräte wie das LG G4s oder das Motorola Moto X Play starten bei rund 300 Euro. Idealerweise sitzen ein starker Prozessor sowie 3 GB Arbeitsspeicher im Phone wie beim Honour 6 , damit die zahlreichen Pixel auch schnell bewegt werden. Hier stimmt dann auch die Qualität der Kamera bei Foto- und Videoaufnahmen: Die ergibt sich nicht nur aus großen Megapixelzahlen, die in diesem Preissegment schon bei 13 MP für die Fotokamera liegen dürfen, sondern vor allem an Detailreichtum und Farbbrillanz der Bilder.

Preis-Leistungs-Tipp: Motorola Moto X Play

Preis: rund 350 Euro
Ausstattung: Display: 5,5 Zoll LCD mit 1920 x 1080 Pixeln / Speicher: 16 GB / RAM: 2 GB / Prozessor: Qualcomm Snapdragon 615 (8 Kerne, 1,7 GHz)

Das braucht der Technik-Fan

Ab 500 Euro bekommen Sie die Top-Modelle der Smartphone-Hersteller: In ihnen stecken die schnellsten Prozessoren. Dabei ist weniger die Zahl der Kerne entscheidend als die Taktrate und die Stromsparmechanismen. Mit einem Achtkernprozessor wie dem Exynos 7420 im Samsung Galaxy S6 Edge oder dem Apple A9 im iPhone 6S sowie einem großen Arbeitsspeicher, der meist bei 3 GB oder sogar darüber liegt wie im S6 Edge+, arbeiten die Top-Smartphones absolut verzögerungsfrei. Das hilft nicht nur beim Surfen, sondern erlaubt auch grafisch intensive Spiele und Aufgaben wie aufwändige Bild- und Videobearbeitung. Auch die WLAN-Übertragung profitiert von einem leistungsfähigen Prozessor, weshalb es bei Top-Phones meist schneller geht als bei günstigeren Geräten, selbst wenn diese den aktuellen 11ac-Standard nutzen. Auch beim Mobilfunk sind die teuren Smartphones die schnellsten, denn viele im Preisbereich ab rund 400 Euro unterstützen LTE-Advanced, das Download-Raten mit maximal 300 MBit/s in einem entsprechenden Mobilnetz ermöglichen.

Tipp: Die besten Display der XXL-Smartphones

Auf Spiele und Videowiedergabe sind auch die großen und hochaufgelösten Bildschirme der Premium-Phones ausgelegt. Die Diagonale reicht von über 5 bis 6 Zoll, die Auflösung liegt meist bei Quad-HD (2560 x 1440 Pixel). Bei der hohen Punktedichte von über 400 ppi lassen sich einzelne Pixel nicht mehr unterscheiden, die Darstellung wirkt wie gedruckt und ist sehr angenehm für die Augen. Auch die Qualität der Kameras liegt bei den teuren Smartphones höher als im Einstiegs- und Mittelklassebereich: Sie nutzen lichtempfindlichere Sensoren sowie optische Bildstabilisatoren für Foto und Video, damit Aufnahmen auch bei wenig Licht und ohne Stativ optimal gelingen.

Die großen Smartphones passen nicht mehr bequem in die Hosentasche und lassen sich nur schwer mit einer Hand bedienen. Doch sie können einen größeren Akku aufnehmen, wodurch sie trotz der hochauflösenden Displays häufig eine bessere Laufzeit erzielen als kleinere Geräte mit sparsameren Komponenten. Schließlich bauen die Hersteller Spezialfunktionen zuerst in ihre teuersten Modelle ein: Sie erleichtern wie 3D Touch beim iPhone 6S (+) die Bedienung oder machen wie das seitlich gebogene Display beim Samsung Galaxy S6 Edge (+) mehr Informationen zugänglich. Nützlicher im Alltag sind Funktionen zum schnellen Laden oder für den sicheren Zugang zum Smartphone per Fingerabdruck-Scanner.

Schnäppchen-Tipp: Wenn Sie das Design und die Rechenstärke der Top-Smartphones schätzen, aber nicht rund 600 Euro für ein Galaxy S6 Edge oder sogar über 700 Euro für ein iPhone 6S ausgeben wollen, empfiehlt sich ein Vorgängermodell. Das Galaxy S5 bekommen Sie derzeit für knapp unter 400 Euro, das iPhone 6 für rund 600 Euro und das iPhone 5S für unter 500 Euro.

PC-WELT-Empfehlung: Samsung Galaxy S6 Edge

Preis: rund 600 Euro
Ausstattung: Display: 5,1 Zoll Super-Amoled mit 2560 x 1440 Pixeln / Speicher: 32 GB / RAM: 3 GB / Prozessor: Samsung Exynos 7420 (8 Kerne, 2,1/1,5 GHz)

Übrigens: Weitere Kaufratgeber für 2015 finden Sie beispielsweise zum Thema Notebooks und Tablets .

Video: Die besten Highend-Smartphones
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