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Kaufberatung Digitalkameras

23.12.2013 | 09:30 Uhr |

Die Kompaktkamera ist tot. Sie hat den Kampf gegen Smartphones und Systemkameras verloren, die den Kameramarkt dominieren. Es gibt aber auch einen Außenseiter, der sich hartnäckig hält: die Action Cam. Sie ist ein direkter Konkurrent zum Camcorder und profitiert von Sportlern sowie anderen Outdoor-Aktivisten. PC-WELT sagt Ihnen, worauf Sie beim Kamerakauf achten sollten.

Aktuelle Systemkameras arbeiten in der Regel mit 16 Megapixeln. Das reicht, um Fotos zu vergrößern und Bildausschnitte herauszustellen. Damit Ihre Bilder auch bei wenig Licht scharf werden, sollte die Kamera über einen Bildstabilisator verfügen. Ob dieser im Gehäuse (mechanisch) oder dem Objektiv (optisch) sitzt, ist Geschmackssache: Im Gehäuse ist er immer nutzbar, ein Objektiv mit Stabilisator müssen Sie extra kaufen.

Systemkameras bis 600 Euro zählen zu den Einsteigermodellen. Hier verzichtet der Hersteller meist auf den Sucher und oft auch auf den Blitz. Zudem sind die Gehäuse oft aus Kunststoff gefertigt. Systemkameras zwischen 600 und 1000 Euro sind mit Sucher, Blitz und hoch auflösendem Display ausgestattet. Sie arbeiten etwas schneller als ihre „günstigeren“ Kolleginnen, vor allem im Serienbildmodus.

Action Cams sind in erster Linie für die Videoaufzeichnung gedacht und lassen sich daher dank spezieller Halterungen an Helm & Co. montieren. Marktführer ist hier der Hersteller GoPro mit seiner Hero-Serie. Action Cams arbeiten mit einer meist weitwinkligen Festbrennweite und speichern die Daten im Format MPEG-4 AVC (H.264). Via App lässt sich der Bildausschnitt am Smartphone überprüfen – ein Display besitzen die Geräte logischerweise kaum.

Die GoPro Hero ist die wohl berühmteste Actioncam.
Vergrößern Die GoPro Hero ist die wohl berühmteste Actioncam.
© GoPro

Das braucht der Technik-Fan

In der Highend-Klasse ab 1000 Euro finden sich hochwertige Metallgehäuse, die schnellsten Autofokussysteme und die beste Kameraelektronik. Wer das Nonplusultra an Bildqualität möchte, sollte ein möglichst lichtstarkes Objektiv verwenden, also mit einer Anfangsblende von f2,8 und weniger. Was die Arbeitsgeschwindigkeit angeht, so finden sich bei einigen teureren Modellen Autofokus-Systeme, die je nach Motiv Phasendetektion oder Kontrastmessung einsetzen. Diese Hybridlösung ist besonders effektiv. Auch nützlich: ein hoch auflösendes Klapp-Display und ein integrierter WLAN-Adapter für die Verbindung zwischen Kamera und Smartphone oder Tablet.

Bei Action Cams sollten Technik-Fans auf die Full-HD-Auflösung achten, also 1920 x 1080 Bildpunkte bei 50 oder 60 Vollbildern pro Sekunde. Auch eine hohe Lichtempfindlichkeit ist von Vorteil, wenn Sie bei wenig Licht filmen möchten. Zuguterletzt sorgt ein externer Mikrofoneingang für optimalen Ton, sofern dieser gewünscht ist.

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