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Kaufberatung: Digitale Camcorder – Teil 2

05.08.2008 | 14:31 Uhr |

Im ersten Teil unseres Ratgebers haben wir Ihnen die Geräteklassen MiniDV- und DVD-Camcorder vorgestellt. In unserer Fortsetzung widmen wir uns den Modellen, die Videos auf Festplatten und Flash-Bausteinen speichern.

Camcorder, die als Speichermedien Festplatten oder Flash-Karten einsetzen, arbeiten wie ihre DVD-Verwandten mit dem MPEG-2-Format, ersparen dem Benutzer aber das nervige Finalisieren. Nach dem Filmen erfolgt dann der Datentransfer auf den Rechner via USB bzw. Kartenleser. In punkto Kapazität haben die Geräte mit Festplatte die Nase vorn: Bei Geräten, die Videos mit PAL-Auflösung aufzeichnen, kommen Platten zwischen 30 bis 60 Gigabyte zum Einsatz. So speichert der Sony DCR-SR75E laut Hersteller bis zu 41 Stunden Videomaterial in normaler Fernsehauflösung. Je nach Qualitätsstufe kann die Aufnahmekapazität auch deutlich unter dem Maximum liegen. Darüber hinaus wird das Limit beim Filmen meist nicht durch die Kapazität des Datenträgers sondern viel mehr durch die Kapazität des Akkus bestimmt. Es nützt nichts, wenn noch 40 Gigabyte frei sind, wenn dem Gerät der Saft ausgeht.

Outdoor-Profis
Alternativ bieten sich Camcorder mit Flashmemory an. Ihre Stärke liegt vor allem darin, dass die Speicher ohne bewegliche Teile auskommen, während bei Festplatten ein Spindelmotor die Magnetscheiben im Inneren in Rotation versetzt und Schreib-/ Lesearme blitzschnell hin und her sausen. Dadurch sind Flash-basierte Camcorder praktisch unempfindlich gegen Erschütterungen. Festplatten können dagegen im Betrieb gestört und schlimmstenfalls sogar beschädigt werden, falls beispielsweise der Schreib- und Lesekopf auf der empfindlichen Magnetscheibe aufsitzt. Aus diesem Grund eigenen sich Flash-Camcorder vor allem für den Einsatz bei Outdoor-Aktivitäten wie beispielsweise Mountainbiking oder Skifahren.

Speichermedien für Flash-Camcorder
Als Speicher kommen in der Geräteklasse vorwiegend SD-, SDHC- und MMC-Karten oder Memory-Sticks zum Einsatz. Dabei kann der Anwender von den günstigen Medienpreisen profitieren: Teils liegen die Preise für eine SD-Karte mit einer Kapazität von 4 Gigabyte mittlerweile schon unter der 10-Euro-Marke. Zum Vergleich: Für ein Microdrive mit identischem Speicherplatz müsste man 140 Euro auf die Ladentheke blättern. Darüber hinaus fallen auch die Gerätepreise von Einstiegsmodellen recht moderat aus. Wem beispielsweise Clips in VGA-Auflösung mit 640 x 480 Pixeln reichen, wird für etwa 70 Euro mit dem Aiptek PocketDV 6800LE fündig. Der Camcorder zeichnet Videos zudem im MPEG-4-Format auf. Hinsichtlich der Bildqualität darf man jedoch nicht zu viel erwarten. Nachteilig ist ferner, dass die Videos vor der Wiedergabe auf einem Fernsehgerät zuerst auf dem Rechner konvertiert werden müssen.

Höhere Bildqualität durch CMOS-Sensoren
Wesentlich komfortabler sind Geräte wie der SDR-S7EG-S von Panasonic . Er schlägt zwar mit 230 Euro zu Buche, arbeitet aber statt einem CMOS-Sensor bereits mit der CCD-Technik und unterstützt zudem Aufnahmen im PAL-Format. Diese lassen sich dann direkt am TV ausgeben. Wer noch mehr Qualität haben will, greift besser gleich zu einem Modell mit drei Sensor-Chips. Dort werden die drei Primärfarben Rot, Grün und Blau durch separate CCD-Sensoren eingefangen. Das Resultat ist eine bessere Bildqualität als mit einem Single-Chip-Gerät. Hier bietet Panasonic mit dem SDR-S150EG-S ein passendes Modell. Der Preis bewegt sich um die 450 Euro.

Vorschau
In unserem dritten und letzten Teil richten wir den Fokus auf die Königsklasse der High-Definition-Camcorder.

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