Kaufberatung
Der perfekte WLAN-Router
Die Transferrate des WLAN-Routers muss passen, sonst bringt auch die breiteste DSL-Leitung nichts. Damit das Tempo stimmt, müssen Sie nicht nur die unterschiedlichen WLAN-Standards beachten, sondern sollten auch hausgemachte Störungen der Funkstrecke vermeiden.
Es wird eng: Für die Bandbreite aktueller und künftiger DSL-Anschlüsse reichen WLAN-Router, die nur den 11g-Standard unterstützen, nicht mehr aus. Sie übertragen in der Praxis rund 20 bis 25 MBit/s: Wenn die Datenrate durch schlechte Funkbedingungen oder größere Distanzen einbricht, reicht das nicht mehr, um die volle Bandbreite eines DSL-Anschlusses mit 16 MBit/s ohne Verlust ins Netzwerk zu bringen. Deshalb sollten Sie auf Router mit dem vorläufigen Standard 11n umsteigen: Unter guten Bedingungen schaffen diese Geräte über kurze Distanz zwischen 70 und 100 MBit/s. Das genügt auch für VDSL-Anschlüsse und um problemlos große Datenmengen im Netzwerk zu bewegen, etwa beim Kopieren oder fürs Streamen von HD-Videos. Der endgültige 11n-Standard wird Ende 2009 verabschiedet. Doch schon jetzt arbeiten 11n-Komponenten verschiedener Hersteller meist problemlos mit hohen Datenraten zusammen – sofern sie auf Draft 2.0 von 11n basieren. Das höchste Tempo erreichen Sie, wenn WLAN-Router und -Adapter aus derselben Modellserie stammen. Doch auch mit Centrino-Notebooks, die ein 11n-WLAN-Modul nutzen, arbeiten aktuelle Router ohne Tempoeinbußen zusammen.
Den Tempoversprechen der Hersteller dürfen Sie keinen Glauben schenken: Mit 300 MBit/s werben sie für ihre aktuellen 11n-Router – ein theoretischer Fantasiewert. Richtig ist, dass Sie das beste Tempo im WLAN nur erreichen, wenn alle Geräte den 11n-Standard unterstützen. Kommuniziert ein 11n-Router mit einem 11g-Adapter, fließen die Daten nur mit dem langsameren Tempo des älteren Standards. Doch auch in einem 11g-Netzwerk kann ein 11n-Router den Datendurchsatz verbessern: Aktuelle Router unterstützen MIMO (Multiple-In, Multiple-Out) und nutzen deshalb mehrere Antennen für die Übertragung. So lässt sich die Reichweite des WLAN oder die Signalqualität verbessern. Ein echter Bremsklotz im WLAN sind alte 11b-Komponenten: Selbst wenn sie nicht übertragen, müssen die anderen WLAN-Teilnehmer aus Kompatibilitätsgründen auf sie warten.


