Kaufberatung

Der perfekte WLAN-Router

Montag den 02.03.2009 um 11:33 Uhr

von Thomas Rau

Der perfekte WLAN-Router
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Ein WLAN-Router soll schnell, sicher und gut ausgestattet sein. Doch welcher ist der Richtige? Wir geben zehn Tipps, wie Sie Ihr Funknetzwerk mit dem passenden Router perfekt einrichten.
Der WLAN-Router ist das Zentrum des Heimnetzwerks: Er stellt den Zugang zum Internet her und bindet im eigenen Netzwerk alle Rechner ein. Deshalb sollten Sie den Router mit Bedacht auswählen: Wenn er zu langsam ist, bleibt ein Teil der Bandbreite Ihres DSL-Anschlusses ungenutzt. Wenn er sich nicht bequem auf höchste Sicherheit einstellen lässt, laden Sie ungebetene Mitsurfer in Ihr WLAN ein. Doch neben Tempo und Sicherheit gibt es weitere entscheidende Punkte, mit denen sich ein bestimmter WLAN-Router von der Konkurrenz absetzen kann – sei es bei der Ausstattung, der Stabilität oder der Reichweite. Mit unseren zehn Kauftipps wissen Sie, worauf es bei einem WLAN-Router ankommt.

Tempo
Die Transferrate des WLAN-Routers muss passen, sonst bringt auch die breiteste DSL-Leitung nichts. Damit das Tempo stimmt, müssen Sie nicht nur die unterschiedlichen WLAN-Standards beachten, sondern sollten auch hausgemachte Störungen der Funkstrecke vermeiden.

Schritt 1: Jetzt auf 11n-Standard umsteigen
Es wird eng: Für die Bandbreite aktueller und künftiger DSL-Anschlüsse reichen WLAN-Router, die nur den 11g-Standard unterstützen, nicht mehr aus. Sie übertragen in der Praxis rund 20 bis 25 MBit/s: Wenn die Datenrate durch schlechte Funkbedingungen oder größere Distanzen einbricht, reicht das nicht mehr, um die volle Bandbreite eines DSL-Anschlusses mit 16 MBit/s ohne Verlust ins Netzwerk zu bringen. Deshalb sollten Sie auf Router mit dem vorläufigen Standard 11n umsteigen: Unter guten Bedingungen schaffen diese Geräte über kurze Distanz zwischen 70 und 100 MBit/s. Das genügt auch für VDSL-Anschlüsse und um problemlos große Datenmengen im Netzwerk zu bewegen, etwa beim Kopieren oder fürs Streamen von HD-Videos. Der endgültige 11n-Standard wird Ende 2009 verabschiedet. Doch schon jetzt arbeiten 11n-Komponenten verschiedener Hersteller meist problemlos mit hohen Datenraten zusammen – sofern sie auf Draft 2.0 von 11n basieren. Das höchste Tempo erreichen Sie, wenn WLAN-Router und -Adapter aus derselben Modellserie stammen. Doch auch mit Centrino-Notebooks, die ein 11n-WLAN-Modul nutzen, arbeiten aktuelle Router ohne Tempoeinbußen zusammen.

Schritt 2: Ein Standard fürs ganze WLAN
Den Tempoversprechen der Hersteller dürfen Sie keinen Glauben schenken: Mit 300 MBit/s werben sie für ihre aktuellen 11n-Router – ein theoretischer Fantasiewert. Richtig ist, dass Sie das beste Tempo im WLAN nur erreichen, wenn alle Geräte den 11n-Standard unterstützen. Kommuniziert ein 11n-Router mit einem 11g-Adapter, fließen die Daten nur mit dem langsameren Tempo des älteren Standards. Doch auch in einem 11g-Netzwerk kann ein 11n-Router den Datendurchsatz verbessern: Aktuelle Router unterstützen MIMO (Multiple-In, Multiple-Out) und nutzen deshalb mehrere Antennen für die Übertragung. So lässt sich die Reichweite des WLAN oder die Signalqualität verbessern. Ein echter Bremsklotz im WLAN sind alte 11b-Komponenten: Selbst wenn sie nicht übertragen, müssen die anderen WLAN-Teilnehmer aus Kompatibilitätsgründen auf sie warten.

Montag den 02.03.2009 um 11:33 Uhr

von Thomas Rau

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