Ratgeber Hardware

Top-Grafik & SSD-Turbo - der perfekte Spiele-PC

Donnerstag, 03.11.2011 | 14:45 von Benjamin Schischka
Fotostrecke Gaming-PC
© iStockphoto.com/pagadesign
Maximale Kantenglättung, volle Details, konstant 60 fps – mit dieser Hardware sind Ihre Lieblingsspiele, ob Shooter oder Strategie, nicht nur schön, sondern auch schnell.
Ob Battlefield 3 im Ultra-Modus oder Metro 2033 in 3D mit maximaler Kantenglättung – anspruchsvolle Gamer brauchen vor allem eines: eine starke Grafikkarte. CPU und RAM sind zwar nicht zu vernachlässigen, spielen aber nach der Grafikkarte bloß die zweite Geige. Beide zusammen haben nicht so viel Einfluss auf die Optik eines Spiels wie die Grafikkarte alleine. Egal ob PC von der Stange oder Eigenbau-Rechner - zur Billig-Grafikkarte im Wert von unter 100 Euro sollten darum selbst Puristen nicht greifen. Planen Sie mindestens 150 oder besser 200 Euro alleine für die Grafikkarte ein.

Grafikkarte: AMD oder Nvidia?

AMD-Grafikkarten sind vor allem im unteren Preissegment mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis stark vertreten. Die beliebte Radeon HD 5770 zum Beispiel kostet derzeit um die 100 Euro und bietet Sparfüchsen in aktuellen Titeln noch genug Leistung. Sie unterstützt DirectX 11 – eine Grafikkarte ohne DirectX 11 sollten Sie nicht mehr kaufen, egal wie günstig sie ist. Wenn Sie sich nach oben etwas Luft lassen wollen, greifen Sie aber besser zur Radeon HD 6950 oder der HD 6970. Weil die Produktnamen wenig Aufschluss über die Leistung bringen, orientieren Sie sich am besten an aktuellen Tests und Bestenlisten . AMD-Grafikkarten sind aufgrund ihrer potentiell vielen Anschlüsse für Nutzer mehrerer Monitore interessanter als die Nvidia-Konkurrenz. Wenn Sie über zwei oder gar fünf Bildschirme gleichzeitig spielen, sollten Sie auf jeden Fall zur schnellen AMD-Grafikkarte greifen. Denn mit steigender Auflösung steigt auch die Anforderung an die Grafikkarte.

Nvidia-Karten bieten im Wesentlichen zwei Vorteile. Die PhysX-Technik lagert Physik-Berechnungnen aus und zaubert so tolle Rauch- und Partikel-Effekte auf den Monitor; die Zahl der unterstützten Spiele ist aber äußerst gering. Batman Arkham Asylum und Metro 2033 profitieren beispielsweise von PhysX. Der stärkere Trumpf ist 3D Vision, das stereoskopisches Spielen per 3D-Brille ermöglicht. Die Konkurrenz AMD HD3D Technology steckt beim Thema „echtes 3D“ noch in den Kinderschuhen. Im Gegensatz zu PhysX ist die Palette der unterstützten Spiele bei Nvidias 3D Vision außerdem sehr groß. Nachteilig sind der gesteigerte Leistungshunger und die Extrakosten für 3D-Brille und 3D-fähigem Monitor (400 bis 500 Euro). Dem Helligkeitsverlust durch die Brille wirkt Nvidia mit der zweiten Generation 3D Vision 2 entgegen. Wer weniger als 200 Euro ausgeben möchte, greift beispielsweise zur Nvidia-Grafikkarte Geforce GTX 560 Ti, wer mehr ausgeben kann, wählt besser die GTX 570 .

Monitor: Full-HD und kurze Reaktionszeiten

Mit einer starken Grafikkarte im Rechner sollten Sie sich zum Zocken einen Full-HD-Monitor gönnen mit einer üppigen Bilddiagonale ab 24 Zoll. Achten Sie auf eine niedrige Reaktionszeit von maximal 8 ms oder weniger, damit schnelle Spiele wie Shooter nicht verwischen. Weil Hersteller bei der Angabe mit praxisuntauglichen Einstellungen einen Top-Wert erzwingen können, sollten Sie sich den Bildschirm ausführlich im Laden zeigen lassen. Wenn Sie keine schnellen Szenen zu sehen bekommen und die Bildschirm-Konfiguration nicht verändern dürfen, lassen Sie’s am besten und lesen Test-Berichte . Bei Knappheit im Geldbeutel können Sie natürlich auch Ihren alten Bildschirm weiternutzen und bei Gelegenheit nachrüsten.

Donnerstag, 03.11.2011 | 14:45 von Benjamin Schischka
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