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Den richtigen digitalen Camcorder finden

06.08.2008 | 10:55 Uhr |

Wer zum erstbesten digitalen Camcorder greift, riskiert einen Fehlkauf und jede Menge Frust. Das kann sich jeder sparen, der bereits vorab weiß, welche Anforderungen das Filmgerät erfüllen muss. Wir helfen Ihnen, den richtigen digitalen Camcorder zu finden.

Anhand der Speicherart lassen sich bei digitalen Camcordern vier Geräteklassen mit Vor- und Nachteilen sowie unterschiedlichem Preisniveaus unterscheiden. Den Anfang machen klassische Camcorder, die Videos digital auf Band sichern. Außerdem landen immer häufiger Geräte auf dem Markt, die als Speicher DVDs oder Blu-Ray-Discs, Festplatten oder Flash-Bausteine einsetzen. Darüber hinaus werden Modelle, die Bewegtbilder in herkömmlicher TV-Auflösung aufzeichnen, zunehmend durch Geräte ersetzt, die Videos in High-Definition-Qualität aufzeichnen.

Sony DVM80PR
Vergrößern Sony DVM80PR
© 2014

Filme auf Kassette
Von wegen angestaubt: Anders als bei der längst ausgedienten Musikkassette, werden Filme auf DV-Kassetten digital gespeichert. Obgleich die Technik aus dem Jahr 1994 stammt, liegt die Qualität mit einer konstanten Bitrate von 25 MBit/s über der von Movies mit MPEG-2-Komprimierung. Zum Vergleich: DVD-Camcorder speichern MPEG-2-Videos mit höchstens 9,8 MBit/s. Darüber hinaus lassen sich Videos im MiniDV-Format einfacher bearbeiten, da sie aus kompletten Einzelbildern bestehen. Zwar enthalten MPEG-2-Videos ebenfalls Vollbilder, aber dazwischen liegen Frames, die lediglich Informationen zu den vorherigen und nachfolgenden Bildern enthalten. Im Home- und semiprofessionellen Bereich herrscht das Format MiniDV vor. Kein Wunder, bei den günstigen Medien: Die streichholzschachtelgroßen Kassetten mit jeweils 60-Filmminuten sind bereits ab 1,50 Euro im Handel erhältlich.

Auf Sony s DVM80PR passen im Longplay-Modus sogar zwei Stunden Film in PAL-Auflösung. Dafür schlägt die Kassette mit rund 7 Euro zu Buche. Wer sparen will, investiert lieber in zwei Bänder á 60 Minuten. Sie fassen im LP-Modus zusammengerechnet 60 Minuten mehr Videomaterial. Übrigens bieten Longplay-Tapes dieselbe Bildqualität wie ihre Verwandten, sie werden lediglich langsamer abgespielt. Für einen MiniDV-Camcorder jenseits der 3-Megapixel-Grenze, wie Sonys DCR-HC94E, werden allerdings 600 Euro aufwärts fällig. Gravierendster Nachteil: Um an eine bestimmte Stelle zu gelangen, muss man umständlich vor- bzw. zurückspulen. Ferner erfordert das Überspielen der Daten auf einen Rechner dieselbe Zeit wie die Aufnahme selbst. Dafür lässt sich der DV-Videoschnitt auch mit älteren PCs bewerkstelligen. Zu guter Letzt muss der Camcorder von Zeit zu Zeit mit einem Reinigungsband von Schmutzpartikeln gesäubert werden.

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