Karriere-Bremsen

Die fiesesten Geheimcodes im Arbeitszeugnis

Freitag, 25.01.2013 | 10:55 von Channelpartner
Fotostrecke Die fiesesten Geheimcodes im Arbeitszeugnis
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In Arbeitszeugnissen wimmelt es von Doppeldeutigkeiten. Doch was steckt wirklich hinter den Formulierungen der Personalabteilungen?
In Arbeitszeugnissen wimmelt es von Doppeldeutigkeiten. Doch was steckt wirklich hinter den Formulierungen der Personalabteilungen? Anhand des Buches "Arbeitszeugnisse für Führungskräfte" von Thorsten Knobbe, Mario Leis, Karsten Umnuß, und Peter Böke, in der 5. Auflage erschienen bei Haufe , hat unsere Schwesterpublikation Channelpartn er für Sie die 40 wichtigsten Phrasen und deren Übersetzung zusammengestellt.

Allerdings müssen die vorgestellten Formulierungen nicht zwangläufig etwas Negatives bedeuten. So kann es auch an der eingeschränkten Formulierungskunst des Zeugnisausstellers liegen, dass manche Aussagen missverständlich sind. Manchmal entscheiden eben Nuancen über den Sinn. Wenn beispielsweise im Zeugnis steht, dass der Mitarbeiter mit "Fleiß und Interesse" bei der Sache war, was sich in "glänzenden Ergebnissen widergespiegelt" hat, dann ist das in Ordnung. Fehlt die zweite Passage, handelt es sich um ein codierte Formulierung, die dem Mitarbeiter zwar Fleiß bescheinigt, doch die Ergebnisse waren nicht zufrieden stellend.

Taucht also eine der folgenden Formulierungen in einem Arbeitszeugnis auf, sollte sich der Verfasser fragen, ob er es wirklich so meint. Schnell hat man einem an sich guten Mitarbeiter die Chancen für ein berufliches Weiterkommen verbaut. Wenn man im eigenen Arbeitszeugnis auf diese Phrasen stößt, sollte man umgehend das Gespräch mit der Personalabteilung suchen. Signalisiert der Arbeitgeber kein Entgegenkommen, gibt es durchaus die Möglichkeit, ein entsprechendes Arbeitzeugnis einzuklagen. ( awe )

Freitag, 25.01.2013 | 10:55 von Channelpartner
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (7)
  • ploecki 22:49 | 25.01.2013

    Floskeln

    Naja, man kann mit genug Argwohn ja in JEDE(!) Formulierung eine zweite (divergente) Ebene hineindeuten. Und die PC-Welt bemüht sich ja schließlich auch ständig, aktuelle Artikel zu veröffentlichen, gelle? Wie kann ich denn als Arbeitgeber eine Leistung überhaupt noch positiv formulieren, ohne dass es mir irgendein besserwisserischer Redakteur madig machen will...:bse:

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  • coboltt 11:24 | 25.01.2013

    Wie oft denn noch ???

    will PCW dieses Thema noch "durchkauen" -- passt ja auch hervorragend in eine PC-Fach zeitschrift, sofern man bei der PCW noch davon sprechen kann !:grübel::grübel::grübel:

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  • tempranillo 12:47 | 06.11.2012

    Stimmt. Aber ich denke mal, Selbständige, deren Laden wirklich läuft, haben eh keine Zeit für unsere Forentipps.

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  • Thor Branke 09:14 | 06.11.2012

    Zitat: kalweit
    ... und die Telefonnummer vom letzten Arbeitgeber viel interessanter.
    Dann könnte man doch gleich das Arbeitszeugnis entsprechend kurz abfassen.

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  • kalweit 08:32 | 06.11.2012

    Zitat: Torfkopp-
    Wie weit sie in der Zwischenzeit gediehen sind, wohl eher weniger. [...] Sich in Phrasen zu üben ist also ein Qualitätsmerkmal geworden ?
    Tja, man darf halt in einem Arbeitszeugnis nicht die wahre Leistung eines Arbeitnehmers benennen. Dagegen kann der Arbeitnehmer nämlich klagen und er wird gewinnen. Und genau aus dem Grund ist... [quote=chipchap]Dem meisten Personalchefs ist die Formulierung im Arbeitszeugnis völlig Rille Da ist der Lebenslauf und die Telefonnummer vom letzten Arbeitgeber viel interessanter.

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