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Kampf den Powerusern: ISP beschränkt Flatrate

11.02.2003 | 11:26 Uhr |

Der britische ISP "NTL" sieht sich derzeit einer Flut von Anrufen verärgerter Kunden gegenüber, nachdem das Unternehmen seine bis dato unlimitierte Flatrate begrenzt hat - auf ein Gigabyte Volumen pro Tag.

Der britische ISP "NTL" sieht sich derzeit einer Flut von Anrufen verärgerter Kunden gegenüber, nachdem das Unternehmen seine bis dato unlimitierte Flatrate begrenzt hat. Nutzer des so genannten "unlimited, always-on"-Breitband-Angebots dürfen ab sofort "nur" noch ein Gigabyte Daten herunterladen - pro Tag. Dies berichtet unsere Schwesterpublikation "PC Advisor" .

Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit dem Verweis auf einige wenige Poweruser, die durch die massive Nutzung des Tarifs die Performance des NTL-Netzwerks zum Nachteil der Anwender mit "normalem" Surfverhalten belasten. "Normal" wird demzufolge mit einem täglichen Datenvolumen von einem Gigabyte definiert. Dies entsprich in etwa 200 Musik-Titeln, 650 kurzen Videos, 10.000 Bildern, 100 größeren Programmen oder 20.000 Websites.

Innerhalb der nächsten 60 Tage will NTL das Surferhalten seiner Kunden überwachen und diejenigen Anwender anschreiben, die ihr Tages-Limit drei Mal innerhalb von 14 Tagen überschreiten. Allerdings, so das Unternehmen, sollen diese Kunden nicht gesperrt werden. Vermutlich wird diesen Anwendern der Wechsel zu einem anderen, teureren Tarif nahe gelegt werden.

Im Internet formiert sich bereits Widerstand gegen die Kappung der Download-Volumina bei einem Tarif, der bei einer 1 Mbps-Leitung pro Monat 35 Pfund (52,9 Euro) kostet. Dabei wird auf legale Anwendungen verwiesen, die pro Tag recht schnell ein Gigabyte Volumen aufbrauchen und sogar überschreiten würden. Als da wären hochwertige Video-Streams oder große Software-Updates.

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