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Neue Funktionen für Ihre Kamera

06.04.2009 | 08:55 Uhr |

Software-Updates kennen die meisten bislang wahrscheinlich nur vom PC. Doch aufgepasst: Auch für viele Kameramodelle gibt es eine solche Verbesserungsmöglichkeit – ein Firmware-Update.

Auch die Hinweise zum Update sind oft nur in englischer Sprache
Vergrößern Auch die Hinweise zum Update sind oft nur in englischer Sprache
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Als PC-Nutzer wissen Sie, wie nützlich Updates sind, mit denen sich Windows, Anwendungsprogramme und Tools erweitern oder von Fehlern befreien lassen. Auch für viele Digitalkameras bekommen Sie mit neuer Firmware vergleichbare Aufpeppmöglichkeiten. Wie Sie damit kostenlos an neue Funktionen für Ihr Kameramodell rankommen, wie Sie eine Firmware-Aktualisierung durchführen und welche Risiken ein Update bringt, lesen Sie hier.

Geheime Funktionen freischalten
Immer wieder machen Meldungen die Runde, die die Besitzer des betreffenden Kameramodells in Aufregung versetzen: Durch Aufspielen einer neuen Firmware solle, so heißt es dann meist in einschlägigen Foren, sich die Kamera um zahlreiche Profi-Funktionen erweitern lassen, die ansonsten nicht zur Verfügung stehen. Meist findet sich kurze Zeit später auch ein offizielles Statement des Kameraherstellers, der das Update und die damit verbundenen neuen Features bestätigt. Wer dem Download-Link folgt, das Update lädt und installiert, kann sich an einer aufgefrischten Kamera erfreuen. In jeder Digitalkamera steckt eine Firmware – ein kamerainternes Betriebssystem, das in einem Chip des jeweiligen Geräts gespeichert ist. Die Firmware wird beim Einschalten der Kamera ähnlich wie das PC-Bios aktiv, sie steuert alle Aufnahme- und Belichtungsfunktionen, verarbeitet die vom Fotochip angelieferten Bilddaten und speichert diese auf der Speicherkarte.

So peppen Sie Ihre Kamera auf
Die meisten Firmware-Updates lassen sich direkt von der Website des jeweiligen Kameraherstellers herunterladen. Teilweise finden sich die Update-Dateien allerdings nur auf der englischsprachigen Haupt-Website. Zum einen kann der Hersteller auf diesem Weg Programmierfehler beheben, die unter bestimmten Bedingungen zu einer Fehlfunktion der Kamera führen können. Zum anderen kann er mittels eines Updates die Funktionalität der Kamera verbessern, also neue Funktionen einbauen.Gerade bei der Umsetzung der Belichtungsabläufe unterlaufen den Entwicklern immer wieder Programmierfehler. Das hängt oft mit den immer kürzer werdenden Produktionszyklen zusammen – jeder Hersteller möchte möglichst schnell mit neuen Kameras potenzielle Kunden locken, auch wenn die Firmware möglicherweise noch nicht bis ins letzte Detail getestet wurde. Wer eine Kamera aus einer der ersten Chargen erwischt hat, muss sich häufig über kleinere Macken ärgern, die sich erst mit einer neuen Firmware abstellen lassen.

In diesen Fällen sollten Sie updaten
Genaue Infos dazu, welche konkreten Verbesserungen ein Update bringt, geben die Hersteller auf ihrer Website. Studieren Sie genau die Hinweise dazu, mit welchen Änderungen hinsichtlich Bedienung oder Kameraeinstellungen Sie rechnen müssen. Wir empfehlen Ihnen, nur dann ein Firmware- Update durchzuführen, wenn Sie Probleme mit Ihrer Kamera feststellen, die durch das Update behoben werden können. Andernfalls brauchen Sie das Update nicht, denn bei einer Aktualisierung kann immer etwas schiefgehen. Meist deckt die Herstellergarantie Beschädigungen oder Änderungen der Funktionen, die von einem Firmware-Update verursacht sind, nicht ab. Das nervt: Bei manchen Herstellern finden sich zwar auf der Website oder als Readme-Datei zum Update Hinweise darauf, welche neuen Funktionen das Update bringt, nicht jedoch Infos zur Fehlerbeseitigung. Auf diese Weise wollen die betreffenden Hersteller vermeiden, sich nachträglich eine Blöße zu geben. In den Diskussionsforen, die zu vielen Kameramodellen existieren (Suchmaschine konsultieren), finden sich in den meisten Fällen dann aber doch entsprechende Hinweise.

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