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Kalifornien macht Ernst im Kampf gegen Spam

24.09.2003 | 13:27 Uhr |

Im Kampf gegen unerwünschte Werbemails macht der US-Bundesstaat Kalifornien Ernst. Hierzu hat das kalifornische Parlament ein Gesetz beschlossen, das als das schärfste seiner Art gilt. Demnach drohen Spammern pro versendeter Mail bis zu 1000 Dollar und pro Spam-Kampagne bis zu einer Million Dollar Strafe.

Im Kampf gegen unerwünschte Werbemails macht der US-Bundesstaat Kalifornien Ernst. Hierzu hat das kalifornische Parlament ein Gesetz beschlossen, das als das schärfste seiner Art gilt. Demnach drohen Spammern pro versendeter Mail bis zu 1000 Dollar und pro Spam-Kampagne bis zu einer Million Dollar Strafe. Das berichtet das " Wall Street Journal ". Außerdem wird der Versand von Spam von und nach Kalifornien generell verboten. Am 1. Januar 2004 soll das Gesetz in Kraft treten.

Gouverneur Gray Davis, der das neue Gesetz unterzeichnete, begrüßte die Maßnahmen. " Die Zeit ist gekommen für skrupellose Spammer, damit aufzuhören, unsere Mail-Accounts mit unerwünschten Mails vollzuschütten", erklärte Davis.

Unternehmen, die weiterhin Werbe-Mails verschicken möchten, müssen eine Kundenbeziehung zu dem jeweiligen Adressaten nachweisen. Diese so genannte "opt-in"-Klausel unterscheidet sich von den so genannten "opt-out"-Klauseln, die in ähnlichen Antispam-Gesetzen anderer Bundesstaaten vorgesehen sind. Bei letzterem Modell müssen die Anwender aktiv gegen den Versender vorgehen, um von den Mailing-Listen entfernt zu werden.

Zwar hat auch der Bundesstaat Delaware eine "opt-in"-Klausel integriert, doch sei die kalifornische Umsetzung härter, da hier neben staatlichen Stellen auch Internet Service Provider und normale Bürger Spam-Delikte zur Anzeige bringen dürfen, so die Zeitung.

Abzuwarten bleibt die Wirksamkeit eines solchen Gesetzes gegen Gegner, die mit ständig wechselnden oder vertuschten Absenderadressen arbeiten und außerhalb der USA operieren.

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