Käuferschutz, Sicherheitsschlüssel und Kundenservice-PIN
Paypal-Konto sicher nutzen
Der Bezahldienst Paypal ist eine beliebte Alternative zur Kreditkarte. Das liegt auch daran, dass der Dienst inzwischen über ausgefeilte Sicherheitsfunktionen verfügt, die Käufer, Verkäufer und deren Konten schützen. PC-Welt.de stellt die Funktionen vor.
Seit Paypal 1998 gegründet wurde, hat sich einiges getan. Spätestens seit der Übernahme durch eBay und die darauf folgende Integration in die Verkaufsplattform hat sich Paypal als Alternative zur Kreditkarte etabliert. Was nur wenigen bekannt ist: Paypal ist nicht nur ein Bezahldienst, sondern verfügt auch über eine gültige Banklizenz. Allerdings sind die Guthaben auf einem Paypal-Konto nicht über ein Einlagensicherungssystem geschützt.
So geht's mit Paypal: Käuferschutz gegen Abzocker
Die meisten Nutzer verwenden den Dienst wohl als Käufer. Da Paypal ein Vorkassen-System darstellt, ist es für Betrüger oftmals verlockend, das Geld zu kassieren und die versprochene Ware niemals zu liefern oder einen Artikel zu versenden, der nicht der Beschreibung entspricht. In diesen beiden Fällen greift der so genannte Käuferschutz. Dieser besteht aus zwei Komponenten. Im ersten Schritt versucht Paypal einen direkten Kontakt zwischen den beiden Parteien herzustellen. Diese erste Konfliktmeldung muss innerhalb von 45 Tagen nach der Bezahlung erfolgen. Sollte es zu keiner Klärung kommen, hat man bis zu 20 Tage nach der Konfliktmeldung Zeit, um Paypal die Angelegenheit zu übertragen. Die entsprechende Option findet sich hier im Nutzerportal . Paypal erklärt den Käuferschutz in diesem Video:
Paypal Käuferschutz
Die Voraussetzungen für den Käuferschutz sind relativ simpel: Die Ware muss per Paypal bezahlt worden sein und es muss sich um etwas handeln, dass physikalisch verschickt werden kann - eBooks oder ähnliche Produkte fallen also nicht darunter. Ebenfalls ausgenommen sind Fahrzeuge und Produkte, die gegen die Paypal-Nutzerbedingungen verstoßen.
Verkäuferschutz - Hilfe für ehrliche Händler
Nicht nur bei den Händlern gibt es schwarze Schafe, auch Käufer nehmen es mit der Zahlungsmoral nicht immer genau. Der Verkäuferschutz greift beispielsweise bei Rücklastschriften, Kontounterdeckung, Kontomissbrauch, Rückbuchungen von Kreditkartenzahlungen und bei ungerechtfertigten Käuferbeschwerden. Allerdings müssen die Verkäufer dafür einige Punkte erfüllen. Paypal verlangt einen Nachweis, dass die Ware versichert versendet wurde. Zudem muss die Ware an die vom Verkäufer an die Adresse gesendet werden, die der Käufer in seinem Paypal-Profil hinterlegt hat - lassen Sie sich also auf keinen Fall auf eine alternative Adresse ein.
Technische Sicherheit: Token und PIN
Neben den Schutzfunktionen im Hintergrund gibt der Dienst seinen Nutzern zwei Möglichkeiten, aktiv das eigene Konto zu schützen: Den Sicherheitsschlüssel und die Kundenservice-PIN. Der Sicherheitsschlüssel ist eine so genannte Token-Lösung. Sie generiert jede Minute eine neue, sechsstellige Zahlenkombination. Ist der Sicherheitsschlüssel im Nutzerprofil aktiviert, fragt Paypal die jeweils aktuelle Kombination bei jedem Login ab – nur wenn ein Benutzer Passwort und Token-Nummer richtig eingibt, erhält er Zugriff auf sein Konto.
Paypal liefert den Sicherheitsschlüssel in zwei Varianten: Als Hardware-Token im Scheckkartenformat und als SMS-Dienst. Letzterer arbeitet ähnlich wie das bei der Online-Überweisung bekannte mTAN-Verfahren, bei jedem Login schickt Paypal den passenden Code an die hinterlegte Handynummer. Während der SMS-Sicherheitsschlüssel kostenlos ist, fallen für die Hardware-Variante 23 Euro Gebühren an. Dafür funktioniert der Hardware-Sicherheitsschlüssel auch mit eBay, die SMS-Variante klappt zum Testzeitpunkt nur mit Paypal.
Paypal Sicherheitsfunktionen
Die SMS-Variante des Sicherheitsschlüssels
Die Hardware-Variante des Sicherheitsschlüssels
Die Einstellungen zum Sicherheitsschlüssel
Die Optionen zur Konfliktlösung.
Über die Konfliktlösung kann man zwischen Käuferschutz und Fremdzugriff-Meldung wählen.
Der einmalige Kundenservice-PIN ist immer eine Stunde gültig, damit können sich Nutzer am Telefon als Kontoinhaber identifizieren.
Die Funktionsweise von Paypal
Deutsche sind vor Identitätsdiebstahl und Phishing-Mails relativ sicher.
Die zweite Sicherheitsfunktion ist die Kundenservice-PIN. Diese nutzt Paypal, um bei einem Gespräch die Identität des Anrufers zu verifizieren. Die PIN erscheint im Kundenbereich und ist jeweils eine Stunde gültig.
Ein Trick für die Besitzer des Hardware-Tokens: Wer seine Token-ID beim Login direkt im Anschluss an das Passwort eingibt, kann die separate Abfrage überspringen. Das klappt sowohl bei Paypal wie auch bei eBay.
Fazit
Wer Paypal ausgiebig nutzt, egal ob als Käufer oder Verkäufer, sollte in jedem Fall in einen Hardware-Token investieren. Zu Beginn ist der zusätzliche Schritt etwas nervig, allerdings gewöhnt man sich schnell an die Sicherheitserweiterung. Googlemail und Blizzard bieten zwar ähnliche Konzepte, allerdings sind diese nicht zueinander kompatibel. In jedem Fall sichert man das eigene Konto effektiv gegen Attacken und Übernahmen ab. Grundsätzlich lässt sich zwar auch der Token-Schutz durch gezielte Man-in-the-Browser-Attacken aushebeln, das setzt aber ein sehr hohes technisches Know-How voraus, welches nur wenige Kriminellen besitzen. Oder, um es mit einem alten Barwitz auszudrücken: Man selbst muss nicht das sicherste System haben, es muss nur sicherer sein als die meisten anderen.







06.06.12
So langsam empfinde ich die Berichterstattung hier als nur noch als reine Werbung.
Nicht nur das mit unsicherer Datenspeicherung in der Cloud für einschlägige Konzerne geworben wird, nun auch noch PayPal, das zukünftig wohl zwangsweise eingeführte Zahlungssystem von Ebay.
Liebe Redaktion, ich kenne in meinem recht weiten Umfeld mehr als genug Menschen, die mit PayPal (und auch anderen z.B. Click&Bye) ihre einschlägigen negativen Erfahrungen gemacht haben.
Von Käuferschutz kann da keine Rede sein.
Sogar Verbraucherschützer kritisieren PayPal aus verschiedensten Gründen.
Ich persönliche habe in den letzten 10 Jahren bei Ebay nicht einen einzigen Kauf oder Verkauf gehabt in dem ich hätte eingreifen müssen oder aber gar betrogen worden wäre.
Die Nachteile dieses Bezahlsystems (lange Wartezeiten, gesperrte Konten usw.) überwiegen bei weitem.
Zudem vertraue ich deren Datenhaltung, nach diversen Hackerattacken, ohnehin nicht mehr.
Schade eigentlich, die PC-Welt war mal eine durchaus auch kritische Stimme.
Inzwischen ist es wohl nur noch ein Werbeblatt.
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06.06.12
Und deine Kritik sehe ich nicht auf Risiken (die es bei allen Bezahlsystemen gibt) wird hingewiesen.
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07.06.12
Allerdings gibt es einen Unterschied zwischen Werbung zur Finanzierung und Werbung als vermeintlich fachliche Artikel getarnt.
Erstere ist immer auch als solche gekennzeichnet, letztere ist meines Wissens nach sogar untersagt.
Was mir eben auffällt, ist, dass kritische Themen zu verschiedensten Bereichen immer seltener werden. Immer öfter treten statt dessen das Propagieren vermeintlich "beliebter" oder sicherer Nutzungen der größten Internet-Konzerne in den Vordergrund.
Und das nicht nur hier bei der PC-Welt.
Zurück zum Thema.
Nahezu alle Bezahlsysteme hatten in den letzten Jahren erhebliche Sicherheitsprobleme, nur wenige dieser Firmen haben eine Lizenz als Bank und keine der Firmen geht transparent mit den Kundendaten um.
Ich sehe speziell bei Ebay, das PayPal Kunden zum Teil mit recht rüden und fragwürdigen Methoden drangsaliert, Zahlungen auf fragwürdige Beschwerden hin deutlich verzögert und Kundenkonten ohne Grund sperrt oder gar kündigt.
Ein Schelm, wer dabei an Zinsträchtige Geldvorhaltung denkt.
Entsprechende Medienberichte kann sich jeder im Netz selbst ermitteln.
Wie bereits geschrieben, ich zahle meine Käufe immer mit Überweisung und hatte in über 10 Jahren noch nie einen Ausfall!
Dafür nur gute Bewertungen aufgrund schneller und unkomplizierter Kaufabwicklung, auch als Verkäufer.
Es gibt eben Systeme, ob Bezahldienst oder Cloud, die sind de facto als System schon unsicher und müssen erst mit erheblichem Aufwand vermeintlich sicher gemacht werden.
Wie lange die suggerierte Sicherheit besteht, sehen wir beinahe täglich neu in den Medien, wenn über Einbrüche oder Missbräuche in vermeintlich sicherer Datenbanken und Systeme berichtet wird.
Insofern stellt die Intention des Artikels der PC-Welt einen durchaus positiven Ansatz, mit PayPal sicherer umzugehen, dar.
Auch das PayPal inzwischen eine Banklizenz hat ist durchaus positiv zu bemerken.
Aufgebraucht wird dieser Ansatz jedoch, für mich, durch die nahezu kritiklose Propagierung als beliebte und sichere Plattform.
Eine suggerierte Sicherheit, die es so nicht gibt/geben kann.
Hier folgt PC-Welt einer in dieser Branche inzwischen selbstverständlichen Tendenz.
Leider.
Als ehemaliger Abo-Kunde bedaure ich das sehr.
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07.06.12
Zitat: Lobogang58
Meine Einkäufe über das Internet liegen im 2-stelligen tausender Betrag. (ca. 40) Davon in mehreren Ländern in Europa und in USA.
Betrogen wurde ich bisher "ausschlieslich durch DEUTSCHE!" Diese waren alle Anbieter bei eBay! Der grösste Einzelfall lag bei annähernd 500,00 EURO!, durch einen Händler! Das war vor der Einführung von PayPal.
Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass die Deutschen den Europameistertitel im Internetbetrug erlangt haben!!!
Sicher wird es auch noch zum Weltmeistertitel reichen. Es ist nur eine Frage der Zeit. An der Sucht nach Weltmeistertiteln fehlt es nicht!!!
Über das Internet kaufe ich ein, weil ich in einer Gegend wohne, wo die nächsten grösseren Orte 100 - 150 km entfernt liegen und in unserer Gegend noch lange nicht alles angeboten wird, was man möchte.
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07.06.12
Deutsche Staatsbürger? Accounts aus Deutschland? Oder wie...
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07.06.12
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09.06.12
Dank Internet musst du ja nicht von Deutschen kaufen, übrigens nicht jeder Händler der in Deutschland verkauft ist auch Deutscher, mach dich mal schlau...........
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09.06.12
Die Luxemburgische "Banklizenz" hat Paypal schon länger - und das ist eigentlich auch einer der größten Kritikpunkte: Sie spielen sich auf wie eine Bank, obwohl sie in Deutschland keine sind (Konten sperren, Gelder einfrieren)
Zitat: Fröschli
Wer zwingt Dich denn, bei windigen Ebay-Abzockern zu kaufen??
Wer sowas regelmäßig macht, ist selber schuld, da muß man ja zwangswweise den Jackpot knacken.
Es gibt auch einen Online-Handel außerhalb von Ebay. Seriöse Firmen, die das schon seit Jahrzehnten machen.
PS: Die c't berichtet regelmäßig kritisch über Painpal, ist also nicht so, dass die Presse komplett gekauft ist.
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