PC-Kabel richtig verlegen

Kabel finden und bändigen

Sonntag, 25.05.2014 | 09:51 von Loyd Case
Auch das Gehäuse selbst besitzt einige Kabel
Vergrößern Auch das Gehäuse selbst besitzt einige Kabel

Nach dem Einbau des Motherboards, der Festplatten, des Netzteils und des optischen Laufwerks, sollten Sie sich der Rückseite des Define R3 widmen, denn auch das Gehäuse selbst besitzt einige Kabel. Darunter befinden sich das Stromkabel für den Power-Schalter, das für die Power-LED und so weiter.

Zunächst führen wir die beiden Stromkabel hinterm
Motherboard durch.
Vergrößern Zunächst führen wir die beiden Stromkabel hinterm Motherboard durch.

Zu diesen Kabeln kommen wir gleich. Zunächst führen wir die beiden Stromkabel hinterm Motherboard durch, wie im Bild zu sehen.

Nicht alle Gehäuse verfügen über solche praktischen Gummi-Aussparungen wie das R3. Sollten sie bei Ihrem Gehäuse fehlen, ist es aber ebenso einfach, die Kabel einfach an der Seite des Motherboard-Schachtes entlang zu führen und von da aus dann zu ihrem Bestimmungsort zu verlegen. In einigen Fällen benötigen Sie dann allerdings ein Verlängerungskabel, zum Beispiel für den 8-Pin ATX12V-Anschluss.

Führen Sie die beiden Kabel des Kühlers an den Ecken des
Ventilators vorbei und befestigen Sie sie.
Vergrößern Führen Sie die beiden Kabel des Kühlers an den Ecken des Ventilators vorbei und befestigen Sie sie.

CPU-Kühler einbauen

Jetzt, wo die Stromversorgung steht, können Sie den CPU-Kühler einbauen. Ist das geschafft, führen Sie die beiden Kabel des Kühlers an den Ecken des Ventilators vorbei und befestigen Sie sie mit einem Draht an einer der Schrauben des Lüfters.

Audiokabel kommen typischerweise mit zwei Anschlüssen
daher, von denen Sie aber nur einen benötigen.
Vergrößern Audiokabel kommen typischerweise mit zwei Anschlüssen daher, von denen Sie aber nur einen benötigen.

Interne Gehäuse-Anschlüsse

Als nächstes folgen die internen Gehäuse-Anschlüsse. Auch diese werden hinter dem Gehäuserücken und durch passende Aussparungen hindurchgeführt. Bedenken Sie, dass Audiokabel typischerweise mit zwei Anschlüssen daherkommen, von denen Sie aber nur einen benötigen. Wir empfehlen daher, den unbenutzten in die entgegengesetzte Richtung abzubinden, wie im Bild.

Wir empfehlen die Verwendung einer Nylon-Schnalle und
eines selbstklebenden Pads, um die überschüssigen Kabellängen zu
bändigen.
Vergrößern Wir empfehlen die Verwendung einer Nylon-Schnalle und eines selbstklebenden Pads, um die überschüssigen Kabellängen zu bändigen.

Die Kabel für die Front-Panel-Anschlüsse sind in der Regel extrem lang. Wir empfehlen daher die Verwendung einer Nylon-Schnalle und eines selbstklebenden Pads, um die überschüssigen Kabellängen zu bändigen. Das erleichtert Ihnen auch das nachträgliche Verschließen des Gehäuses und hindert kleine Kabel daran, sich in den Weg zu stellen.

Es wird Zeit, sich einmal das Gesamtwerk
anzusehen.
Vergrößern Es wird Zeit, sich einmal das Gesamtwerk anzusehen.

Es folgen die SATA-Stromkabel. Sobald diese angeschlossen sind, werden auch deren überschüssige Längen im Hintergrund verstaut. Es wird Zeit, sich einmal das Gesamtwerk anzusehen:

Nun wird es Zeit, die Datenkabel zu verbinden.
Vergrößern Nun wird es Zeit, die Datenkabel zu verbinden.

SATA-Datenkabel

Nun wird es Zeit, die SATA-Datenkabel zu verbinden. Auch die Datenkabel sollten Sie ordentlich führen, um die Luftzirkulation zu verbessern, aber nicht zusammenbinden oder am Gehäuse direkt befestigen. SATA-Datenkabel gehören zu den Kabeln, die Sie am häufigsten ab- und wieder anstecken, weshalb sie leicht zugänglich bleiben sollten.

Vergessen Sie nicht, auch die PCI-Express-Kabel hinterm Mainboard durchzuführen, sodass sie am hinteren Ende der Grafikkarte wieder auftauchen. PCI-Express-Kabel, die den GPU-Lüfter blockieren, sind keine seltene Todesursache für Grafikkarten. Und während die GPU langsam vor sich hinschmort, hört man nichtmal einen Mucks.

Der Bereich hinter dem Mainboard könnte für
Ordnungsfanatiker ein Dorn im Auge sein. Wegen der Abdeckung sieht
man ihn allerdings nicht.
Vergrößern Der Bereich hinter dem Mainboard könnte für Ordnungsfanatiker ein Dorn im Auge sein. Wegen der Abdeckung sieht man ihn allerdings nicht.

Der Bereich hinter dem Mainboard könnte für Ordnungsfanatiker ein Dorn im Auge sein. Andererseits sehen Sie diesen Bereich ohnehin meistens nicht, da er durch die seitliche Abdeckung verdeckt wird.

Wir nutzen einen speziellen Velcro Strap, um den
Überschuss in einem kleinstmöglichen Bündel
zusammenzubinden.
Vergrößern Wir nutzen einen speziellen Velcro Strap, um den Überschuss in einem kleinstmöglichen Bündel zusammenzubinden.

Jetzt, wo alle Stromverbindungen angeschlossen wurden, sind noch eine Reihe zusätzlicher Stromkabel übrig. Wir nutzen hier einen speziellen Velcro Strap (gibt's im PC-Fachhandel), um den Überschuss in einem kleinstmöglichen Bündel zusammenzubinden.

Wenn Ihr System so aussieht, stehen die Chancen gut, dass
Sie über perfekte Luftzirkulation verfügen und kein loses Kabel
Probleme verursacht.
Vergrößern Wenn Ihr System so aussieht, stehen die Chancen gut, dass Sie über perfekte Luftzirkulation verfügen und kein loses Kabel Probleme verursacht.

Mit allen Kabeln geordnet, angeschlossen und gebändigt, wird es Zeit nachzusehen, ob alle Ziele des Kabelführungsprojekts erreicht wurden: Maximieren der Luftzirkulation und Minimieren der Gefahr, dass ein loses Kabel einen Lüfter oder andere Komponente beschädigt. Werfen wir also nochmal einen Blick ins Innere.

Wenn Ihr System so aussieht wie auf dem Bild nebenan, dann stehen die Chancen gut, dass Sie über perfekte Luftzirkulation verfügen und kein loses Kabel Probleme verursacht. Die Rückseite des Mainboards mag zwar nicht sonderlich ordentlich aussehen, doch trotz der relativ üppigen Kabelbündel sollten Sie in der Lage sein, die seitliche Gehäuseplatte ohne Probleme wieder anzubringen.

Wenn Sie ein echter Ordnungsfanatiker sind, können Sie selbstverständlich noch mehr tun. Zum Beispiel ein paar Kabelverlängerungen einbauen und weitere, bessere Verzurrungsmöglichkeiten verwenden. Denken Sie aber daran: keine Kabelbinder! Das macht Sie deutlich glücklicher, wenn Sie Ihr System nach einer Weile nochmal umbauen müssen.

Sonntag, 25.05.2014 | 09:51 von Loyd Case
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (1)
  • jomal 05:18 | 18.12.2013

    Kabel verlegen - niemals verwenden

    Okay, Kabelbinder sind wirklich nicht so toll. Nutze ich ab und zu trotzdem, denn ein fertiges System werde ich so schnell nicht wieder umbauen. Kabel dabei verletzen, na, wer so ungeschickt ist, der sollte das Gehäuse erst gar nicht öffnen. Aber, was Ihr vergessen habt (aus der Praxis!): NO GO ist Heißkleber! Ich hatte da einen Rechner: sämtliche Kabel verklebt, aber noch besser, selbst die Stecker auf den Laufwerken waren schön zugeklebt. Da dauert dann das Wechseln einer Platte (ohne was zu zerstören) gerne mal eine Stunde. Das war übrigens der Auslieferungszustand, nicht etwa von einem Hobbybastler so gemacht. Das Gerät wurde bisher nur von einem PC mit zugeschweißtem Gehäuse übertroffen. Diebstahlsicherung... :-(

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