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Jobbörsen im Web – Hier finden Sie Mitarbeiter

10.01.2014 | 08:54 Uhr |

Qualifizierte Mitarbeiter zu finden ist nicht leicht. Von LinkedIn bis Monster.de: PC-Welt vergleicht die wichtigsten Internet-Jobbörsen aus Sicht der Arbeitgeber.

Jeder Unternehmer kennt das Problem, passendes Personal zu finden. Das scheint in einigen Branchen zurzeit sogar nahezu unmöglich. Vielleicht hilft ja das Web? Arbeitgeber mit wenig Zeit, sehr konkreten Anforderungen und kleinem Budget für die Personalsuche finden möglicherweise die nötige Unterstützung im Internet.
 
Jede dritte Stelle via Webbörse
 
Wie viele Jobs wirklich über das Internet vergeben werden, ist schwer herauszufinden. So ist davon auszugehen, dass die Mehrheit der Unternehmen inzwischen das Internet für die Personalsuche zwar einsetzen, doch wie etwa der Spiegel herausfand, werden nach wie vor rund 25 Prozent aller vergebenen Stellen hierzulande über persönliche Kontakte, also „Vitamin B“ vermittelt, auch wenn diese ausgeschrieben wurden. Hintergrund dieser Zahl ist eine Studie, bei dem das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) immerhin 15.000 Unternehmen befragt hatte.
 
Die Umfrage ergab aber auch, dass vor allem im Umfeld kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) zunehmend das Web in den Mittelpunkt bei der Jobvergabe rückt: Bereits im Jahr 2011 wurden demnach die meisten Posten bei KMU über Jobofferten im Internet vergeben – immerhin fast jede dritte Stelle.

Die besten Jobbörsen im Internet
 
Doch welche Plattform sollen Sie nutzen? So bieten zum einen dedizierte Onlinedienste wie Experteer, aber zunehmend auch Business-Plattformen wie Xing Arbeitgebern die Möglichkeit, Jobs anzubieten, sich Personal vorschlagen zu lassen oder sich durch Bewerberlisten zu arbeiten. PC-Welt vergleicht ausgewählte Online-Jobbörsen aus Sicht der Arbeitgeber.
 
Das bringen LinkedIn, Monster und Co
 
Schnell wird klar: Der Markt ist unübersichtlich, der Jobbörsen-Dschungel wird immer dichter. So gibt es gibt allgemeine Jobbörsen wie Stepstone und Monster.de, die weitgreifend und teilweise sehr aggressiv in den  Medien auf sich aufmerksam machen, dazu kommt das Angebot der Arbeitsagentur arbeitsgentur.de ,  hochgradigere  Personalvermittlungs- und Headhunting-Agenturen (etwa Experteer), vertikale und lokale Jobbörsen (etwa für Kreativagenturen, Verlage oder Onlinemarketing, Beispiel dasauge.de), Projektbezogene Freelancing-Seiten (etwa projektwerk.de) und eben auch die sich zunehmend diesem Feld öffnenden Business-Portale LinkedIn und Xing. Der Vorteil letzterer ist sicherlich der, dass sich der Arbeitgeber direkt vor Ort einen eigenen Eindruck vom Bewerber und seinem Profil machen kann, etwa ob es gar gemeinsame Kontakte oder Kenntnisse gibt.
 
Eine Anmerkung sei noch gegeben: Da viele Jobsuchende gerade im Umfeld höherqualifizierter Stellen keine öffentlichen Bewerberprofile erstellen, kann in diesem Umfeld der Gang zu dedizierten Karriere- & Headhunting-Portalen sinnvoll sein. Wer einen Job sucht, möchte dies nicht unbedingt vor aller Augen tun. So macht es nicht in jedem Falle Sinn, sich durch Lebenslauf-Datenbanken der Anbieter zu kämpfen.
 
PC-Welt hilft beim Kampf durch den Dschungel und wählt die für Unternehmer spannendsten aus: 

 
Monster
 
Monster.de ist eine der wohl bekanntesten Jobbörsen, was nicht zuletzt an den aggressiven Werbekampagnen des Unternehmens im Web und Fernsehen und dem Partnernetzwerk der Firma (z.B. Focus, Spiegel, T-Online) liegt. Dazu wirbt das Unternehmen damit einen internationalen Bewerberpool aufzubieten und auch optional persönliche Beratung im Programm zu haben. Auch erfreut sich das Portal, das sich auf keine speziellen Branchen oder Jobs spezialisiert hat und die ganze Bandbreite vom Praktikant bis zum Führungspersonal aufnimmt, unter den Jobsuchenden großer Beliebtheit. „Wer sucht stellt bei Monster.de ein“, das lässt sich sicherlich für viele Studienabgänger sagen. Alleine deshalb lohnt sich stets der Blick auf die Inserate von Bewerbern, auch wenn die Zahl an mancher Stelle sicherlich nur schwer zu überblicken ist. Monster.de bietet entsprechend Raum für Bewerberprofile als auch für Inserate der Arbeitgeber.
 
Die Platzierung einer Stellenanzeige ist für das suchende Unternehmen kostenpflichtig. Hierfür ist wie bei den meisten folgenden Anbietern, sofern man nicht zusätzlich dafür zahlen will, eine geschickte Hand im Umgang mit Texten und Design nötig.
 
Monster.de unterscheidet zwischen der Laufzeit der Anzeige. Firmen müssen zwischen 700 Euro (14 Tage) und 1.500 Euro netto (60 Tage) hinblättern. Praktikantenstellen fangen bei rund 50 Euro an. Das eigene Logo kann eingebunden werden, Firmenkunden erhalten bis zu zehn Bewerberprofile kostenlos per Mail. Dazu bietet das Unternehmen Angebotserweiterungen, die ein Inserat zu personalisieren und verfeinern lassen. Darüber hinaus bietet Monster ein „Lebenslauf-Abonnement“, das sich bei knapp 300 Euro netto auf den Aufruf von 50 Bewerbern (aus einem Pool von angeblich insgesamt über 250.000 Lebensläufen) innerhalb von 30 Tagen beschränkt. Kombinierte Buchungen erlauben Rabatte.

Stepstone
Vergrößern Stepstone

 
StepStone
 
Einer der wichtigsten Wettbewerber von Monster ist Stepstone . Beide Unternehmen streiten sich mit ihren eigenen Aussagen darum, wer die Nummer 1 der Jobportale ist. So hat auch Stepstone gute Argumente für sich: Demnach ist die Plattform, die eine Tochter des Axel Springer Verlages ist, eine der meist geklickten Seiten hierzulande; dazu kommt ein Partnernetzwerk von über 200 Firmen. Dazu berichtet Stepstone, mit über 8 Millionen Besuchen laut IVW im Juli 2013 das reichweitenstärkste Jobportal im deutschen Wettbewerbsumfeld gewesen zu sein.
 
Das Angebot ähnelt zumindest nominell dem vom Marktbegleiter Monster: Die Preise beginnen bei 725 Euro netto für eigene Stellenanzeigen; soll der Look besonders individuell sein, wird es schnell teurer. Dazu kommen Extra-Pakete für Großkunden sowie optionale Möglichkeiten, den Bewerberpool gezielter anzugehen. Auch hat die Firma persönliche Beratung im Programm. Die Praktikantensuche gibt es wie bei Monster ab 50 Euro. Die Lebenslaufsuche (laut Stepstone rund 300.000 Profile) beginnt bei 250 Euro bei 30 Tagen und 50 Ansichten.
 
Wie bei Monster dauert es bis zu 48 Stunden, bis die Anzeige erscheint. Ergebnisse werden per Mail geliefert.
 
Arbeitsagentur.de
 
Auch die Arbeitsagentur ist mittlerweile eine relevante Alternative für die Stellenausschreibung per Web. Die Behörde hat ihre Onlinepräsenz in den vergangenen Jahren beachtlich erweitert, was nicht zuletzt auch die Existenz von passenden Smartphone-Apps beweist. So ist die Bedeutung auch für den virtuellen Arbeitsmarkt nicht mehr zu unterschätzen, vom Praktikanten bis zur Führungskraft. Ende August 2013 befanden sich über drei Millionen Bewerberprofile in der Datenbank.
 
Firmen stellen ihre Inserate kostenlos ein. Allerdings müssen sie dafür in Kauf nehmen, dass sie und ihre Anzeige auf Herz und Nieren geprüft werden. Qualität und Nutzen für den Bewerber stehen hier im Vordergrund. Für das Einstellen der Inserate veranschlagt die Seite einen Zeitaufwand von rund einer halben Stunde; Tutorials stehen bereit. Wenn man diesen Weg gehen möchte, muss man sich als Unternehmen allerdings auf den klassischen Kampf mit Behörden-Formalitäten einstellen.

Experteer
Vergrößern Experteer

 
Experteer
 
Experteer verfolgt einen etwas anderen Ansatz als die vorgenannten Wettbewerber, und das nicht nur von der Zielgruppe. Hier steht der Recruiting-Ansatz im Vordergrund, das heißt, der Anbieter übernimmt die Rolle eines Headhunters. Zudem spielt Experteer in einer anderen Gehaltsliga: Die Gehaltsvorstellungen der auffindbaren Arbeitnehmer beginnen in der Regel bei 60.000 Euro.
 
Firmen können sich kostenlos registrieren, dann wird bereits ein persönliches Gespräch mit dem Anbieter nötig. Nach Angaben von Experteer geht es hierbei darum, den Jobsuchenden, die nicht wenig für Ihre Suche hinblättern müssen, eine höchst mögliche Qualität des Angebots zu bieten: Experteer bereichert die Firmenausschreibungen zudem noch um weitere Informationen. Dazu kommen über 8.000 beratende Personaler, die sich in diese Suche einschalten können. Es lässt sich sagen: Wer sich als Jobsuchender bei Experteer registriert, der meint es ernst, alleine wegen des vergleichsweise teuren Abonnements. Für Firmen mit speziellem Personalbedarf kann Experteer eine kostengünstige und effektive Option sein.

 
LinkedIn
 
Das Businessnetzwerk hat mittlerweile einen recht großen eigenen Stellenmarkt, ist aber vom Grundsatz her in der Reichweite auf Accountinhaber beschränkt, auch wenn die Anzeigen bei Google auffindbar gemacht werden können. LinkedIn ist mit knapp 190 Millionen Nutzern weltweit sehr international ausgerichtet, die DACH-Region hinkt im Vergleich mit drei Millionen Nutzern dagegen hinterher (Stand Januar 2013). Wie sich Experten sich einig sind, wird die Nutzerzahl hier aber schon sehr bald zunehmen. Der Vorteil der Plattform: Arbeitgeber finden hier eher potenzielle Mitarbeiter aus höher qualifiziertem und auch internationalem Umfeld, „Karteileichen“ sind dagegen eher ausgeschlossen.
 
Hat man sein Unternehmen bei LinkedIn bereits angelegt und unterhält auch selbst dort ein Profil, wird das Einstellen einer Stellenanzeige sehr leicht von der Hand gehen. Man füllt die übersichtlich und sinnvoll strukturierten Eingabefelder aus und kann eine Stellenanzeige mit 30 Tagen Laufzeit für rund 140 Euro direkt buchen. Will man mehrere Anzeigen schalten, kann man ein Paket mit fünf oder zehn Anzeigen erwerben. Viele Optionen, um das Inserat zu bewerben oder individuell zu gestalten, gibt es allerdings noch nicht, diese sind noch auf den US-Markt beschränkt. Allerdings ist ein regionales Eingrenzen der Ausschreibung möglich.

 
Xing
 
Bei dem deutschen Business Netzwerk Xing verhält es sich bei der Jobsuche - kaum überraschend - ähnlich wie bei LinkedIn. Hier erreicht man mit einer Anzeige ebenfalls hauptsächlich Mitglieder des Netzwerks und  auch hier lässt sich Google einbinden, doch im Gegensatz zu LinkedIn ist das Netzwerk deutlicher stärker auf den DACH-Raum ausgelegt. Mit zirka sechs Millionen Mitgliedern ist das Portal hierzulande führend. Zudem sind Arbeitnehmer und Jobsuchende aus deutliche mehr Berufsgruppen aktiv.

Xing wird übersichtlicher und erleichtert Jobsuche

Vorausgesetzt man hat bereits ein persönliches und ein kostenlosten Firmenprofil erstellt, legt man mit wenig Aufwand los. Lobenswert ist, dass Praktikanten- und Ausbildungsstellen kostenlos inseriert werden können. Ansonsten bietet Xing drei Varianten „Text“ (0,85 Euro pro Klick), „Logo“ (395 Euro für 30 Tage), und „Design“ (595 Euro für 30 Tage).

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