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Italienische Tauschbörsen-Fans im Visier der Polizei

05.06.2003 | 10:08 Uhr |

Italiens Guardia di Finanza, eine Polizeieinheit, die normalerweise hinter Schmugglern und Steuerbetrügern her ist, geht jetzt auch massiv gegen Internet-Surfer vor, die sich illegal Musik und Videos aus dem Web kopieren (und dies nicht nur ausschließlich zum privaten Konsum).

Italiens Guardia di Finanza, eine Polizeieinheit, die normalerweise hinter Schmugglern und Steuerbetrügern her ist, geht jetzt auch massiv gegen Internet-Surfer vor, die sich illegal Musik und Videos aus dem Web kopieren (und dies nicht nur ausschließlich zum privaten Konsum).

Hierzu nutzen sie eine gesetzliche Neuerung, die den Italienern durch eine Copyright-Direktive der EU vorgegeben wurde, berichtet unsere Schwesterpublikation "Computerwoche" . Diese Gesetzeslage erlaubt es, Mail-Accounts zu observieren, wenn der Verdacht besteht, dass deren Besitzer sich widerrechtlich Musiktitel oder Videos auf den PC transferieren. Erlaubt ist nach italienischem Gesetz nur, Musik und Filme für den persönlichen Gebrauch aus dem Internet herunterzuladen.

Ausgetauscht werden dürfen die Downloads aber nicht. Und genau das ist das Problem: Italien gilt als Eldorado der Austauschbörsen. Hier wird offensichtlich alles illegal kopiert, was nicht niet- und nagelfest ist. Insofern haben die Industrieverbände der Musikindustrie und Anti-Piracy-Groups immer eine schärfere Gesetzgebung befürwortet, um dem Datenaustausch via Internet zu begegnen.

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