Prozessor
Ist es sinnvoll, eine Anwendung einem oder mehreren Kernen zuzuordnen?
Die drei Windows-Systeme XP, Vista und 7 verteilen die anstehenden Aufgaben automatisch auf die verfügbaren Kerne. Dadurch kann es geschehen, dass ein rechenintensives Programm andere Anwendungen ausbremst, die denselben Kern verwenden. Wir zeigen dies am Beispiel der kostenlosen Video-Software Avidemux. Sie unterstützt Mehrkernprozessoren, wenn Sie die Anwendung entsprechend konfigurieren. Wir haben das Tool aber bei deaktivierter Mehrkernunterstützung mit dem Windows-Task-Manager geprüft: In diesem Fall belastet die Software alle vier Kerne unseres Testsystems. Als Gesamtauslastung wird jeweils 50 Prozent angezeigt.
Sinnvoller wäre es aber, nur zwei Kerne zu 100 Prozent zu beanspruchen. Die beiden zusätzlichen würden so voll und ganz für andere Anwendungen bereitstehen. Eine ähnliche Bremswirkung haben auch Spiele, die nur einen Kern unterstützen und von Windows automatisch auf mehrere Kerne verteilt werden. Bei Avidemux lässt sich die Zahl der verwendeten Kerne direkt im Programmmenü einstellen, da die Software Mehrkern-CPUs unterstützt. Wie Sie das bei Anwendungen machen, die das nicht können, verrät der nächste Tipp.
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