Im Frühjahr dieses Jahres sorgte eine Studie von Avian Securities für Aufsehen. Viele Kunden eines großen Herstellers seien mit den SSD-Speichern in ihren Notebooks nicht zufrieden, hieß es. Aufgrund von Fehlern, Ausfällen und Leistungsproblemen würden zwischen 20 und 30 Prozent dieser Rechner zurückgegeben. Dell als einer der in Frage kommenden Anbieter, die SSD-basierende Notebooks im Programm haben, wollte zwar die Rückgabequote nicht kommentieren, räumte aber ein, dass die neue Technik durchaus Schwierigkeiten bereite. Dies betreffe aber im Grunde jede neue Technik. Allerdings gehe man davon aus, dass diese Probleme im Laufe der Zeit gelöst würden und sich außerdem die Leistung der SSD-Produkte laufend verbessern werde. Daher halte der Notebook-Fabrikant an den Flash-Speichern fest, verlautete von Seiten des texanischen Direktanbieters.
Fazit
Der Trend hin zu Flash-Speichern dürfte kaum aufzuhalten sein. Ob SSDs allerdings in den kommenden Jahren die bewährte Festplattentechnik komplett ablösen werden, ist zweifelhaft. In bestimmten Anwendungsbereichen dürfte sich der neue Speichertyp jedoch zügig durchsetzen. Aufgrund der kompakten Bauweise sowie weiteren Vorteilen in Sachen Gewicht und Stromverbrauch gilt das beispielsweise für mobile Rechner. Auch im Unternehmensbereich könnten SSDs in einzelnen Anwendungssegmenten Vorteile bieten beispielsweise wenn es in Datenbanken um schnelle Zugriffe in hoher Zahl auf geht.
Da die Entwicklung der Technik noch längst nicht abgeschlossen ist, sollten Anwender bei der Anschaffung von SSD-basierenden Geräten aber auf die Leistung und die Qualität der Flashspeicher achten. Faktoren wie die Art des verwendeten Flashspeichers bestimmen maßgeblich Haltbarkeit und Performance der SSD-Laufwerke. Anwender sollten daher Informationen wie Datendurchsatz und Zugriffszeiten abfragen sowie prüfen ob der Hersteller Zusagen bezüglich der Lebensdauer und der möglichen Lösch- und Schreib-Zyklen macht.
Für eine breitere Akzeptanz der SSD-Technik müssen allerdings die Preise weiter sinken. Wer aktuell einen PC-Speicher für seine Video- und Fotodaten zuhause sucht, wird weiter zu einer herkömmlichen Festplatte greifen. Vom Kosten-Nutzen-Verhältnis schlagen Hard-Disks die Flash-Speicher noch um Längen.
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