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Ist Windows 8 schneller als Windows 7?

Freitag den 09.11.2012 um 11:13 Uhr

von Thorsten Eggeling

Microsoft Windows 8 64-Bit DE OEM
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Ein neues Betriebssystem fühlt sich direkt nach der Installation immer sehr schnell an. Das ist auch kein Wunder. Denn es sind die zahlreichen Autostart-Programme, die den Windows-Start verzögern. Einzelne Programme wie Microsoft Office, Open Office oder Firefox starten oder laufen unter Windows 8 in etwa genauso schnell – oder genauso langsam – wie unter Windows 7. Bei einigen 3D-Spielen hat Windows 7 bisher die Nase vorn, was aber wahrscheinlich an den noch nicht für Windows 8 optimal angepassten Treibern liegt.


Windows 8 initialisiert beim Start nicht mehr das gesamte
System neu. Das sorgt für eine deutliche Beschleunigung.
Vergrößern Windows 8 initialisiert beim Start nicht mehr das gesamte System neu. Das sorgt für eine deutliche Beschleunigung.

Schnellstart: Anwender dürfen sich darüber freuen, dass Windows 8 schneller startet und herunterfährt als sein Vorgänger. Dafür verwendet Microsoft einen Trick: Beim Herunterfahren beendet Windows alle laufenden Programme und meldet den Benutzer ab. Treiber bleiben aber geladen und alle Systemdienste laufen weiter. Der Inhalt des Hauptspeichers wird in die Datei hyberfile.sys auf der Systemfestplatte geschrieben, und der PC schaltet sich ab. Beim nächsten Start liest Windows den Inhalt des Hyberfile wieder in den Hauptspeicher. Das dauert im optimalen Fall weniger als 10 Sekunden.

Bei Windows 7 gab es den Ruhezustand (englisch: Hybernate) auch schon. Hier wurde aber der komplette Inhalt des Hauptspeichers inklusive laufender Anwendungen in die Hybernate-Datei geschrieben. Das Aufwachen aus dem Ruhezustand dauert daher entsprechend lange. Zudem sucht Windows 7 beim Aufwachen nach neuer Hardware („Plug & Play“) und initialisiert alle Treiber neu, was ebenfalls Zeit kostet.



Internet Explorer und Apps: Unter Windows 7 benötigt der Internet Explorer einige Zeit, bis er die erste Webseite anzeigt. Der Internet Explorer 10 in Windows 8 ist deutlich schneller. Auf unserem Testrechner erschien die Startseite bereits nach drei Sekunden. Die Desktop- und die Metro-App des Internet Explorers starten etwa gleich schnell. Den Flash-Player hat Microsoft übrigens integriert, und er wird über das Windows-Update automatisch aktualisiert.

Beim Browser-Benchmark absolviert der Internet Explorer 10 vor allem den wichtigen Javascript-Test Sunspider auf unserem Test-PC mit 93 Millisekunden deutlich schneller als der IE 9 (136 Millisekunden) und auch schneller als Firefox 15 oder Chrome 21 (jeweils 144 Millisekunden). Langsamer als sein Vorgänger zeigte sich der IE 10 ausgerechnet beim Microsoft-eigenen Test Fishie Tank . Bei 1000 Fischen lag die Frame-Rate (fps) bei etwa 50. Chrome kam auch unter Windows 8 auf 60 fps. Der IE 9 schafft unter Windows 7 ebenfalls 60 fps. Beim allgemeinen Browser-Test Peacekeeper kam der IE 10 auf gute 2900 Punkte (IE 9: 2488, Firefox 15: 1782), musste sich aber von Chrome 21 mit 4791 Punkten deutlich geschlagen geben. Beim Web-Standardtest Acid 3 erreichen inzwischen alle aktuellen Browser 100 von 100 Punkten.

Der Windows Media Player lässt sich dagegen immer noch relativ viel Zeit, bis ein Video auf dem Bildschirm erscheint. Andere Metro-Apps wie „Kontakte“, „Fotos“ oder „SkyDrive“ starten dagegen schnell und laufen flüssig. Das muss auch so sein, schließlich sollen die Apps auch Besitzer von Tablet-PCs begeistern, die mit deutlich weniger CPU-Leistung aufwarten können als Desktop-PCs.


Freitag den 09.11.2012 um 11:13 Uhr

von Thorsten Eggeling

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