F: Einer der Punkte, die Tauschbörsen, FTP-Server und Newsgroups so interessant machen, sind aktuelle Kinofilme, die teilweise kurz nach der Premiere, teilweise sogar schon früher zu finden sind. Wie geht das?
A: Bei Hollywood-Produktionen ist das in der Regel überhaupt kein Problem, da liegt das Bild schon Wochen vor dem Deutschlandstart vor. Die Bildspur stammt dann aus den USA oder dem europäischen Ausland. Da muss dann nur noch der Ton besorgt werden. Die beste Möglichkeit, eine deutsche Tonspur in guter Qualität zu bekommen, sind Autokinos. Da hängt man ein digitales Aufnahmegerät dran und schneidet einfach mit. Noch einfacher ist es, wenn der Ton per Funk übertragen wird. Dann reicht es aus, wenn man in einer Nebenstraße in der Nähe steht und mitschneidet. Daran kann einen niemand hindern, da es sich um öffentlichen Grund handelt. Mit Mikrophonen in herkömmlichen Kinos arbeiten dagegen nur noch wenige.
F: Und bei deutschen Produktionen?
A: Da dauert es etwas länger, weil man ja erst noch die Bildspur besorgen muss. Gerade bei erfolgreichen Filmen wie „(T)Raumschiff“ waren am Anfang einige Versionen mit schrägem Bild im Umlauf. Aber auch das ist keine unüberwindbare Hürde.
Wir danken für das Gespräch.
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