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HTML5 bringt das Internet auf Touren

10.02.2011 | 11:29 Uhr |

Die neue HTML5-Technik verhilft den Internet-Browsern zu mehr Geschwindigkeit und Komfort. Lesen Sie hier, wie Sie das Internet von morgen schon heute ausprobieren können.

DSL wird immer schneller, und auch die Internet-Browser legen bei der Geschwindigkeit weiter zu. Trotzdem erscheinen manche Internetseiten nur zögerlich auf dem Bildschirm. Und ruckelnde Videos zu betrachten macht keinen Spaß. Das liegt aber nicht immer an völlig überladenen Seiten. Denn mit der bisherigen Technik sind die Anforderungen an einen modernen Internetauftritt oft nicht leicht zu erfüllen.

Einige Datennetz-Standards gelten inzwischen als veraltet und bedürfen dringend einer Generalsanierung. Die Arbeiten an der nächsten Generation der Internettechniken schreiten jedoch nur langsam voran. Sie müssen aber nicht bis zur Fertigstellung warten. Denn Teile der neuen Standards finden sich schon jetzt in aktuellen Internet-Browsern oder werden nach und nach eingebaut.

Internettechniken und Browser-Entwicklung
Der Browser ist inzwischen zu einem der wichtigsten Programme auf dem PC geworden. Den meisten Benutzern ist er Informations- und Kommunikations-Zentrale und dient zum Abspielen von Internetvideos und -musik. Die Hersteller der Internet-Browser liefern sich daher ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Gunst der Kunden.

Alle Browser legen mit jeder neuen Version bei der Geschwindigkeit zu, um auch komplexe Seiten schnell anzuzeigen und die flüssige Benutzung von Internetprogrammen wie Google Text und Tabellen oder Microsoft Office Web Apps zu ermöglichen. Die Programmierer erreichen das beispielsweise, indem sie den Prozessor der Grafikkarte zur Hardware-Beschleunigung einsetzen oder den Javascript-Interpreter optimieren.

Das alleine reicht aber nicht. Damit die Browser für die Zukunft gerüstet sind, ist auch eine Weiterentwicklung der „Hypertext Markup Language“ (HTML) und der „Cascading Style Sheets“ (CSS) nötig. HTML dient der Strukturierung von Inhalten auf Internetseiten. CSS legt das Aussehen der Seiten fest, beispielsweise die genaue Position der Elemente und die Schriftarten.

Dazu kommt noch die Scriptsprache Javascript, mit der sich HTML-Dateien während der Anzeige dynamisch ändern lassen, etwa um bestimmte Teile der Seite bei Bedarf ein- oder auszublenden. Javascript kommt auch bei der Ajax-Technik (Asynchronous Javascript and XML) zum Einsatz und ermöglicht Änderungen an einer Internetseite, ohne dass sie komplett neu geladen werden muss. Erst durch Ajax werden Internetprogramme möglich, die im Browser laufen, sich aber fast so anfühlen wie Programme auf dem eigenen PC.

Unter dem Namen HTML5 wird HTML bereits seit 2004 weiterentwickelt. Die Arbeiten an CSS3 wurden bereits im Jahr 2000 gestartet. Ein Ende dieser Entwicklungen ist zurzeit nicht abzusehen. Einzelne Funktionen haben die Software-Hersteller jedoch bereits nach und nach in ihren Internet-Browsern umgesetzt. Firefox, Google Chrome, Internet Explorer 9 & Co. beherrschen bereits einige Teile von HTML5 und CSS3. Eine vollständige Übersicht über alle neuen Internettechniken sowie die Browser-Versionen, die diese bereits teilweise beherrschen, finden Sie auf dieser Internetseite .

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