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Mit Wordpress die eigene Webseite erstellen – Workshop

29.04.2013 | 08:13 Uhr |

Sie möchten eine eigene Webseite? In unserem Schritt-für-Schritt-Tutorial zeigen wir Ihnen, wie Sie diese mit Wordpress erstellen. Und geben Tipps zu Plugins, Themes, Sicherheit und SEO.

Eine Internetpräsenz ist für Unternehmen und Freelancer das A und O. Vermeintlich hohe Kosten für Webdesigner, Programmierer und für jemanden mit entsprechendem Know-how für die Betreuung der Website schrecken viele Selbstständige und Kleinunternehmen von der Einrichtung eines eigenen Webauftritts ab. Doch es gibt eine Lösung: Mithilfe eines Content Management Systems (CMS) lassen sich die finanziellen Ausgaben deutlich reduzieren und die Website einfach vom Unternehmensinhaber selbst pflegen. Ohne dass man dafür eigens Fachpersonal anheuern muss.

Neben klassischen Content Management Systemen wie Joomla oder Typo3 gibt es auch so genannte Blog-Software. Die Einsatzbereiche von CMS und Blogsoftware überschneiden sich dabei durchaus. Und besonders eine ganz bestimmte Blogsoftware wird immer öfters als Ersatz für ein "richtiges" CMS verwendet: Wordpress. Man kann daher fast schon sagen: Das beliebteste "CMS" ist die Open-Source-Blogging-Lösung Wordpress - und zwar mit 65,02 Prozent (Stand: 18.01.2013; Quelle: http://trends.builtwith.com/cms ). Zur Beliebtheit tragen eine einfache und schnelle Installation, die komfortable Bedienbarkeit, das unkomplizierte Updaten und viele teilweise kostenlose Erweiterungen bei. Obwohl Wordpress als System für (Web)Blogs – öffentlich einsehbares Online-Tagebuch oder Journal – entwickelt wurde, lassen sich damit auch „klassische“ Sites erstellen. Typische Blogmerkmale wie Autor, Kommentare und das entsprechende Formular lassen sich entfernen.

Das richtige Content-Management-System für Ihre Website

Mit diesem Praxis-Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie Schritt-für-Schritt schnell eine professionelle Webseite mit dem kostenlosen Wordpress aufsetzen. Alles was Sie hierfür benötigen ist eine Domain und ausreichend großen Webspeicherplatz auf einem Server. Empfehlenswert sind Webpakete von einem entsprechenden Anbieter wie Alfahosting.de , Host Europe , iNetRobots , Strato oder Webhostone . Auf Tarif-e-vergleichen.de finden Sie eine umfangreiche Übersichtstabelle, die Ihnen bei der Auswahl des geeigneten Hosters als Hilfe dienen kann. Der Preis für solch ein Paket richtet sich nach der Anzahl der enthaltenen Domains, dem bereitgestellten Webspace sowie dem verfügbare Trafficvolumen. Gute Webpakete erhalten Sie bereits für unter fünf Euro im Monat. Für die ersten Gehversuche sind diese ausreichend. Das Paket lässt sich meist später an die veränderten Bedürfnisse anpassen. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass Ihr Hostingpaket die Skriptsprache PHP und das Datenbanksystem MySQL unterstützt. Denn diese beiden Technologien sind Voraussetzung für den Einsatz von Wordpress.

Wordpress: Installation schnell und einfach

Die Installation besteht aus einer Seite.
Vergrößern Die Installation besteht aus einer Seite.

Nachdem Sie ein Hosting-Paket mit PHP5 gebucht haben, können Sie die Installation vorbereiten. Als erstes verschaffen Sie sich Zugang zu Ihrem Webspace. Anschließend legen Sie eine neue Datenbank für Ihr Projekt an. Meist geschieht das mit dem Tool phpMyAdmin . Hierzu rufen Sie den Menü-Punkt „Datenbanken“ auf, geben den Namen der neuen Datenbank an und bestätigen die Eingabe mit der Schaltfläche „Anlegen“. Den Datenbanknamen benötigen Sie für die WordPress-Installation. Falls Sie die Möglichkeit haben einen eigenen Namen zu vergeben, wählen Sie eine Bezeichnung, die einfach zu merken ist. Achtung: Sie müssen auf die Klein-Großschreibung achten. Danach laden Sie sich die aktuellste Programm-Version von WordPress herunter und entpacken diese. Das Software-Paket enthält bereits eine deutsche Sprachdatei.

Die besten Tipps für Wordpress

Jetzt können Sie mit der Installation, die weniger als fünf Minuten dauert, beginnen. Als erstes öffnen Sie die wp-config-sample.php -Datei und suchen folgenden Code-Abschnitt

wp-config-sample.php

© 2014

/**  MySQL Einstellungen - diese Angaben bekommst du von deinem Webhoster. */
/**  Ersetze database_name_here mit dem Namen der Datenbank, die du verwenden möchtest. */
define('DB_NAME', 'database_name_here');

/** Ersetze username_here mit deinem MySQL-Datenbank-Benutzernamen */
define('DB_USER', 'username_here');

/** Ersetze password_here mit deinem MySQL-Passwort */
define('DB_PASSWORD', 'password_here');

und tragen für database_name_here die Bezeichnung Ihrer Datenbank ein. username_here ersetzen Sie durch Ihren entsprechenden Benutzernamen. Im Zweifel erhalten Sie diesen von Ihrem Hoster und password_here ändern Sie mit dem Passwort ab, dass Sie beim Anlegen der Datenbank vergeben haben.

Danach rufen Sie die Seite http://codex.wordpress.org/WordPress.org_API auf und klicken auf den letzten Link im obersten Abschnitt „Secret Key“. Sie erhalten mehrere Schlüssel, die Sie kopieren und in die entsprechenden Stelle bei

wp-config-sample.php

© 2014

define('AUTH_KEY',         'put your unique phrase here');
define('SECURE_AUTH_KEY',  'put your unique phrase here');
define('LOGGED_IN_KEY',    'put your unique phrase here');
define('NONCE_KEY',        'put your unique phrase here');
define('AUTH_SALT',        'put your unique phrase here');
define('SECURE_AUTH_SALT', 'put your unique phrase here');
define('LOGGED_IN_SALT',   'put your unique phrase here');
define('NONCE_SALT',       'put your unique phrase here');

einfügen. Jetzt speichern Sie die Datei als wp-config.php ab, stellen eine Verbindung zu Ihrem Webpaket her und übertragen das gesamte WordPress-Verzeichnis mit Namen „wordpress“ hier hin. Wer möchte, kann ein Unterverzeichnis erstellen. In diesem Fall müssen Sie den Pfad zur Seite im Admin-Bereich von WordPress, dem sogenannten Dashboard, ändern. Dies geschieht, indem Sie nach der Installation eine Domainumleitung bei Ihrem Hoster durchführen. Nur so gelangen Ihre Besucher bei Eingabe der Domain auf Ihre Seite. Falls Sie dies vergessen, sieht der Aufruf der Seite wie folgt aus http://[Ihre Domain]/[der Name Ihres Unterordners]/wordpress/ - diesen Link können sich die wenigsten merken.

Wenn Sie alles richtig gemacht haben, erscheint dieses Bild.
Vergrößern Wenn Sie alles richtig gemacht haben, erscheint dieses Bild.

Danach rufen Sie die Installation-Routine in Ihrem Browser mit [Ihre Domain]/wordpress/wp-admin/install.php auf. Achtung: Sie haben ein Unterverzeichnis angelegt? Ändern Sie den Pfad in [Ihre Domain]/[der Name Ihres Unterordners]/wordpress/wp-admin/install.php ab. Innerhalb weniger Minuten ist die Installation fertig, da diese nur aus einer Seite besteht. In dieser geben Sie Ihren Blognamen respektive Seitennamen, Benutzernamen und Passwort, das zur Sicherheit ein zweites Mal eingeben werden muss, an. Des Weiteren ist die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse notwendig, da an diese Ihre Zugangsdaten zur Seite geschickt werden. Die Funktion „Suchmaschinen dürfen diese Webseite indexieren“ dürfen Sie aktiviert lassen. Sie möchten doch Ihre Seite bei Google gelistet sehen, oder? Falls Sie keinen Fehler gemacht haben, sehen Sie eine weitere Seite mit dem Titel „Erfolg!“ und Ihren Zugangsdaten.

Das war’s!

Tipps – Installation schlägt fehl

  • Falls die Installation nicht klappt, prüfen Sie in der wp-config.php -Datei, ob Sie alle Daten richtig angegeben haben. Klein-und Großschreibung muss beachtet werden, Wordpress ist nicht wordpress.

  • Ferner weist die Fehlermeldung „Error 500 – Internal server error“ auf eine veraltete PHP-Version hin. Abhilfe: Aktivieren Sie PHP5.

  • Sehen Sie nur eine leere Seite  mit dem WordPress-Logo, müssen Sie das PHP Memory Limit auf 256 MB hoch setzen. Ihr Hoster kann Ihnen dabei helfen.

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