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Der USB-Stick als Zweit-PC

27.04.2009 | 10:30 Uhr |

Ein USB-Stick eignet sich auch als Notebookersatz. Wir zeigen Ihnen, wie es funktioniert.

Es ist schwer vorstellbar, aber ein USB-Stick taugt auch als Notebook-Ersatz. Alles, was Sie dafür brauchen, ist das Gratis-Tool Mojopac und etwa 1 GB freier Speicherplatz auf Ihrem Superstick.
Die englischsprachige Software bildet ein auf Windows XP aufsetzendes virtuelles System für den USB-Stick, auf dem Sie wie gewohnt sämtliche Anwendungen installieren und Dateien speichern. Egal, an welchem XP-PC Sie den Mojopac-Stick später anstecken: Überall stehen direkt Ihre Arbeitsumgebung und Ihre Dateien parat.
Wichtig: Es handelt sich um keine vollständige Virtualisierung, da Mojopac auf die Systemdateien des Wirt-PCs (Host-PCs) lesend zugreift und diese mitbenutzt.

Schritt 1: Mojopac auf dem USB-Stick installieren
Nachdem Sie das Setup-Programm von Mojopac aufgerufen haben, aktivieren Sie die Klickbox zum Bestätigen des Lizenzabkommens und klicken dann auf „I Agree“. Im nächsten Dialog wählen Sie Ihr Stick-Laufwerk aus und klicken auf „Next“, um mit der Installation zu beginnen. Nachdem sie abgeschlossen ist, starten Sie Mojopac und legen zunächst einen Benutzernamen und ein Kennwort fest. Dazu klicken Sie in der Mojo-Leiste auf „Settings“, öffnen die Registerkarte „Passwords“, ändern unter „Current User Name“ den Benutzernamen und vergeben darunter ein Kennwort.

Schritt 2: Mobile Arbeitsumgebung für die Hosentasche schaffen
Nach dem Start von Mojopac installieren Sie die gewünschten Anwendungen. Falls das nicht korrekt funktioniert, hängt das oft damit zusammen, dass eine Anwendung spezielle Gerätetreiber benötigt. In diesem Fall geben Sie unter „Settings, Driver Support“ den Zugriff auf die Treiber frei – entweder nur für diese eine Sitzung (das ist sicherer) oder generell. Außerdem können Sie, wie Sie es von Windows gewöhnt sind, auch Ihren Desktop verändern, etwa ein anderes Hintergrundbild wählen oder Veränderungen in Taskleiste oder Startmenü vornehmen.

Schritt 3: Mojopac im Alltag richtig nutzen
Sie arbeiten mit Mojopac genau so wie mit einem ganz normalen PC: Jedes Tool, das Sie hier installieren, und jede Datei, die Sie speichern, wird auf dem Stick abgelegt. Ähnlich wie bei einem virtuellen PC wechseln Sie ganz einfach zwischen der Mojopac-Installation und dem Host-System. In der Menüzeile oben gibt es hierfür den Punkt „Host – Switch“ bzw. „MojoPac –Switch“. Um eigene Dateien und Dokumente von dem Wirt-PC auf Ihr Mojo-System zu kopieren, wechseln Sie zunächst zum Host-System. Dort kopieren Sie dann einfach die gewünschten Dateien und Ordner aus dem Verzeichnis „Eigene Dateien“ auf den Superstick, und zwar in den Ordner
\Documents and Settings\ <Benutzername> \My Documents “.
Der Ordner „Documents and Settings“ entspricht der Struktur nach dem Profile-Ordner „Dokumente und Einstellungen“ auf Ihrem Host-System. Diesen Ordner nutzt Windows für praktisch alle Benutzer-einstellungen und -dateien. Demzufolge können Sie alle Dateien und Einstellungen, die Sie übertragen möchten, vom Host-System in das entsprechende Unterverzeichnis auf dem Stick kopieren und dann mit Mojo darauf zugreifen. Beim Zurückkopieren vom Stick auf den Wirt-PC gehen Sie einfach umgekehrt vor.

Schritt 4: Mojo-System richtig herunterfahren und Mojopac beenden
Wenn Sie mit der Arbeit fertig sind, fahren Sie Ihren virtuellen Zweit-PC wie gewohnt herunter. Im Wirt-System klicken Sie rechts auf das Tray-Icon des USB-Geräts und wählen „Hardware sicher entfernen“, bevor Sie den Stick abziehen. Um Mojopac vollständig vom Stick zu entfernen, müssen Sie dort die Ordner „Program Files“, „Temp“, „Windows“ und „Documents and Settings“ sowie die Dateien Autorun.inf und Start.exe löschen.
Achtung: Dabei gehen auch alle dort abgelegten persönlichen Dateien verloren.

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