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Die wichtigsten Cloud-Dienste für Linux

14.12.2012 | 11:41 Uhr |

Die Cloud ist aktuell ein dominierendes Thema. Zahlreiche Anbieter locken mit großzügigem Speicherkontingent und unterschiedlichem Komfort. Lesen Sie hier, wo sich die wichtigsten Dienste für Linux unterscheiden.

Cloud-Dienste stehen für mobilen Komfort: Sie ermöglichen es, Daten und Einstellungen auf mehreren Systemen benutzen, weltweit auf Dateien zuzugreifen und wichtige Daten extern zu sichern. LinuxWelt beschreibt hier die populärsten Cloud-Anbieter mit besonderem Fokus auf Linux.

Datenschutz in der Cloud
Die Cloud ist natürlich auch im Linux-Umfeld omnipräsent, aber nicht unumstritten: Wer seine Daten in das Web speichert, muss diese dem Cloud-Anbieter anvertrauen. Alle nachfolgend aufgeführten Dienste bieten Verschlüsselung am Server und beim Datentransfer entweder standardmäßig oder optional (Hidrive). Ferner sichern sie zu, dass die Daten nicht weitergegeben werden, also auch nicht etwa als Suchergebnis von Suchmaschinen erscheinen können. Dennoch gibt es Unterschiede: Google, Dropbox und Spideroak unterliegen den schwachen US-Datenschutzbestimmungen, nicht viel besser steht es beim englischen Ubuntu One. Nur Strato Hidrive folgt dem strengen deutschen Datenschutzrecht. Owncloud ist ein Fall für sich – und zugleich unsere Empfehlung: Damit verwalten Sie Ihre Datenwolke selbst auf dem eigenen Linux-Server.

Dropbox
Einer der bekanntesten und beliebtesten Cloud-Anbieter ist Dropbox . Der Hersteller bietet Clients für Linux, Windows, Mac-OS X, Android und iOS an. Somit sind alle wichtigen Betriebssysteme für den Desktop-Einsatz abgedeckt, und Sie können plattformübergreifend auf Ihre Daten zugreifen. Dropbox bietet neuen Anwendern zwei GB Speicher kostenlos an. Die Größe des kostenlosen Speichers kann bis auf 18 GB wachsen: Sie bekommen zum Beispiel für eine Empfehlung 500 MB Platz kostenlos dazu. 100 GB gibt es ab 9,99 US-Dollar pro Monat oder 99,99 US-Dollar pro Jahr. 500 GB schlagen mit 499 US-Dollar pro Jahr zu Buche.

Intern: Dropbox kann Daten auch im lokalen Netz (LAN) synchronisieren.
Vergrößern Intern: Dropbox kann Daten auch im lokalen Netz (LAN) synchronisieren.

Dropbox bietet 32- und 64-Bit-Pakete für Ubuntu, Fedora und Debian an. Sie können die Integration mit Nautilus aber auch selbst kompilieren. Die Integration mit dem Dateimanager Nautilus klappt sehr gut. Sollten Sie einen anderen Dateimanager im Einsatz haben, können Sie den Dropbox-Daemon über ein Kommandozeilen-Script (CLI) kontrollieren. Der Dropbox-Client hat noch zwei nennenswerte Funktionen. Zum einen lässt sich die LAN-Synchronisation aktivieren. Sollten sich zwei Rechner im selben Netzwerk befinden, wird die Dateiliste zwar ins Internet hochgeladen, der Abgleich selbst findet aber im LAN statt. Das spart Bandbreite und Zeit. Zum Zweiten können Sie dem Dropbox-Client mitteilen, wie viel Bandbreite Upload und Download beanspruchen dürfen.

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Strato Hidrive
Die Strato-Cloud bietet keinen Synchronisations-Client wie zum Beispiel Dropbox. Es handelt sich um eine reine Online-Festplatte, die Sie allerdings auf mehrere Arten erreichen können. Hidrive bietet unter anderem Zugriffsmöglichkeit via WebDAV, FTP, SFTP, SMB/CIFS und OpenVPN. Weiterhin ist interessant, dass auf den Hidrive-Servern rsync installiert ist. Somit könnten Sie unter Linux mit einem Cronjob und rsync die Daten periodisch in die Cloud sichern. Diese Methode ist vor allen Dingen dann interessant, wenn Sie nicht dauerhaft mit dem Internet verbunden sind.

Online-Festplatte: Stratos Hidrive benötigt keine externe Software und lässt sich unter anderem mit WebDAV ansprechen.
Vergrößern Online-Festplatte: Stratos Hidrive benötigt keine externe Software und lässt sich unter anderem mit WebDAV ansprechen.

Hidrive bietet fünf GB kostenlos an. Sollten Sie zehn Freunde werben, gibt es weitere fünf GB kostenlos dazu. Das kleinste kostenpflichtige Paket mit 20 GB Speicherkontingent kostet 1,49 Euro pro Monat, für 100 GB verlangt Strato 4,90 Euro pro Monat, und satte 500 GB gibt es ab 14,90 Euro. Somit ist Hidrive beim 500-GB-Paket über 50 Prozent günstiger als Dropbox. Für Linux-Nutzer ist Hidrive sowohl bezüglich des Preises als auch der vielen Verbindungsmöglichkeiten ein sehr attraktives Angebot. Hidrive hat unter Linux wie Windows den unbestrittenen Vorteil, dass es keine zusätzliche Software braucht. Es genügen die Betriebssystem-Bordmittel, um auf den Hidrive-Speicher zugreifen zu können. Damit die Daten auch mobil erreichbar sind, stellen die Hidrive-Entwickler mobile Clients für Android, iOS und Windows Phone 7 zur Verfügung.

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