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Internet-Gemeinde wehrt sich gegen Verisign-Umleitung

18.09.2003 | 11:03 Uhr |

Verisign, der Verwalter von .com- und .net-Domains, hat am Dienstag mit dem Testlauf eines umstrittenen Services begonnen. Wer im Adressfeld des Browsers einen falsch geschriebenen oder nicht mehr vorhandenen .net- oder .com-Domainnamen eingab, sah daraufhin nicht mehr die gewohnte Meldung, sondern wurde auf ein Verisign-Suchportal umgeleitet. Doch das Internet als Ganzes zeigt auch im Verisign-Fall die Fähigkeit zur Selbstheilung - erste Patches gegen die Verisign-Pläne sind bereits erscheinen.

Verisign, der Verwalter von .com- und .net-Domains, hat am Dienstag mit dem Testlauf eines umstrittenen Services begonnen. Wer im Adressfeld des Browsers einen falsch geschriebenen oder nicht mehr vorhandenen .net- oder .com-Domainnamen eingab, sah daraufhin nicht mehr die gewohnte Meldung "Domain nicht gefunden". Stattdessen leitete Verisign die Anfrage auf das eigene Suchportal http://sitefinder.verisign.com um ( wir berichteten )

Das Internet als Ganzes zeigt auch im Verisign-Fall die Fähigkeit zur Selbstheilung. Für verbreitete DNS-Software gibt es jetzt Patches, die Verisigns "Hack" unwirksam machen. So entwickelte das Internet Software Consortium einen Patch für BIND , mit dem etwa 80% aller DNS-Server laufen.

Auch für die populäre Alternative Tinydns wurde ein Fix bereit gestellt . Wer im eigenen Netzwerk einen DNS-Server auf Linux betreibt, kann selbst mit Dnsmasq die Umleitung nicht-existierender Domainnamen zu Verisign verhindern.

Ein Update von Microsoft für Heimanwender ist ebenfalls zu erwarten, schließlich sollen Benutzer des Internet Explorers bei Tippfehlern im Adressfeld auch weiterhin bei Microsofts eigener Suchseite ( http://search.msn.de/dnserror.aspx?FORM=DNSAS&q= ) landen.

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