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So schützen Sie sich vor Webbetrug

Internet-Fallen überall: von falschen Sicherheitsprogrammen über Abofallen bis hin zu Viren. Wir sagen, wie Sie Internet-Fallen erkennen und ihnen ausweichen. Und verraten, weshalb ein stillgelegtes Mailkonto eine ernste Gefahr für Ihre Daten darstellen kann.

Den Internetkriminellen fehlt es an einem nicht: an Fantasie. Sie denken sich laufend neue Tricks aus, mit denen sie ihre Opfer reinlegen. So stoßen Anwender beim Surfen, Googeln, Mailen und Chatten immer wieder auf dubiose Links, hinter denen sich schädliche Webseiten verbergen. Auch mit Massenmails (Spam) und betrügerischer Webwerbung wollen Ihnen Kriminelle das Geld aus der Tasche ziehen, Schädlinge unterjubeln oder Kontodaten stibitzen. Genauso verbreitet sind Abofallen, die Anwender mit ungerechtfertigten Rechnungen und Mahnungen einschüchtern. Wir zeigen Ihnen, woran Sie die Tricks der Internetgauner erkennen und wie Sie sich davor schützen. Das ist nicht nur für Privatanwender wichtig, ganz besonders profitieren auch Besitzer eines beruflich genutzten PCs von unseren Tipps. Denn nichts ist schlimmer, als wenn ausgerechnet Ihr Arbeitsplatz-PC Hackern und Internet-Betrügern zum Opfer fällt.

Das Schreiben von Computerviren hat sich längst vom stillen Hobby einiger PC-Freaks zu einer dunklen Industrie gewandelt. Die Täter schrecken dabei nicht einmal vor Erpressung zurück. Der Win32.Gpcode-Virus verschlüsselt zum Beispiel die Dokumente des Benutzers, sodass er nicht mehr darauf zugreifen kann. Erst nach Bezahlung eines Geldbetrags erhält das Opfer einen Code oder ein Hilfsmittel, um die Dateien wieder zu lesen. Ähnlich geht ein trojanisches Pferd vor, das letztes Jahr entdeckt wurde: Es sperrt den Zugriff auf den Computer komplett, bis der Anwender über einen Anruf auf eine teure Telefonnummer einen Freischaltcode erhält.

Das bietet Schutz: Sichern Sie Ihren Rechner mit regelmäßigen Updates des Betriebssystems und aller Programme ab. Vergessen Sie auf keinen Fall installierte Browsererweiterungen wie etwa Java, Flash, Adobe Reader und QuickTime. Öffnen Sie keine Dateien aus unbekannten Quellen. Falls Ihre Daten oder der ganze PC das Opfer einer Erpressung wurden, bezahlen Sie nicht. Setzen Sie sich besser mit Ihrem Antivirenhersteller in Verbindung (sofern Sie eine kommerzielle Schutzsoftware verwenden). Er hat womöglich ein Werkzeug, um die Sperre aufzuheben.

Regelmäßig wird Spam verschickt, der großen Reichtum verspricht. Man müsse beispielsweise helfen, das Millionenerbe einer afrikanischen Persönlichkeit außer Landes zu bringen, und erhalte dafür einen Anteil. Manchmal sprechen die Mails auch von einem Lotteriegewinn, der einem zustehe. Wer auf diese Nachrichten hereinfällt, wird bald aufgefordert, höhere "Vorschussbeträge" oder "Verarbeitungsgebühren" einzuzahlen. Von diesem Geld sieht das Opfer nichts mehr, geschweige denn vom versprochenen Gewinn.

Das bietet Schutz: Wenn Ihnen Unbekannte Geld versprechen, steckt immer eine kriminelle Absicht dahinter. Solche Mails gehören unbeantwortet in die Mülltonne.

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