Browser-Vergleich

Internet Explorer, Opera und Safari

14.10.2011 | 14:29 Uhr | Boris Hofferbert

Der Microsoft Internet Explorer ist immer noch sehr weit
verbreitet.
Vergrößern Der Microsoft Internet Explorer ist immer noch sehr weit verbreitet.
© Microsoft

Microsoft Internet Explorer 9

Der Internet Explorer galt lange Zeit als notwendiges Übel, ist er doch bei Windows vorinstalliert und gerade im Unternehmensbereich oft Standard, obwohl ihm der Ruf von Langsamkeit und Unsicherheit anhaftete. Mit dem Internet Explorer 9 hat Microsoft aber viele Kritiker verstummen lassen. Der Browser präsentiert sich aufgeräumt und deutlich schneller als seine Vorgänger, da er auf die Hardwarebeschleunigungsschnittstelle DirectX zurückgreifen kann. Auch optisch wurde der IE9 überarbeitet und erinnert nun ein wenig an das minimalistische Design von Chrome.

Während eine umfangreiche Erweiterungsdatenbank für den Internet Explorer leider immer noch fehlt, hat Microsoft zumindest bei der Sicherheit deutlich zugelegt. Mit InPrivate bietet der Internet Explorer 9 nun wie die Konkurrenz einen Modus, in dem keine Surfhistory und keine Cookies auf dem Rechner gespeichert werden. Auch deaktiviert der Browser potenziell unsichere Plug-ins wie Flash und Java.

Allerdings ist der Internet Explorer nach wie vor die Hauptzielscheibe für Angriffe aus dem Web, dazu kommt, dass die verwendet Trident-Engine immer noch nicht wirklich standardkonform arbeitet. Allerdings werden die meisten Webseiten nach wie vor für die Nutzung mit dem Internet Explorer optimiert, sodass dieser Umstand in der Praxis nur gelegentlich ins Gewicht fällt.


Nur geringe Marktanteile, aber technisch durchaus
interessant.
Vergrößern Nur geringe Marktanteile, aber technisch durchaus interessant.
© Opera Software

Opera 11.5

Der aus Finnland stammende Browser Opera gilt als ständiger Underdog, obwohl er das wohl größte Feature-Set bietet. So ist Opera nicht nur flott, standardkonform und vergleichsweise ressourcenschonend, sondern bietet auch eine Menge Extras, beispielsweise Opera Turbo. Ist dies aktiviert, werden aufgerufene Webseiten serverseitig komprimiert, um Bandbreite einzusparen, was gerade im mobilen Einsatz praktisch ist. Opera Unite wiederum verwandelt den Browser in einen Webserver, über den Bilder, Musik und Videos auf andere Geräte gestreamt werden. Außerdem versteht sich Opera ab Werk mit Bittorrent-Downloads, lässt sich per Erweiterungen gut individualisieren und  wird regelmäßig mit Sicherheitsupdates versorgt. Als einziger Browser im Testfeld bietet Opera zudem einen eingebauten Mailclient, sodass er ein wenig an die klassische Browsersuite von Netscape erinnert.


Der Safari von Apple ist unter Windows ein Exot.
Vergrößern Der Safari von Apple ist unter Windows ein Exot.
© Apple

Apple Safari

Auf dem Mac ist Safari der Standardbrowser, doch auch unter Windows können Apple-Fans die aktuelle Version von Safari nutzen. Wie Chrome basiert auch Safari 5 auf der WebKit-Engine und sorgt dadurch für die standardkonforme Darstellung von Webseiten. Das Update auf Version 5 brachte eine Reihe Neuerungen, etwa den Reader-Modus, der Texte lesefreundlich formatiert, oder die Möglichkeit, Erweiterungen zu installieren. Zwar gibt es derer nicht so viele wie bei Firefox und Chrome, dennoch ist es ein Schritt in die richtige Richtung. Die Performance von Safari 5 ist ebenfalls ordentlich, zudem bietet der Browser eine nette Coverflow-Ansicht für besuchte Webseiten. Insgesamt ist Safari 5 ein großer Schritt nach vorne für den Apple-Browser, der allerdings immer noch nicht ganz mit Firefox 7 oder Chrome 14 mithalten kann.


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