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Internet Explorer 7: Installation ohne WGA-Überprüfung

21.05.2007 | 10:34 Uhr |

Sie verwenden eine Windows-XP-Version mit Service Pack 2, die bei der WGA-Überprüfung (Windows Genuine Advantage) auf der Download-Seite von Microsoft aus irgendeinem Grund scheitert. Nun möchten Sie jedoch den neuen Internet Explorer 7 ausprobieren. Der lässt sich aber gar nicht erst herunterladen. Wenn Sie sich die Installationsdatei aus einer anderen Quelle besorgt haben, können Sie den Browser trotzdem nicht installieren. Wir zeigen, wie Sie dieses Problem lösen können.

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Problem:

Sie verwenden eine Windows-XP-Version mit Service Pack 2, die bei der WGA-Überprüfung (Windows Genuine Advantage) auf der Download-Seite von Microsoft (www.microsoft.com/downloads) aus irgendeinem Grund scheitert. Nun möchten Sie jedoch den neuen Internet Explorer 7 ausprobieren. Der lässt sich aber gar nicht erst herunterladen. Wenn Sie sich die Installationsdatei aus einer anderen Quelle besorgt haben, können Sie den Browser trotzdem nicht installieren.

Lösung:

Kopieren Sie zunächst die Setup-Datei der finalen deutschen Version des Internet Explorers 7 in einen beliebigen Ordner. Wenn Sie diese Datei nun einfach zu installieren versuchen, bricht der Vorgang beim WGA-Check ab.

Dabei verbindet sich das Setup-Programm mit dem Microsoft-Server http://mpa.one.microsoft.com, auf dem die Überprüfung stattfindet. Dieser gibt einen Fehler zurück, der dazu führt, dass bei Ihnen das Setup abbricht. Um das Programm trotzdem installieren zu können, müssen Sie einen „Loopback“ im Internet-Protokoll erzeugen. Dabei leiten Sie die Online-Anfrage der Setup-Routine des IE 7 einfach auf Ihr eigenes System (Localhost) um. Die Folge ist, dass die Überprüfung als gültig anerkannt wird und somit keine Fehlermeldung entsteht.

Anfrage umleiten: Um das zu erreichen, müssen Sie nur den Microsoft-Server in die Datei „Hosts“ eintragen. Diese Datei finden Sie in der Regel im Verzeichnis „\Windows\System32\Driverstc\“. Sollte sie dort nicht liegen, können Sie ihren Pfad in der Registry nachlesen. Starten Sie dazu Regedit, und öffnen Sie den Schlüssel „Hkey_Local_Machine\System\CurrentControlSet\Services\Tcpip\Parameters“. Der Wert der erweiterten Zeichenfolge „DataBasePath“ entspricht dem Pfad zur Hosts-Datei.

Öffnen Sie die Hosts-Datei nun mit einem Text-Editor (zum Beispiel Notepad), und fügen Sie am Ende der Datei (unterhalb der letzten Adresse) die Zeile 127.0.0.1 mpa.one.microsoft.com ein. Der Raum zwischen IP-Adresse und Server-Name darf aus Leerzeichen oder aus Tabs bestehen. Speichern Sie die Datei, und schließen Sie sie.

WGA-Daten löschen: Nun müssen Sie noch den versteckten Ordner „\Dokumente und Einstellungen\All Users\Anwendungsdaten\Windows Genuine Advantage“ löschen. Um versteckte Ordner zu sehen, klicken Sie im Explorer auf „Extras, Ordneroptionen“, öffnen die Registerkarte „Ansicht“ und aktivieren die Option „Alle Dateien und Ordner anzeigen“.

Netzwerk-Konfiguration aktualisieren: Im letzten Schritt bewegen Sie das System dazu, die Hosts-Datei neu einzulesen. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf die Netzwerkumgebung, und wählen Sie „Eigenschaften“. Dann klicken Sie wiederum mit der rechten Maustaste auf Ihre Verbindung (zum Beispiel „LAN-Verbindung“) und wählen „Reparieren“. Auch wenn die Aktion scheinbar fehlschlägt, können Sie nun die Setup-Datei des IE 7 einfach ausführen. Der Setup-Assistent fordert Sie zwar auf, Ihre Windows-Version zu verifizieren – klicken Sie dann einfach auf die „Verifizieren“-Schaltfläche. Es wird keine Verbindung zu Microsoft aufgebaut: Ihr „Localhost“ meldet zurück, dass alles in Ordnung ist, und die Installation wird fortgesetzt. Nach einem Neustart ist der Internet Explorer 7 einsatzbereit.

Achtung: Damit dieser Trick funktioniert, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein: 1. XP muss aktiviert sein. Auf welche Weise Sie das gemacht haben, spielt keine Rolle. 2. Es darf kein von Microsoft zurückgezogener CD-Key für Windows XP im Einsatz sein.

Ob das bei Ihnen der Fall ist, können Sie mit dem Microsoft Genuine Advantage Diagnostic Tool prüfen. Nachdem Sie das Tool aufgerufen und durch einen Klick auf „Continue” die Diagnose gestartet haben, sehen Sie oben auf der Registerkarte „Windows“ den „Validation Status”. Steht hier „Blocked VLK“ oder „Not Activated“ (siehe 1.), funktioniert der Trick nicht.

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