International Roaming

Günstig im Ausland surfen - so geht's

Dienstag den 21.02.2012 um 11:25 Uhr

von Matthias Schwindt

“Mit dem Smartphone im Ausland zu surfen ist unbezahlbar”. Das ist einer der am häufigsten gehörten Sätze, wenn sich Gespräche um mobile Internetnutzung im Urlaub drehen. Ist das wirklich so? Oder handelt es sich dabei um eine Legende aus den Anfangszeiten des mobilen Internets?
Vergrößern “Mit dem Smartphone im Ausland zu surfen ist unbezahlbar”. Das ist einer der am häufigsten gehörten Sätze, wenn sich Gespräche um mobile Internetnutzung im Urlaub drehen. Ist das wirklich so? Oder handelt es sich dabei um eine Legende aus den Anfangszeiten des mobilen Internets?
© iStockphoto.com/aylinstock
So surfen Sie günstig im Ausland: Mit unserem Tipps und Tricks verliert International Roaming seinen Schrecken. Wir erklären die rechtlichen Rahmenbedingung, verraten, wie Sie Ihren Mobilfunk-Traffic reduzieren und kontrollieren und stellen günstige Auslandtarife vor.

Internet von Smartphones aus in der EU nutzen

Mit dem Eingreifen der EU im Sommer 2009 besserte sich die Situation für Handynutzer im Ausland. Im Juli 2010 kam eine EU-weite Kostenobergrenze für die mobile Datennutzung hinzu. EU-weit ist die monatliche Rechnung für mobile Datendienste auf 50 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer begrenzt. Für deutsche Mobilfunkkunden darf der Provider also maximal 59,50 Euro ausländische Datenkosten berechnen. Um möglichst viel Zeit online im Ausland verbringen zu können haben wir hier die besten Tipps für Sie zusammen getragen.

Spezielle Auslandstarife buchen

Einige der deutschen Mobilfunkanbieter haben auf das Bedürfnis ihrer Kunden reagiert, im Ausland online gehen zu wollen. So bietet beispielsweise O2 in vielen Tarifen die Möglichkeit das Smartphone Day-Pack EU zu buchen. Ohne feste Laufzeit und ohne monatliche Kosten werden nur bei Inanspruchnahme pauschal 3,50 Euro pro Tag berechnet. Damit ist im EU-Raum und in einigen anderen europäischen Ländern mobiles Surfvergnügen zum akzeptablen Preis und ohne böse Überraschungen möglich. Die High-Speed-Datenübertragung ist zwar auf 10 MB pro Tag begrenzt. Mit den folgenden Tipps für die Reduzierung der Datenübertragung sollte die Datenmenge aber für Mails, Updates in sozialen Netzwerken und etwas Online-Navigation reichen.

Online Traffic überwachen

Mit “Online-Countern” lässt sich die Menge an übertragenen
Daten messen und auswerten.
Vergrößern Mit “Online-Countern” lässt sich die Menge an übertragenen Daten messen und auswerten.

Um Gewissheit über den verbrauchten Datendurchsatz zu haben bieten sich verschiedene Apps zur Traffic-Überwachung an. Mit diesen “Online-Counter” genannten Programmen lässt sich die Menge an übertragenen Daten messen und auswerten. Für Android steht 3G Watchdog kostenlos im Market zum Download bereit. Nach der Installation läuft das Tool im Hintergrund mit. Ein Symbol in der Statuszeile zeigt die Aktivität an. Von dort lässt sich die App in den Vordergrund holen und der aktuelle Datenverbrauch wird getrennt nach Mobil und WLAN angezeigt. Besteht ein Vertrag mit beschränktem Datenkontingent, dann tragen Sie einfach die Grenze in den Einstellungen ein. Jetzt werden Sie über die prozentual verbrauchte Datenmenge informiert. Sehr praktisch ist auch die Hochrechnung. Basierend auf dem bisherigen Nutzungsverhalten berechnet 3G Watchdog, wie viel Daten am Ende der Abrechnungsperiode über das Mobilfunknetz übertragen sein werden.

WLAN nutzen

Die beste Möglichkeit im Ausland mit Android und iPhone
online zu gehen ist immer noch die Nutzung bestehender
WLAN-Netzwerke.
Vergrößern Die beste Möglichkeit im Ausland mit Android und iPhone online zu gehen ist immer noch die Nutzung bestehender WLAN-Netzwerke.

Die beste Möglichkeit im Ausland mit Android und iPhone online zu gehen ist immer noch die Nutzung bestehender WLAN-Netzwerke. Leider sind in großen Hotels die WLAN-Zugänge meist kostenpflichtig. Hier ist genau zu prüfen, ob dies wirklich günstig ist oder ob andere WiFi-Alternativen genutzt werden können. Aufgrund anderer gesetzlicher Rahmenbedingungen findet sich außerhalb von Deutschland leichter ein offenes Funknetzwerk. Häufig bleiben private Hotspots einfach unverschlüsselt, dadurch ist Surfen kostenlos und ohne jede Anmeldung möglich. Dazu aktivieren Sie im Android-Smartphone die Netzbenachrichtigung und gehen dann etwas spazieren. Aber Vorsicht: diese Art der Internetnutzung ist nicht unbedingt sicher. Man-In-The-Middle Attacken um den Onlineverkehr mitzuhören sind möglich. Sie sollten also während der Nutzung von offenen WLANs auf kritische Anwendungen und den unverschlüsselten Versand privater Daten sowie auf Online-Banking verzichten.

Um Fon-Hotspots zu finden und sich gleich automatisch
anzumelden gibt es kostenlos sowohl eine Android als auch iPhone
App.
Vergrößern Um Fon-Hotspots zu finden und sich gleich automatisch anzumelden gibt es kostenlos sowohl eine Android als auch iPhone App.

Eine weitere Methode, WLAN kostenlos zu nutzen ist eine Mitgliedschaft bei www.fon.com/de . Dabei stellen weltweit User ihren Internetanschluss anderen Mitgliedern zur Verfügung. Besonders viele Teilnehmer gibt es in Großbritannien, Belgien und Japan. Aber auch in anderen Staaten lohnt es sich, gerade in größeren Städten nach fon-Hotspots Ausschau zu halten. Um Hotspots zu finden und sich gleich automatisch anzumelden gibt es kostenlos sowohl eine Android als auch iPhone-App.

Dienstag den 21.02.2012 um 11:25 Uhr

von Matthias Schwindt

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