Intel gegen AMD

Intel Pentium

Mit der fünften Generation führte Intel die x86-Architektur zu neuen Höhen. Ungewohnt war auch Namensgebung. Der Grund dafür war profan: Zahlen lassen sich nicht als Markennamen schützen.

Mit dem Pentium-Design bemühte sich Intel, Einschränkungen der früheren Prozessoren aufzuheben. Wichtigste Features waren der 64 Bit breite Daten-Bus, zwei Ausführungseinheiten (Execution Units), eine verbesserte Gleitkomma-Einheit (Floating Point Unit = FPU) und eine höhere Taktrate. Der erste Pentium rechnete im 60-Megahertz-Takt, doch es dauerte nicht lange, bis schnellere Versionen erschienen. Die Fertigungsstruktur verringerte sich während des Pentium-Lebenszyklus von anfangs 0,8 Mikrometer auf 0,35 Mikrometer. Die Zahl der integrierten Transistoren erhöhte Intel von 3,1 Millionen auf 4,5 Millionen. 1996 begann Intel den Verkauf von Pentium-MMX-Prozessoren mit erweitertem Befehlssatz, besserer Sprungvorhersage und größerem Cache. Er war für Multimedia- und Kommunikations-Anwendungen vorgesehen.
Wussten Sie: Der Name Pentium ist ein Kunstwort. Es setzt sich zusammen aus der griechischen Zahl "Penta" (fünf) und der lateinischen Endung "-ium".
AMD Am486

Der Am486 war der letzte Chip aus der Zeit der Klonkriege zwischen Intel und AMD. Er erschien erst vier Jahre nach Intels 486-Chip und einen Monat vor dem Pentium. Um sich gegen den 486 von Intel behaupten zu können, verkaufte AMD den eigenen, höher getakteten Prozessor günstiger als das Pendant von Intel. Einige der schnelleren AMD-CPUs reichten fast an die Leistung von Intels Pentium heran.
Wussten Sie: AMD vermarktete einige Am486-Varianten mit 133 Megahertz Taktfrequenz als 5x86-Prozessoren. Tatsächlich waren sie ähnlich leistungsstark wie Intels Pentium.
Intel Pentium Pro

Die kleine Erweiterung in der Bezeichnung wird dem Leistungssprung des Pentium Pro gegenüber dem ersten Pentium nicht gerecht. Die bis dahin jüngste Intel-Entwicklung reihte sich zwar in die x86-Reihe ein, kam aber mit einer neuen Architektur auf den Markt.
Bemerkenswert ist, dass der Pentium Pro kein reiner Cisc-Prozessor mehr war, sondern erste Risc-Befehlssätze integrierte. Die Zahl der Transistoren schraubte Intel auf 5,5 Millionen Stück pro Chip in die Höhe, zudem spendierte der Hersteller dem Prozessor erstmals einen Level 2 Cache mit anfangs 256 KB (später 1 MB). Den Level 2 Cache hatte Intel zwar nicht im CPU-Kern integriert, aber mit der Prozessorfrequenz getaktet. Der Arbeitstakt belief sich auf 150 bis 200 Megahertz. Der Pentium Pro bereitete Intel Schwierigkeiten in der Fertigung, war zu teuer und blieb hinter den Verkaufserwartungen zurück. Er konnte sich aber im Server- und Workstation-Segment durchsetzen.
Wussten Sie: Intel brachte 1998 einen mit 300 Megahertz getakteten Pentium II Overdrive auf den Markt. Er passte in den Pentium-Pro-Sockel und war als Upgrade für Pentium-Pro-Nutzer vorgesehen.
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