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Intel Pentium 4 3 GHz

29.04.2003 | 14:58 Uhr |

Der Pentium 4 3 GHz deklassiert nicht nur AMDs stärkste Desktop-CPU, sondern verweist auch das hauseigene Spitzenmodell, den Pentium 4 3,06 GHz, auf die Plätze.

Der Pentium 4 3 GHz deklassiert nicht nur AMDs stärkste Desktop-CPU, sondern verweist auch das hauseigene Spitzenmodell, den Pentium 4 3,06 GHz, auf die Plätze.

Lückenbüßer oder heimliches Spitzenmodell: Der neue Pentium 4 3 GHz hat zwar einen um 66 MHz geringeren Takt als das 3,06-GHz-Flaggschiff, dafür hat Intel am Systemtakt gedreht. Mit 200 (effektiv 800) MHz steigt er um satte 50 Prozent. Damit kann der Prozessor theoretisch bis zu 5,96 GB/s über seinen Bus schaufeln. Gerade speicherintensive Programme profitieren davon, wie unsere Tests zeigen.

Arbeitsspeicher und Systemtakt auf der selben Wellenlänge

Passend zum Systemtakt hat Intel die Speicheranbindung gewählt: Der für 200 MHz Systemtakt spezifizierte 875P-Chipsatz unterstützt DDR-400-SDRAM und kommuniziert gleich über 2 RAM-Kanäle mit der CPU. Wer den Pentium 4 3 GHz einsetzen will, muss also eine neue Platine kaufen. Und DDR-400-Speicher sollte er sich auch gleich zulegen. Der 875P-Chipsatz kommt zwar auch mit PC-266- und PC-333-Speicher klar, für volles Tempo bedarf's aber der rund 20 Prozent teureren Module.

Intel versus AMD: David gehen die Steinchen aus

Zwar liegt der rund 350 Euro teure Athlon XP 3000+ (Test in der PC-WELT 5/2003, Seite 177) nominell in der selben Leistungsklasse, mit einem realen Takt von 2,16 GHz, 166 MHz Systemtakt und fehlender Hyper-Threading- sowie SSE-2-Unterstützung gerät AMDs Spitzenmodell aber immer mehr ins Hintertreffen. Trotzdem ließen wir den Neuen gegen den Athlon XP 3000+ antreten. Zudem musste der Pentium 4 3,06 GHz (Test in der PC-WELT 2/2003, Seite 173) beweisen, ob er seinen Titel "Flaggschiff" noch zurecht trägt.

Im PC Mark 2002 erreichte der 3-GHz-Bolide einen CPU-Score von 7356: 10 Prozent mehr als die AMD-CPU und fast gleich auf mit dem großen Bruder. Beim Spiele-Benchmark 3D-Mark 2001 SE lag der Pentium 4 3 GHz (13.310 Punkte) jeweils 8 Prozent vor beiden Kontrahenten. Beim Open-GL-Spiel Quake 3 war der Neue mit 289 Bildern pro Sekunde gut 14 sowie 12 Prozent flotter als das AMD- respektive Intel-Flaggschiff. Auch bei unseren Multimedia-Tests konnte der 3-GHz-Pentium-4 auftrumpfen: Unsere MPEG-2-Datei wandelte er in 285 Sekunden ins Divx-5.01-Format um - 17 sowie 9 Prozent schneller als der AMD- respektive Intel-Gegenspieler. Gleichauf lagen die Rivalen nur beim Umwandeln von WAV- in MP3-Dateien mit dem MP3-Encoder Magix MP3 Maker Platinum 3.05.

Angesichts der deutlichen Überlegenheit des neuen Pentium 4 ruhen die Hoffnungen von AMD auf dem Opteron. Dessen Testbericht finden Sie hier.

Hersteller/Anbieter

Intel

Weblink

www.intel.com

Bewertung

4 Punkte

Preis

rund 500 Euro

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