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Intel Core Duo T2500

06.02.2006 | 13:33 Uhr |

Sensationeller Testsieg: Intels neue Öko-CPU Core Duo T2500 lässt die Desktop-Stromfresser richtig schlecht aussehen. Dank seiner Takteffizienz bietet der mobile Intel-Chip Rechenleistung satt.

Im Vergleich zum Vorgänger Pentium M ( Test ) hat sich beim Core Duo einiges getan. Wichtigste Neuerung ist das zweite Rechenwerk. Pfiffig: Die beiden Prozessorkerne teilen sich die zweite Cache-Stufe. Das hat zwei Vorteile. Zum einen kann der Kern mit der größeren Rechenlast sich so viel L2-Cache abgreifen, wie er benötigt. Anderseits müssen Daten, die ein Kern bereits vorhält und der anderen Kern auch benötigt, nicht zeitraubend über den Prozessor-Bus wandern, sondern lassen sich direkt aus dem gemeinsamen L2-Cache auslesen. Prima: Trotz zweier Kerne steigt die maximale Verlustleistung nur geringfügig auf nunmehr 31 Watt. Zudem hat Intel den Systemtakt von 133 auf 166 MHz angehoben und dem Core Duo den SSE3-Befehlssatz spendiert – SSE3 sorgt bei entsprechend optimierten Anwendungen für einen spürbaren Leistungsschub. Nur bei der Ausstattung erlaubt sich der T2500 zwei Patzer: Die Virtualisierungs-Technik Vanderpool ist noch nicht frei geschaltet und 64-Bit-Betriebssysteme unterstützt der Core Duo ebenfalls nicht. Einen umfassenden Bericht zum Core Duo hält der Artikel „ Alle Infos zur neuen Centrino-Generation “ für Sie bereit.

Beeindruckende Recheneffizienz: Der Core Duo T2500 arbeitet mit lediglich 2 GHz und verbraucht maximal 31 Watt. Trotzdem kann der Stromsparkünstler in vielen Anwendungen selbst doppelt so teuren Top-CPUs Paroli bieten. So war beispielsweise im Sysmark 2004 - der Benchmark verwendet klassische Büro-Anwendungen, aber auch gängige Muiltimedia-Software wie Adobe Photoshop - Intels 1000-Euro-CPU Pentium Extreme Edition 955 ( Test ) nur einen Wimpernschlag schneller. In seinem Element ist der T2500, wenn es um das Umwandeln von Musik- und Video-Dateien geht. Bei unserem Transcodierungs-Test mit Nero Recode war der Core Duo T2500 der zweitschnellste Prozessor des Testfeldes. Peinlich für AMD: Der Core Duo sprintete dem unterm Strich schnellsten Prozessor in unserer Top-10-Liste, dem Athlon 64 FX-60 ( Test ), um satte 23 Prozent davon. Schwach war hingegen die Leistung beim Verschlüsseln von Daten im Science Mark 2.0: Der Core Duo T2500 landete abgeschlagen auf dem letzten Platz des Testfeldes, der Abstand zum gleich teuren AMD-Rivale

Das war aber auch schon die einzige Blöße, die sich der Core Duo gab. Denn bei Spielen dreht Intels Öko-CPU wieder voll auf und lässt die komplette Pentium-D-Armada hinter sich. Peinlich für Intels Extrem Edition: Selbst der mehr als doppelt so teure Kraftprotz Pentium Extreme Edition 955 war in allen Spiele-Benchmarks einen Tick langsamer. Aber auch vor den spielstarken AMD-CPUs muss sich der T2500 nicht verstecken. Er konnte im Doom-3-Test fast mit dem direkten AMD-Konkurrenten Athlon 64 X2 4400+ mithalten. Und der Rückstand zu AMDs Spiele-Hengst FX-60 betrug in der 1024er-Auflösung auch nur 14 Prozent und schmolz bei 1280 x 1024 Bildpunkten auf respektable 8 Prozent zusammen. Ein ähnliches Bild ergab sich beim Direct-X-9-Titel Far Cry. Intels mobile Öko-CPU war nur einen Wimpernschlag langsamer als der Athlon 64 X2 4400+ und der Vorsprung des FX-60 betrug auch nur zwischen 7 und 13 Prozent. Einen umfangreichen Vergleichstest des Core Duo T2500 finden Sie hier .

Fazit: Uneingeschränkte Kaufempfehlung: Der T2500 bietet die beste Rechenleistung pro Watt und ein exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis. Einziger Wermutstropfen: Er kommt erst in ein paar Monate in den Einzelhandel.

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