129916

Intel Celeron 1700

15.05.2002 | 15:12 Uhr |

Mit dem brandneuen Celeron 1700 rüstet Intel nun auch seine Einsteiger-CPUs mit dem Prozessorkern des Pentium 4 aus. Um herauszufinden, wie groß der Leistungsverlust durch den halbierten L2-Cache ist, durfte sich der Celeron in ausgewählten Benchmarks auch mit seinem großen Bruder, dem Pentium 4 1700 messen.

Nur bei Spielen macht der aktuelle Celeron eine schlechte Figur. Verantwortlich dafür ist der auf 128 KB beschränkte L2-Cache, wie der gleichgetaktete Pentium 4 mit einem Vorsprung von satten 14 Prozent demonstriert. Bei Office-Software und dem De- und Encodieren von Audio- und Filmdateien hängt die Intel-CPU den direkten AMD-Rivalen Duron 1300 klar ab. Allerdings bekommen Sie fürs gleiche Geld von AMD einen deutlich flotteren Athlon XP 1800+.

Mit dem brandneuen Celeron 1700 rüstet Intel nun auch seine Einsteiger-CPUs mit dem Prozessorkern des Pentium 4 aus. Dabei handelt es sich um den in 0,18-Mikron-Technik gefertigten "Willamette"-Kern der ersten Pentium-4-Generation - allerdings mit nur 128 KB um die Hälfte seines L2-Caches beraubt.

Die Sockel-478-CPU musste gegen AMDs schnellsten "Billigheimer" Duron 1300 antreten. Um herauszufinden, wie groß der Leistungsverlust durch den halbierten L2-Cache ist, durfte sich der Celeron in ausgewählten Benchmarks auch mit seinem großen Bruder, dem Pentium 4 1700 messen.

Im Anwendungs-Benchmark Sysmark 2002 kam der Celeron auf 152 Punkte und war damit gut 18 Prozent flotter als AMDs Duron 1300 (124 Punkte). Der Abstand zum gleichgetakteten Pentium 4 (165 Punkte) betrug rund 9 Prozent. Im PC Mark 2002 erreichte der Celeron 1700 einen "CPU-Score" von 3944 - gut 6 Prozent mehr als der AMD-Konkurrent mit 3682 Punkten.

Eine schwache Vorstellung lieferte die 1,7-GHz-CPU bei Spielen ab: Im Open-GL-Spiel Quake III ermittelten wir nur knapp 128 Bilder pro Sekunde. Der 400 MHz langsamer getaktete Duron war mit fast 131 Bildern pro Sekunde gut 2 Prozent fixer, der Abstand zum großen Bruder Pentium 4 betrug gar 14 Prozent.

Unsere 200 MB große VOB-Filmdatei, die Episode 34 der Kultserie Raumschiff Gamestar, transcodierte der Celeron mit dem Programm Dvdx 1.8a in 553 Sekunden ins Divx-5.01-Format. Die AMD-CPU benötigte dafür 588 Sekunden oder etwa 6 Prozent mehr. Fast 9 Prozent flotter als sein AMD-Rivale wandelte der Celeron 1700 mit dem SSE2-optimierten MP3-Encoder Magix MP3 Maker Platinum 3.05 Audio-Tracks ins MP3-Format um.

Testplattformen:

Intel

Intel-Platine D845BG mit 845D-Chipsatz, 512 MB PC-266-DDR-SDRAM, MSI-Grafikkarte G4Ti4600 unter Windows XP

AMD

Epox-Platine EP-8KHA+ mit KT266A-Chipsatz, 512 MB PC-266-DDR-SDRAM, MSI-Grafikkarte G4Ti4600 unter Windows XP

Tests:

Anwendungs-Benchmark PC Mark 2002 Pro (CPU Score, 1024 x 768 x 32) Anwendungs-Benchmark Sysmark 2002 Pro (Official Run, 1024 x 768 x 32); MP3-Encodierung mit Magixs MP3 Maker Platinum 3.05; MPEG-2-Transcodierung mit Dvdx 1.8a mit jeweils bestmöglicher Befehlssatz-Optimierung, Codec Divx 5.01 Pro; Open-GL-Spiele-Benchmark Timedemo four.DM_67 von Quake III Arena 1.31 (High Quality, 1024 x 768 x 32)

Ausstattung: 1,7 GHz, 100 MHz FSB (effektiv 400 MHz), 8 KB L1-, 128 KB L2-Cache, MMX, SSE, SSE2

Hersteller/Anbieter

Intel

Weblink

www.intel.com

Bewertung

Preis

rund 130 Euro

0 Kommentare zu diesem Artikel
129916