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Intel Celeron 1200

19.10.2001 | 16:55 Uhr |

Die CPU für Einsteiger-PCs basiert jetzt auf dem aktuellen Pentium-III-Kern "Tualatin", wobei Intel auf die sonst üblichen Maßnahmen zur künstlichen Leistungsbegrenzung fast vollständig verzichtet - nur der Systemtakt ist um 33 auf 100 MHz reduziert.

Großes Lob an Intel: Der Celeron 1200 ist alles andere als ein Billigheimer. Unterm Strich schlägt er nicht nur seinen direkten Konkurrenten, AMDs Duron 1100, sondern kann auch gut mit seinem großen Bruder mithalten. Übertaktungsliebhaber dürfen bedenkenlos zugreifen, dank des Tualatin-Kerns sind 1,5 GHz quasi ab Werk mit inbegriffen.

Ungewöhnlich generös zeigt sich Intel beim 1,2-GHz-Celeron: Die CPU für Einsteiger-PCs basiert jetzt auf dem aktuellen Pentium-III-Kern "Tualatin", wobei Intel auf die sonst üblichen Maßnahmen zur künstlichen Leistungsbegrenzung fast vollständig verzichtet - nur der Systemtakt ist um 33 auf 100 MHz reduziert.

Da der in 0,13-Mikron-Technik gefertigte Prozessor selbst bei 1,5 GHz (12 x 125 MHz) noch stabil läuft, dürfte sich für Übertaktungswillige auch dieser Nachteil relativieren. Dank einer maximalen Verlustleistung von nur 27 Watt (Duron 1100: 42 Watt) behält der CPU-Kern auch im Dauerstress einen kühlen Kopf.

Einziges Haar in der Suppe: Der neue Celeron ist gänzlich ungeeignet zum Aufrüsten älterer Sockel-370-Hauptplatinen, da ihn nur die Intel-Chipsätze 810 und 815 im B2-Stepping sowie die VIA-Chipsätze Apollo Pro 133T respektive 266T unterstützen. Denn Hauptplatinen mit diesen Chipsätzen können Sie erst seit ein paar Wochen kaufen.

Die Testplattform: Intel-Hauptplatine D815EFV mit 815E-Chipsatz, 256 MB PC-133-SDRAM, Geforce-2-GTS-Karte unter Windows 98 SE.

Im Anwendungs-Benchmark Sysmark 2000 sprintete der Celeron auf 204 Punkte und liegt damit rund 7 Prozent vor AMDs Spitzenmodell in der Einsteigerklasse, dem Duron 1100 (189 Punkte).

Im 3D Mark 2000 konnte sich der 1,2-GHz-Celeron mit 7177 Punkten knapp vor dem Duron 1100 (7087) behaupten. Bei den Spiele-Benchmarks schlug die Intel-CPU auch bei Unreal Tournament (Demoplay 1024 x 768 x 16) den AMD-Rivalen: 43,4 Bilder/s bedeuten einen Vorsprung von rund 5 Prozent.

Nur im Quake-3-Test (High Quality Demo 1, 1024 x 768 x 32) verlor der Celeron knapp: Mit guten 92,4 Bildern/s lag der Abstand zum Duron 1100 (94,9 Bildern/s) aber unter 3 Prozent.Wie gut dem Celeron der Tualatin-Prozessorkern bekommt, zeigt ein Vergleich mit seinem 1,1-GHz-Vorgänger, der je nach Benchmark zwischen 15 (Unreal Tournament) und 22 Prozent (Sysmark 2000) langsamer ist.

Ebenfalls aufschlussreich ist der Vergleich mit dem rund 800 Mark teuren Pentium III 1200, der im Schnitt nur 6 Prozent schneller ist.

Ausstattung: 100 MHz Systemtakt, 32 KB L1- und 256 KB-L2-Cache, mit vollem CPU-Takt angesprochen.

Hersteller/Anbieter

Intel

Telefon

Weblink

www.intel.com

Bewertung

4,5 Punkte

Preis

rund 290 Mark

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