INF-Dateien dienen in erster Linie zur Treiberinstallation, bisweilen auch zum Einrichten von Anwendungs-Software. Der Aktionsradius umfasst Löschen, Kopieren, Umbenennen und vor allem Registry-Änderungen.
Die aktuellen Windows-Versionen sind so voreingestellt, dass der Doppelklick auf eine INF-Datei sie zum Editieren öffnet. Der Kontextmenü-Eintrag "Installieren "muss bewusst gewählt oder per Link-Datei erzwungen werden.
Das senkt das Risiko der an sich mächtigen Installations-Scripts beträchtlich. Die typische Datei AUTORUN.INF auf CD-ROMs hat mit den Installations Scripts eigentlich nur die Endung gemeinsam. Diese INF besitzt einen eigenen einfachen Befehlssatz, um der eingelegten CD im Windows-Explorer ein bestimmtes Icon zuzuordnen ("icon=. . . "), ferner um beim Einlegen der CD automatisch ein bestimmtes Programm zu laden ("open=. . . ").
Damit werden selbstgebrannte, fremde CDs zu einem erheblichen Risiko, da der Hersteller über diese AUTORUN.INF jedes beliebige Script oder Programm der CD starten kann. Wir empfehlen bei häufigem Umgang mit fremden CDs, den Autostart-Mechanismus zu deaktivieren.
Das geschieht in den Registry-Schlüsseln ". . . \Software \Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\Explorer "sowohl unter "Hkey_Current_User "als auch unter "Hkey_Users\.Default", indem Sie den Binärwert "No DriveTypeAutoRun "von "95 00 00 00 "auf "B5 00 00 00 "umsetzen.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Vorherige Seite
Seite 9 von 12
Nächste Seite

