24.03.2013, 09:01

David Wolski

WLAN tunen

Inoffizielle Firmware, Repeater und Tuning

8. Leistung mit eigenen Antennen erhöhen
WLAN-Router und Access Points verfügen generell über omnidirektionale Antennen, die in alle Richtungen gleichmäßig abstrahlen. Diese Antennen haben eine vergleichsweise geringe Reichweite, aber einen großen Radius. Da die Antennenform nicht für jeden Zweck ideal ist, wenn etwa der WLAN-Router in einem Winkel der Wohnung steht, lässt sich die Funkabdeckung mit Richtantennen deutlich verbessern. Ein Thema, das immer spannend ist, sind Antennen im Eigenbau, um mit wenig Aufwand die Leistung des WLAN in eine Richtung zu lenken. Für das Heimnetzwerk haben sich drei Antennenformen besonders bewährt.
Waveguide-Form: Die Antenne strahlt die Funkwellen in eine Konservendose als Hohlleiter. Da die Dose aus leitendem Material besteht und nur an einem Ende offen ist, werden die Wellen vom Dosenboden und von der Dosenwand reflektiert. Diese reflektierten Wellen überlagern sich mit den vom Erreger abgestrahlten Wellen. Der Aufwand ist hoch und präzise Arbeit ist erforderlich, um eine Stehwelle zu erzeugen. Bauanleitung finden Sie hier.
Windsurfer-Form: Einfacher, wenn auch nicht ganz so leistungsstark ist der Anbau einer simplen Parabolantenne mit Reflektor zum Aufstecken. Diese kann je nach Größe den Empfang in einer Richtung deutlich verbessern. Dabei sind die benötigten Teile überschaubar: Drucker, Papier und Schere sowie Aluminiumfolie und Klebstoff. Ein Template zum Ausdrucken ist über diese Adresse verfügbar.
Yagi-Uda-Antenne: Diese Aufsteckantenne aus Styropor arbeitet mit parallelen Dipolen aus Kupferdraht. Die Form erinnert an alte Fernsehantennen. Der Aufwand ist niedrig, für die Position der Drahtstummel ist allerdings hohe Präzision gefragt. Eine Anleitung finden Sie hier.
9. Höhere Reichweite mit Repeater
Statt leistungsfähigere Antennen zu installieren, können Sie das WLAN auch per Repeater ausdehnen: Erreicht ein WLAN-Router beispielsweise den PC in einem anderen Stockwerk nicht mehr, setzen Sie auf halber Strecke den Repeater ein. Der kompakte Fritz WLAN Repeater N/G von AVM (rund 90 Euro) kommt direkt in eine Steckdose. Als kostengünstige Alternative können Sie auch einen ausgemusterten Router mit WLAN als Repeater verwenden, um beispielsweise die Reichweite eines 802.11g-Netzwerks zu verbessern. Auch viele Billig-Router bieten eine Repeater-Funktion.
10. Inoffizielle Firmware für Router
WLAN-Router müssen generell einen Mittelweg zwischen Einstellungsvielfalt und Bedienkomfort bieten, schließlich sollen auch Heimanwender ohne Expertenwissen gut mit der Netzwerk-Hardware zurechtkommen. Auf der Strecke bleiben deshalb Feineinstellungen, die zwar von vielen Chipsätzen unterstützt, in der Bedienoberfläche der Firmware aber nicht angeboten werden. Da die Firmware des weit verbreiteten Router-Chipsatzes von Linksys unter einer freien Lizenz freigegeben wurde, blüht in den letzten Jahren die Entwicklung von inoffiziellen Firmware-Versionen.
Ein prominenter Vertreter ist etwa DD-WRT , ursprünglich eine freie Firmware für die Router Linksys WRT54G und Linksys WRT54GS. Heute läuft DD-WRT auf einer Vielzahl von Routern der Hersteller Asus, Allnet, Belkin, Buffalo, Linksys, Netgear, Motorola und Siemens. Die inoffizielle Firmware erlaubt die Anpassung der Sendeleistung bis zu einem Maximum von 100 mW sowie die Freigabe von Server-Diensten. Welche Router mit der DD-WRT-Firmware zusammenarbeiten können, zeigt die Datenbank auf der Projektwebseite. Generell erlischt mit der Installation der alternativen Firmware die Herstellergarantie der Geräte.
11. Tuning für AVM-Fritzbox
Auf der Fritzbox von AVM können Sie DD-WRT nicht installieren. Für sie haben Hobby-Programmierer die Erweiterung Freetz entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Modifikation der originalen Firmware, die erfahrene Anwender selbst auf die Fritzbox aufspielen können. Der Haken ist, dass die Projekt-Webseite von Freetz aus rechtlichen Gründen keine fertigen Firmware-Images zum Download anbieten darf. Stattdessen erklärt sie Schritt für Schritt, wie Sie ein Image selbst erstellen und dabei gezielt die Module hinzufügen, die Sie benötigen. Für die Image-Erstellung ist ein Linux-System nötig. Das kann aber auch ein virtuelles System sein. Welche Modelle die inoffizielle Firmware unterstützt, finden Sie unten auf der Freetz-Webseite . Die inoffizielle Firmware bietet zum Beispiel Zugriff auf die Server-Funktionen der Fritzbox, um einen Webserver freizuschalten und einen Proxy wie Privoxy nachzurüsten. Eine Übersicht über die wichtigsten Funktionen finden Sie auf dieser Seite.
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