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Konzepte der x86-Virtualisierung

11.03.2008 | 10:51 Uhr |

Für immer mehr Firmen wird die Server-Virtualisierung zum Thema. Wer das richtige Rezept für sein Rechenzetrum finden will, sollte sich mit den Grundlagen und den einzelnen Techniken auseinandersetzen.

Virtualisierungstechniken revolutionieren die Server-Räume und es gibt kaum ein Unternehmen, das noch nicht schson darüber nachgedacht hat. In vielen Firmen ist die Server-Virtualisierung, die anfangs wegen der hohen Kosten primär größeren Organisationen vorbehalten war, sogar fester Bestandteil der IT-Strategie geworden. Aufgrund des enormen Marktpotenzials ist mit der Konkurrenz inzwischen auch das Produktangebot deutlich gewachsen: Big Player in nahezu allen Hard- und Softwarebereichen werben mit eigenen Virtualisierungslösungen oder bieten ergänzende Produkte an.

Werden nur ein oder zwei Systeme in der Infrastruktur betrieben, ist die Konsolidierung von Servern und deren Peripherie - einer der Hauptgründe für Virtualisierung - nicht besonders interessant. Werden hingegen Dutzende oder Hunderte Server betrieben, lassen sich je nach der Virtualisierungslösung durch realistische Konsolidierungsraten von eins zu fünf bis eins zu hundert enorme Einsparungen erzielen. Dadurch sinken die Betriebskosten (Energie, Platz, Klimatisierung) sowie Wartungs- und Administrationskosten der Hardware erheblich. Die hohen Konsolidierungsraten sind auf die geringe durchschnittliche Auslastung physikalischer Server zurückzuführen, die mit nur einem Betriebssystem und meist nur einer oder sehr wenigen Applikationen betrieben werden.

Die Virtualisierungsprodukte unterstützen dies durch die clevere Verwaltung bestehender Hardwareressourcen. Mit Hilfe so genannter Resource-Manager können sowohl virtuelle Maschinen (VM) gegenüber anderen VMs priorisiert als auch die physikalische Hardware nach vielen verschiedenen Kriterien partitioniert werden. Manche Produkte erlauben es sogar, VMs - abhängig von der Last des physikalischen Basissystems (Host) - im aktiven Zustand auf andere, weniger belastete Systeme zu verschieben. Durch intelligente Ressourcenverwaltung lässt sich demnach eine Symbiose zwischen Ressourcenkonsolidierung und gleichzeitiger Leistungsoptimierung der Anwendungen erreichen.

Aus Sicherheitsgründen ist die Virtualisierung allerdings nur dort sinnvoll, wo VMs gegeneinander und gegenüber dem Host-System isoliert sind, also ein ungewollter Datenzugriff verhindert wird und Fehler oder der Absturz eines Gasts nicht zum Ausfall anderer Gäste führen.

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