689245

Individuelles Autoplay für XP

10.06.2005 | 10:58 Uhr |

Ob beim Einlegen einer CD oder beim Anstecken einer USB-Festplatte - Windows XP lässt Medienwechsel nur selten unkommentiert. Das Indizieren des Inhalts einer größeren externen Festplatte nach dem Anschließen nimmt einige Sekunden in Anspruch. Danach poppt ein Dialog mit empfohlenen Aktionen auf, den Sie auch noch wegklicken müssen. Das alles können Sie sich ersparen, wenn Sie Autoplay deaktivieren. Noch besser ist es, die Funktion nicht systemweit, sondern für jeden Laufwerkstyp einzeln festzulegen. Wir zeigen Ihnen, wie es funktioniert.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Problem:

Die Autoplay-Funktion nervt beim Einstecken von USB-Platten mit langen Inventur-Orgien. Schluss damit! Wir machen den Zugriff deutlich schneller.

Lösung:

Ob beim Einlegen einer CD oder beim Anstecken einer USB-Festplatte - Windows XP lässt Medienwechsel nur selten unkommentiert. Das Indizieren des Inhalts einer größeren externen Festplatte nach dem Anschließen nimmt einige Sekunden in Anspruch. Danach poppt ein Dialog mit empfohlenen Aktionen auf, den Sie auch noch wegklicken müssen. Das alles können Sie sich ersparen, wenn Sie Autoplay deaktivieren. Noch besser ist es, die Funktion nicht systemweit, sondern für jeden Laufwerkstyp einzeln festzulegen.

Kein Global-Player

Die Autoplay-Funktion steht im Prinzip allen Laufwerken zur Verfügung. Für welche Laufwerke Autoplay erlaubt ist, bestimmt der Registry-Wert

"NoDriveTypeAutorun"

unter

"Hkey_Current_User\Software\Microsoft\Windows\Current Version\Policies\Explorer".

Der voreingestellte Hex-Wert "95" ist bereits relativ großzügig und gestattet Autoplay auf Ramdisks, CD-Laufwerken und Festplatten. Wenn Sie Autoplay für Ihre USB-Festplatte unterbinden möchten, müssen Sie die Funktion generell für Festplatten verbieten. Der zugehörige Binärwert lautet "10011101". Umgerechnet ergibt das "9D" (Hex), was Sie als "NoDriveTypeAutorun"-Wert eintragen müssen. Um Autoplay vollständig zu deaktivieren, geben Sie den Hex-Wert "FD" ein.

Autoplay individuell

Ihre eigene Autoplay-Konfiguration definieren Sie ganz einfach mit Hilfe unserer Tabelle. Setzen Sie dazu jeweils in der letzten Zeile unter den Laufwerkstypen, bei denen Autoplay aktiv sein soll, eine "0" ein und bei den anderen eine "1". An den Positionen "Reserviert" und "Fremdes Laufwerk" sollte immer eine "1" stehen, bei "Laufwerk ohne Root" immer "0". Setzen Sie daraus den Binärwert zusammen, den Sie in der vorletzten Zelle eintragen. Mit dem Windows-Rechner in der wissenschaftlichen Ansicht rechnen Sie ihn in einen Hex-Wert um. Diesen tragen Sie dann als "NoDriveTypeAutorun"-Wert ein. Damit die Änderungen wirksam werden, müssen Sie den PC neu starten.

Bitte ein Bit

Der Hex-Wert des Eintrags "NoDriveTypeAutorun" entspricht einem 8-Bit-Binärwert. Der Standard-Wert "95" ergibt umgerechnet "10010101", wie Sie mit dem Windows-Rechner leicht nachprüfen können. Jede Bit-Stelle, also jede 1 oder 0 steht dabei für einen bestimmten Laufwerkstyp. Ist eine bestimmte Bit-Stelle auf "0" gesetzt, so ist Autoplay für den zugehörigen Typ erlaubt. Der Wert "1" verbietet die Funktion.

HDD oder FDD

Wenn Sie eine USB-Festplatte anschließen, erkennt Windows diese nicht etwa als Wechseldatenträger, sondern als normale Platte. Voraussetzung: Die Platte wurde wie üblich als "HDD" (Harddisk Drive) formatiert. Dann macht Windows keinen Unterschied zwischen internen und externen Festplatten. Herkömmliche USB-Sticks werden hingegen vom Hersteller meist als Superfloppy (FDD) formatiert. Windows erkennt diese deshalb als Wechseldatenträger.

0 Kommentare zu diesem Artikel
689245