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Immer mehr Cyberattacken aber kein Cyberterrorismus

09.07.2002 | 10:10 Uhr |

Die Zahl der Cyberangriffe auf private und öffentliche Rechner und Netzwerke wächst unaufhaltsam. In den letzten sechs Monaten meldete allein das US-Sicherheitsunternehmen Riptech unter seinen Kunden eine Zunahme der Hacker-Attacken um 28 Prozent auf insgesamt 180.000 Angriffe. Der viel befürchtete Cyber-Terrorismus blieb jedoch bisher aus.

Die Zahl der Cyberangriffe auf private und öffentliche Rechner- und Netzwerke wächst unaufhaltsam. In den letzten sechs Monaten meldete allein das US-Sicherheitsunternehmen Riptech unter seinen Kunden eine Zunahme der Hacker-Attacken um 28 Prozent auf insgesamt 180.000 Angriffe. Der viel befürchtete Cyber-Terrorismus blieb jedoch bisher aus, wie aus einem Bericht unseres Schwestermagazins PC World hervorgeht.

Zwar klingt ein Anstieg um 28 Prozent zunächst sehr beunruhigend, doch in dem davor liegenden Vergleichszeitraum stieg die Zahl der Cyberattacken sogar um 79 Prozent. Somit hat sich die Zunahme virtueller Angriffe zumindest unter den Kunden des US-Unternehmens deutlich verlangsamt.

Die bevorzugten Hacker-Ziele seien Riptech zufolge in den USA unter den Energie-, Finanz- und High-Tech-Unternehmen zu finden, wobei die meisten Angriffe innerhalb der Vereinigten Staaten gestartet werden.

Gerade die US-Regierung hatte in den letzten Wochen verstärkt die Gefahr beschworen, die vom Cyber-Terrorismus ausgehe. Dem stehen die Ergebnisse dieser Studie jedoch vollkommen entgegen.

Riptech hatte in seiner Untersuchung virtuelle Angriffe, die aus potenziellen "Schurkenstaaten" kommen, von Angriffen aus "normalen" Ländern unterschieden. Das Ergebnis spricht nicht dafür, dass zum Beispiel der Irak, Nordkorea oder der Iran Hochburgen des Cyber-Terrorismus sind. Weniger als ein Prozent der registrierten Angriffe zwischen Januar und Juni 2002 kommen aus den Ländern der "üblichen Verdächtigen".

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